Donnerstag, 21.10.2021 | 04:13:25
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
12.07.2016 | 07:03 | UV-Strahlung 
 2

Studie zu Hautkrebs-Risiken im Job

Berlin - Kanalbauer, Steinbrecher sowie Dach- und Fassadenbauer haben nach einer Studie der Unfallversicherung ein besonders hohes Risiko für hellen Hautkrebs.

Gefährliche Sonneneinstrahlung
Viele Bauarbeiter und Landwirte sind bei ihrer Arbeit im Sommer hoher UV-Strahlung ausgesetzt. Eine Studie hat untersucht, welche Branchen das Hautkrebs-Risiko besonders trifft. (c) proplanta

Ihre Belastung mit ultravioletter Strahlung durch Sonnenlicht war zum Beispiel dreimal so hoch wie bei Mitarbeitern im Ackerbau oder bei Postboten, heißt es in der Untersuchung des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

Seit 2015 kann weißer Hautkrebs durch Sonneneinstrahlung als Berufskrankheit anerkannt werden. Allein bei der Unfallversicherung lägen bereits 5.000 Verdachtsanzeigen vor, sagte Sprecher Stefan Boltz. Es gibt aber etwa in der Landwirtschaft noch eine weitere ähnliche Versicherung.

Bisher fehlten präzise Angaben darüber, welche Berufsgruppen ultravioletter Strahlung besonders stark ausgesetzt sind, erläuterte Walter Eichendorf, Vize-Geschäftsführer der Unfallversicherung. Für die Studie tragen seit dem Jahr 2014 mehr als 600 Beschäftigte, die viel draußen arbeiten, in den Sommermonaten Dosimeter bei sich. Zwischen 7.30 Uhr und 17.30 Uhr erfasst die Technik die UV-Belastung, einmal in der Woche liest ein Computer die Werte aus. Inzwischen liegen Daten für 65.000 Messtage vor.

Besonders belastet sind demnach auch Zimmerer, Straßen- und Betonbauer, Maurer, Stahlbaumonteure sowie - mit einigem Abstand - Obst- und Gemüsegärtner. «Bei allen beobachteten Beschäftigten ist die Belastung so hoch, dass etwas getan werden muss», sagte Studienleiter und Strahlungsexperte Marc Wittlich. Die Gründe für die unterschiedliche Stärke der Strahlenbelastung will die Unfallversicherung nun noch weiter untersuchen.

Zu viel UV-Strahlung über einen langen Zeitraum kann weißen oder hellen Hautkrebs verursachen. Die Sammelbegriffe stehen für Tumore, die nach starker Sonneneinstrahlung oder Sonnenbränden in der oberen Hautschicht entstehen.

Für die Kanalbauer, die oberirdisch arbeiten, ergab sich bei der Studie mit Abstand das höchste Krebs-Risiko durch Sonnenlicht. Allein von April bis Oktober waren sie so hoher UV-Strahlung ausgesetzt, dass es rein rechnerisch für eineinhalb Jahre Sonnenbrand ausreichen würde, erläuterte Sprecher Bolz.

Dieses Ergebnis wie auch die messbaren Unterschiede zwischen den Gewerken hat auch die Versicherung überrascht. Sie spricht sich deshalb für maßgeschneiderten Sonnenschutz aus - je nach Branche.

Die Bauwirtschaft habe teilweise schon reagiert, sagte Boltz. Manche Firmen verlegten ihre Schichten in die frühen Morgenstunden, um die Mitarbeiter nicht der Mittagshitze auszusetzen. Das sei gleichzeitig auch ein Schutz gegen Kreislauferkrankungen. «Es gab schon Mitarbeiter, die nach einem Hitzschlag kollabiert sind», ergänzte der Sprecher.

Bauarbeiter mit nacktem Oberkörper sind schon Lange im Blickfeld der Unfallversicherung. Neben luftiger und langärmeliger Kleidung seien für Firmen auch Sonnensegel eine Möglichkeit, Mitarbeiter zu schützen. Denn Sonnencreme taugt auf Baustellen oft wenig. Sie kann sich mit Staub verbinden und beim Schwitzen in die Augen laufen. Technische und organisatorische Lösungen hätten deshalb beim Arbeitsschutzgesetz Vorrang, sagt Studienleiter Wittlich.

