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10.01.2019 | 11:50 | Raps, Bohnen, Erbsen, Lupinen & Soja 

Fünf heimische Kulturen für Teller, Tank und Trog

Berlin - Ob als Futtermittel oder in der menschlichen Ernährung: Körnerleguminosen wie Ackerbohnen, Futtererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen sind eine wichtige Säule im deutschen Ackerbau geworden und liefern so neben dem Raps wichtiges Protein für Mensch und Tier.

Erbsen
(c) proplanta

Der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Wolfgang Vogel, dazu: „Die fünf Kulturen sichern unserer Bevölkerung und unseren Tieren eine eiweißreiche Ernährung und tragen zur Erholung der Böden bei. Insbesondere Raps aus heimischem Anbau reduziert den Importbedarf von Sojaschrot aus Regenwaldregionen für die Tierernährung. Dazu sichert Biodiesel aus Raps die Erreichung der ambitionierten Klimaziele im Verkehrsbereich.“

Die UFOP hat daher diesen unverzichtbaren Ackerkulturen einen eigenen Messestand in Halle 3.2 (ErlebnisBauernhof) der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin gewidmet.

Körnerleguminosen immer beliebter in Küche und Stall



Ausschlaggebend für den zunehmenden Anbau von Körnerleguminosen ist die Nachfrage aus der Tierfutter- und Lebensmittelbranche, beispielsweise zur Verwendung als Lupinenmehl, Erbsen- oder Sojaprotein.

Neben ihrem Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung für Mensch und Tier bieten Körnerleguminosen weitere Vorteile für Umwelt, Natur und Gesellschaft: Sie sind ein wesentlicher Baustein der Nachhaltigkeit in der deutschen Landwirtschaft. Diese bemerkenswerten Pflanzen gehen nämlich eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein, die sich an ihren Wurzeln ansiedeln und die Wurzelausscheidungen der Pflanzen nutzen.

Diese Knöllchenbakterien wiederum können in Verbindung mit den Pflanzenwurzeln Stickstoff aus der Bodenluft binden und stellen den Leguminosen diesen direkt als Nährstoff zur Verfügung. Eine Stickstoff-Düngung, wie bei anderen Kulturpflanzen üblich, ist bei Leguminosen somit nicht notwendig.

Multitalent Raps



Raps ist Rohstofflieferant für Speiseöl, nachhaltig erzeugten Biodiesel sowie Futtermittel und damit unverzichtbar für Mensch, Natur, Umwelt und Landwirtschaft.  Der Rapsanbau bewegt sich in Deutschland seit über zehn Jahren auf einem konstanten Niveau zwischen 1,2 und 1,5 Mio. Hektar.

Lediglich 2018/19 kommt es durch die extreme Trockenheit des vergangenen Jahres zu einem Rückgang der Anbaufläche auf rund 1 Mio. Hektar. Besonders interessant ist der sogenannte „Vorfruchtwert“ des Rapses, der den Landwirten im Folgejahr bis zu zehn Prozent Mehrertrag beschert, wenn sie nach Raps Getreide anbauen. Hierfür sind vor allem die ausgeprägten Pfahlwurzeln der wichtigsten heimischen Ölpflanze verantwortlich, die für eine extrem tiefe Durchwurzelung des Bodens sorgen, der so besser durchlüftet und vor Erosion geschützt wird.

Durch diese Anbaupraxis entsteht eine mehrjährige Rotation, bis wieder Raps angebaut wird. Dieser jährliche Wechsel verschiedener Ackerfrüchte auf ein und demselben Feld, den man als Fruchtfolge bezeichnet, sorgt für die Gesunderhaltung der Böden und eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft.

Rapsanbau statt Regenwaldrodung



Bislang stand vor allem das aus der Rapssaat gewonnene Speiseöl im Mittelpunkt des Interesses. Seit einiger Zeit gewinnt jedoch auch das Rapsprotein, das neben dem Öl beim Pressen der Rapssaatkörner in Form von so genanntem Rapsextraktionsschrot entsteht, immer mehr an Bedeutung. In der Rinder-, Schweine- und auch Geflügelfütterung spielt es aufgrund seiner Qualität eine große Rolle.

Sogar für die Ernährung des Menschen wird das hochwertige Rapseiweiß zukünftig mit innovativen Produkten immer wichtiger werden. Damit verbunden ist ein Aspekt, der im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsbewertung des Rapsanbaus besondere Beachtung verdient: Heimisches Rapsschrot ersetzt als Proteinquelle verstärkt Importe von Sojaschrot.

„Wir gehen aktuell davon aus, dass durch die Nutzung von heimischem Eiweißfutter mehr als 1 Million Hektar Sojaanbau in Südamerika, oft auf ehemaligen Waldflächen oder durch Umnutzung von Ackerflächen, eingespart werden“, erläutert Vogel.

Publikumsmagnet im ErlebnisBauernhof



In der Zeit vom 18. bis 27. Januar 2019 wird am Stand der UFOP im ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 der gesamte Lebensweg der Rapspflanze – von der Züchtung über den Anbau und die Verarbeitung bis hin zur Verwendung des Rapsöls als hochwertiges Speiseöl und als Biokraftstoff dargestellt. Die Messebesucher können an einem Pfahlwurzelexponat eindrucksvoll erleben, wie tief die Wurzeln des Rapses in den Boden reichen und dessen Struktur verbessern.

Mit eigener Muskelkraft können die Gäste am Stand zudem an einer Ölmühle selbst Raps pressen. Das dabei entstehende Rapsöl kann sofort vor Ort probiert werden. In der Show-Küche haben die Besucher darüber hinaus die Möglichkeit, sich von den kulinarischen Qualitäten von Rapsöl, Lupine, Erbse, Bohne und Sojabohnen zu überzeugen.

Die technische Nutzung von Rapsöl wird eindrucksvoll in einer Kooperation mit der Branchenplattform Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft präsentiert. Ein 22 Tonnen schwerer Holz-Vollernter von John Deere, der mit Rapsölkraftkraftstoff ganzjährig eingesetzt werden kann, beweist den Messebesuchern, wie viel Power in unseren Rapsfeldern steckt.

„Land- und Forstmaschinen wie ein Harvester sorgen zusätzlich dafür, dass pflanzenölbasierte Biokraftstoffe auch zukünftig eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung nachhaltiger Mobilität spielen. Darüber hinaus beweisen Reinkraftstoffe ihre Eignung insbesondere in der Land- und Forstwirtschaft, wo der Gewässer- und Bodenschutz hohe Anforderungen stellt,“, so Verbandschef Vogel.
ufop
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