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18.03.2021 | 15:30 | Jagdmunition 
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Nach Steinadler-Tod: Verbot bleihaltiger Munition gefordert

Unterammergau - Nach dem Verenden eines Steinadlers an einer Bleivergiftung im oberbayerischen Unterammergau wird erneut der Ruf nach einem Verzicht auf bleihaltige Jagdmunition laut.

Jagdmunition
Seit langem fordern Naturschützer, dass Jäger auf bleifreie Munition verzichten. Denn sie kann für andere Tiere, darunter seltene Steinadler, zur tödlichen Gefahr werden. Das hat sich gerade in Oberbayern wieder bestätigt. (c) proplanta

Das Adlerweibchen hatte Aas gefressen, das bleihaltige Munition enthielt. Die Umweltorganisation WWF forderte ein Aus für Blei-Munition in Deutschland und kritisierte aus WWF-Sicht unzureichende Regelungen beim Gesetzentwurf zum neuen Bundesjagdgesetz.

«Die im derzeitigen Gesetzentwurf zum neuen Bundesjagdgesetz vorgesehenen Regelungen zur Minimierung von Blei in Jagdmunitionen sind absolut unzureichend und sehr umständlich», sagte der WWF-Wildtierreferent Moritz Klose.

Auch aus Verantwortung für die Gesundheit der Verbraucher und für die Umwelt sei es überfällig, den Eintrag des giftigen Stoffes in die Natur zu verhindern. Erfahrungen zeigten, dass es keine bleihaltige Büchsenmunition brauche.

«Anstatt wie derzeit erwogen, einen Erfahrungsbericht bis 2027 zu erstellen, ist ein vollständiger und zügiger Ausstieg aus bleihaltiger Munition innerhalb einer kurzen Frist überfällig. Alles andere ist Verschleppungstaktik auf dem Rücken der Menschen und der Natur.»

Zuvor hatte bereits die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag ein Verbot von bleihaltiger Munition verlangt. «Steinadler sind streng geschützt und in den bayerischen Alpen extrem selten. Daher tut dieser Verlust besonders weh - und er wäre vermeidbar gewesen, wenn der Jäger keine bleihaltige Munition genutzt hätte», sagte der SPD-Umweltexperte Florian von Brunn am Mittwoch. In Niedersachsen etwa sei bleihaltige Munition auf sämtlichen Staatsflächen verboten.

Die forst- und tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Martina Fehlner, verlangte, der Staatswald müsse seine Vorbildfunktion wahrnehmen. «Mit einem sofortigen Verbot bleihaltiger Munition in diesen Gebieten würde der Schutz seltener Tierarten vorangetrieben.»

Ein Wanderer hatte das Steinadlerweibchen vergangene Woche in Unterammergau gefunden. Helfer kämpften nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) mehrere Tage lang in einer Greifvogelauffangstation um das Leben des Tieres. Es bekam unter anderem künstlichen Sauerstoff - Atemnot ist ein Symptom der Bleivergiftung. Am Freitag verendete das Steinadlerweibchen. Zum fünften Mal seit 1982 starb damit laut LBV ein Steinadler an Bleivergiftung.

Auch für andere Vögel ist bleihaltige Munition eine Gefahr, etwa für die Bartgeier, die vor allem Knochen fressen und im Nationalpark Berchtesgaden wieder angesiedelt werden sollen.
dpa
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A. Fischer schrieb am 20.03.2021 10:45 Uhrzustimmen(6) widersprechen(2)
"Der Vogel hatte wahrscheinlich Aas gefressen, das bleihaltige Munition enthielt, vermutet Aigner."
Aus:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/steinadler-stirbt-nach-vergiftung-durch-bleimunition,SRhsKrT

Kann JEMAND wahrscheinlich durch Fakten belegen.

Ich kenne einige Untersuchungen zu Seeadler, die einige Hinweise auf Bleivergiftung zulassen. Die Untersuchungen der Süßwasserfische auf solche Zusammenhänge ist mehr als gering.
Steigende Adlerzahlen in Deutschland, ganz Europa sind Fakt.

Folgender Unsinn hat mich bewogen diesen fragwürdigen Verdachtsfällen auf die Füße zu treten, weil sie auch auf den Menschen angewandt werden.
S.2
"Nach den vorliegenden Daten der EFSA und aus der Schweiz ist in Jägerhaushalten mit
einem häufigen Verzehr von Wildbret (zwischen 50 (EFSA) und 90 (Schweiz) Portionen
Wildbret pro Jahr) zu rechnen. Das Risiko einer Gesundheitsgefährdung für Jäger und ihre
Familien ist insbesondere dann hoch, wenn das Wildbret mit konventioneller Bleimunition
erlegt worden ist. Das BfR empfiehlt deshalb, Jäger verstärkt über die Gesundheitsrisiken
von mit Bleimunition geschossenem Wild aufzuklären und auf die Verwendung von Jagdmunition hinzuwirken, die kein Blei an das Lebensmittel Wildbret abgibt.
S.5
Die EFSA (2010) empfiehlt, die Exposition gegenüber Blei über den Verzehr von Lebensmittteln weiter zu reduzieren, da sie gegenwärtig ein gesundheitliches Risiko durch Blei für Säuglinge, Kinder und Feten (Exposition der schwangeren Frauen) für MÖGLICH hält."

Auf dieser Seite wird weiter beschrieben, das viele andere Lebensmittel, Leitungswasser, Rauchen viel höher zu bewerten sein.
Das läge am wenigen Wildbretverzehr der Bevölkerung!
Sie erinnern sich?
Man hatte hier 50 - 90 Mahlzeiten im Jahr als Studienlage.
Aus und mehr
https://www.bfr.bund.de/cm/343/bleibelastung-von-wildbret-durch-verwendung-von-bleimunition-bei-der-jagd.pdf

LAVES Niedersachsen
"Wildfleisch und die daraus hergestellten Erzeugnisse können hingegen besonders hohe Bleimengen enthalten, wenn das Wild mit bleihaltiger Munition erlegt wurde.
In den Jahren 2018 bis 2020 wurden bisher 28 Proben auf Zusammensetzung, Kennzeichnung und/oder auf Bleirückstände untersucht, davon waren lediglich 11 Proben (circa 40 Prozent) nicht zu beanstanden."
(Bei 5 ging es um Blei)
... Der Verbraucher nimmt Blei hauptsächlich über die Grundnahrungsmittel wie Getreide, Gemüse, Obst und Getränke auf. "
https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/lebensmittelgruppen/fleisch_fleischerzeugnisse/wild-73576.html
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