Wird heller Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt, zahlt die Unfallversicherung - und nicht die Krankenkasse - die Heilbehandlung und auch Verletztengeld. Um Renten gehe es seltener, da heller Hautkrebs oft gut behandelbar sei, sagte Sprecher Boltz.
dpa
Kommentieren Kommentare lesen ( 2 )
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


Kommentare 
Pavicsits Wilhelm schrieb am 12.07.2016 15:26 Uhrzustimmen(56) widersprechen(40)
Das wichtigste Vorbeugungskriterium gegen Hautkrebs, Augenschäden, Sonnenstich, Hitzschlag u.dgl.m. ist das Wissen über die omnipräsente, mitunter extreme, Verstärkung der direkt einwirkenden Sonnenstrahlung mittels der reflektierenden Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken, was an deren mäßigem bis strahlendem Weiß erkennbar ist. In den Zeitspannen, in denen die Sonne - eindimensional gesehen - im blauen Feld steht, werden wir einmal voll von ihrer Direktstrahlung und zusätzlich noch von der Reflexionsstrahlung über die Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken getroffen.
cource schrieb am 12.07.2016 13:49 Uhrzustimmen(81) widersprechen(36)
bei den straßenbauarbeitern dürfte auch noch die zusätzliche belastung durch die Teerdämpfe eine rolle spielen, dass man hier noch keine vollautomatische lösung gefunden hat ist eine schande für die gesamte deutsche wissenschaft/forschung ---die straßenbauarbeiter (meist Ausländer) haben ihre ungeschützte nase direkt über den teerdampf, das grenzt schon an vorsätzlicher körperverletzung für eine anerkannte berufskrankheit wegen weißem hautkrebs müssen mindestens 15 betroffenen hautstellen oder großflächige schäden vorliegen und dann gibt es wegen reduzierter lebenserwartung erwerbsminderungsrente in ägypten gibt es auch bauarbeiter diese tragen aber einen turban die uv-strahlen können nicht alleine für den weißen hautkrebs verantwortlich gemacht werden, da dieser auch in der schleimhaut des mundes enstehen kann
  Weitere Artikel zum Thema

Rote Karte für weißen Hautkrebs

  Kommentierte Artikel

Verbände fordern Nachbesserungen bei GAP-Durchführungsverordnungen

Winterraps: Weiterhin Schädlingskontrolle durchführen!

Apfelsaft aus der Schweiz: Regional statt global

Streit um den Wolf - Mehr Tiere illegal getötet

Wieviel kostet der Brexit britische Fischer?

Agrarministerkonferenz kritisiert Bundesministerin Klöckner

Mais reift nur langsam ab - Ab wann könnte Ernte beginnen?

Ackerbarometer liefert Vergleichsdaten zur diesjährigen Ernte

Schweinehalter in Existenzkrise

Mühlen suchen verzweifelt nach Hartweizen

Nachrichten
Agrarpolitik
Agrarwirtschaft
Unternehmen
Landtechnik
Pflanze
Tier
Bio
Wissenschaft
Wald & Forst
Umwelt
Energie
Verbraucher
Karriere
Landleben
Medizin
IT & Medien
Veranstaltungen
Neuerscheinungen
Service

Agrarnachrichten-Ticker
Schlagzeilen
Tags
Archiv
Premium-News
Agrar-Suchbegriffe
RSS-Channel
Markt & Preis
Warenbörsen
Mannheimer Produktenbörse
Südwestdeutsche Warenbörse
Frankfurter Produktenbörse
Stuttgarter Produktenbörse
Bayerische Warenbörse
Würzburger Produktenbörse
Vereinigte Getreide- u. Produktenbörse Braunschweig - Hannover - Magdeburg
Hamburger Getreidebörse
Bremer Getreide- und Futtermittelbörse
Getreide- und Produktenbörse Paderborn
Rheinische Warenbörse
Mitteldeutsche Produktenbörse - Berlin - Brandenburg
Mitteldeutsche Produktenbörse - Dresden
Mitteldeutsche Produktenbörse - Erfurt
Mitteldeutsche Produktenbörse - Halle
Börse Wien
Marktberichte

