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04.02.2013 | 13:02 | Waldzustand 

Zustand des deutschen Waldes leicht verbessert

Berlin - Die Wälder in Deutschland haben sich zwar wieder etwas erholt, aber vor allem wegen Insektenschäden ist jede zweite Eiche krank.

Eiche
(c) proplanta

Deutliche Schäden an den Kronen hatten 2012 noch 25 Prozent aller Laub- und Nadelbäume nach 28 Prozent im Jahr zuvor, wie das Bundesagrarministerium am Montag in Berlin mitteilte. Der Anteil der Bäume ohne Kronenschäden stieg nun um zwei Punkte auf 39 Prozent. Deutlich verschlechtert hat sich der Zustand der Eichen, bei denen 50 nach zuvor 41 Prozent schwere Schäden aufwiesen. Spürbar erholt haben sich dagegen die Buchen, gut geht es auch den Kiefern.

Bei Eichen, die zehn Prozent des Baumbestandes ausmachen, hatten im vergangenen Jahr nur noch 17 Prozent gar keine Schäden mehr im Blätterwerk, wie der Waldzustandsbericht 2012 ergab. Hintergrund sei vor allem, dass Raupen verschiedener Schmetterlingsarten im Frühling junge Blätter fressen.

Wie dicht Laub oder Nadeln eines Baumes sind, gilt als ein Indikator für den Gesundheitszustand. Als «deutlicher» Schaden wird bei den Stichproben eingestuft, wenn mehr als ein Viertel der Krone licht ist. Von 2011 zu 2012 hatte sich der Zustand der Wälder in Deutschland noch insgesamt leicht verschlechtert.

Zur Erholung trugen nun die Buchen bei. Bei ihnen sank der Anteil der Bäume mit deutlich lichterer Krone von 57 auf 38 Prozent. Ohne Schäden sind nun 22 statt zuvor 12 Prozent. Die Verbesserung ist dem Bericht zufolge darauf zurückzuführen, dass 2011 zahlreiche Buchen noch besonders viele Bucheckern gebildet hatten. Dieser natürliche Kraftakt habe sich in schlechterer Belaubung niedergeschlagen.

Bei Kiefern hatten nun nur noch 11 Prozent deutliche Schäden. Die mittlere Kronenverlichtung sank auf 14,5 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen 1984, wie auch der «Münchner Merkur» (Montag) berichtete. Bei Fichten blieb der Anteil mit deutlichen Kronenschäden stabil bei 27 Prozent.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) nannte die Lage vor allem bei Eichen alarmierend. Von wirklicher Nachhaltigkeit sei die deutsche Waldpolitik auch 300 Jahre, nachdem dieser Begriff in der Forstwirtschaft geprägt wurde, weit entfernt.

Wald bedeckt rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland. Die wichtigsten Arten sind die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), es folgen die Laubbäume Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Damit machen diese vier Hauptarten rund drei Viertel der Waldfläche aus, wie das Ministerium mitteilte. (dpa)
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