Warenterminmärkte
CBoT-Weizenpreis
CBoT-Maispreis
MATIF-Weizenpreis
MATIF-Rapspreis
MATIF-Maispreis
EUREX-Schweinepreis
EUREX-Ferkelpreis
Agrarmarkt-Widget
Glossar

Stellenmarkt
Stellenangebote
Stellengesuche
Jobwall
Agrarstudium
Grüne Berufe
Bewerbungstipps
Online-Journal

Marktplatz
Landtechnik
Traktoren
Traktorzubehör
Baumaschinen
Ersatzteile
Erntetechnik
Saattechnik
Fütterungstechnik
Räder
Bodenbearbeitung
Kommunalgeräte
Forsttechnik

Kleinanzeigen
Angebote
Gesuche

Büchermarkt
Angebote

Futtermittel
Suche
Rinderfutter
Kälberfutter
Milchviehfutter
Schweinefutter
Ferkelfutter
Eberfutter

Wetter
Agrarwetter Deutschland
Agrarwetter Baden-Württemberg
Agrarwetter Bayern
Agrarwetter Brandenburg
Agrarwetter Hessen
Agrarwetter Mecklenburg-Vorpommern
Agrarwetter Niedersachsen
Agrarwetter Nordrhein-Westfalen
Agrarwetter Rheinland-Pfalz
Agrarwetter Saarland
Agrarwetter Sachsen-Anhalt
Agrarwetter Schleswig-Holstein
Agrarwetter Thüringen

Wetterrückblick
Niederschlagsradar
Unwetterwarnung Deutschland
15-Tage-Temperaturtrend

Agrarwetter Österreich
Agrarwetter Schweiz
Agrarwetter Frankreich
Météo Agricole France
Agrarwetter Italien
Meteo Agricolo Italia

Profiwetter Deutschland
Profiwetter Österreich
Profiwetter Schweiz
Profiwetter Frankreich
Météo Professionnel France
Profiwetter Italien
Meteo Professionale Italia

Agrarwetter.net

Agrar-Branchenbuch
Alle Rubriken
Produktverzeichnis
Firmenverzeichnis

Behörden
Bildungseinrichtungen
Organisationen
Bio-Handel
Fruchthandel
Direktvermarkter
Innenwirtschaft
Landhandel
Landtechnik
Lohnunternehmen
Pflanzenproduktion
Tierproduktion
Verarbeitung
Beratung
Energie
Hofurlaub
Veranstaltungen
Garten- und Landschaftsbau
Maps
Bodenpreise
GVO

Agrarforum

Veranstaltungen
Messen Ausstellungen
Tagungen Kongresse
Workshops Seminare Vorträge
Info-Veranstaltungen
Feldtage
Auktionen
Feste
Wettbewerbe
Traktor-Pulling

Infothek

Lexikon: 
Landwirtschaft Unkräuter

Wörterbuch: 
Landwirtschaft Landtechnik Pflanzenkrankheiten Pflanzenschädlinge Unkräuter Nutztiere Tiergesundheit

Pflanze: 
Mais Weizen Gerste Roggen Reis Raps Sonnenblume Sojabohne Baumwolle Zuckerrübe Kartoffel Wein Tabak

Tiere: 
Rind Schwein Schaf Ziege Geflügel


Ratgeber

Umfrage

Mediathek
Fotos
Videos
Pflanzenbauberater
PSM-Suche
Pflanzenschutzmittel
Neuzulassungen
Ablauffristen
Aufbrauchfristen
Abgelaufene Mittel
Zulassungsverlängerungen
Auflagen

PSM-Empfehlungen
Herbizide
Fungizide
Insektizide Getreide
Wachstumsregler Getreide

Sorten-Suche
Neue Sorten
Pflanzenzüchter

Regionale Empfehlungen

Garten-Ratgeber
Für angemeldete User
Stellenanzeige schalten
Kleinanzeige schalten
Eintrag ins Branchenbuch
Online-Landvermessung
Wetter-Profile anlegen
Projekte in Maps anlegen
Newsletter-Profil anlegen
Zugang Unkraut-Lexikon
Zugang Premium-News
E-Markttelegramm abonnieren

zur Anmeldung
Service
Bannerschaltungen
Newsticker
Agrarfotos
PR-Meldungen
Agrarmarkt-Informationen
Agrarmarkt-Widget
Wetterfenster für Homepage

Info + Preise

Kontakt