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09.08.2020 | 13:00 | Klimasimulationsmodelle 
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Vermehrte Sommerdürren in Mitteleuropa: 5 vor 12 für Ackerflächen

Leipzig - Die Häufigkeit und das Ausmaß außergewöhnlicher, aufeinanderfolgender Sommerdürren dürften bis zum Ende dieses Jahrhunderts in Mitteleuropa zunehmen, wenn die Treibhausgasemissionen nicht reduziert werden.

Klimasimulationsmodelle
Gefahr extremer Dürreperioden in Mitteleuropa dürfte zunehmen. (c) proplanta

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in einer Studie, die jetzt in der FachzeitschriftScientific Reports veröffentlicht wurde. Das deutsch-tschechische Wissenschaftlerteam unter Leitung des UFZ weist darauf hin, dass sich ein großer Teil Europas seit dem Frühjahr 2018 inmitten einer außergewöhnlichen Dürre befinde. Eine Einordnung dieser Zeitspanne in die Reihe langfristiger globaler Klimadaten der letzten 250 Jahre habe gezeigt, dass es seit 1766 in Mitteleuropa keine zweijährige Sommerdürre diesen Ausmaßes gegeben habe.

Um Voraussagen ableiten zu können, nutzte das Forscherteamnach eigenenAngaben Klimasimulationsmodelle und spielte die Auswirkungen in drei Szenarien zukünftiger Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2100 durch. Beim unterstellten höchsten Anstieg der Treibhausgase bis zum Jahr 2100 sei mit einer Versiebenfachung der Anzahl zweijähriger sommerlicher Dürreperioden in Mitteleuropa in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zu rechnen. Die Projektionen legten außerdem nahe, dass sich die von der Dürre betroffenen Ackerfläche auf mehr als 40 Mio. ha fast verdoppeln würde.

Nehme man hingegen einen nur moderaten Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen an, verringere sich die Zahl der zweijährigen Sommerdürren im Vergleich zum vorgenannten Szenario um fast die Hälfte und die betroffene Ackerfläche um 37 %, so die Wissenschaftler. Würden niedrige Treibhausgaskonzentrationen angenommen, dann nehme die erwartete Häufigkeit von zweijährigen Sommerdürren gegenüber dem Extremszenario sogar ummehr als 90 % ab und die Zahl der dürregefährdeten Ackerflächen verringere sich um 60 %. Diese Ergebnisse deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass eine wirksame Minderungsstrategie für die Emission von Treibhausgasen dazu beitragen könnte, das Risiko häufigerer und ausgedehnterer aufeinanderfolgender Sommerdürren in Mitteleuropa zu verringern.
AgE
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Physiker schrieb am 09.08.2020 22:37 Uhrzustimmen(11) widersprechen(11)
Das dürfte Folge des menschengemachten Klimawandels sein.
Denn die vielen WKA behindern massiv den Luftaustausch und damit den Feuchtigkeitstransport vom Meer auf das Festland. Letztendlich wirken diese wie eine Art zusätzliches Gebirge. Nun sind die Anlagen zwar weit niedriger. Aber ein Gebirge muss nur überströmt werden, während die WKA der Luftströmung direkt massiv Energie entziehen. Abschätzungen auf Basis der Thermodynamik zeigen, dass der Einfluss der WKAs auf den Wind längst nicht mehr vernachlässigt werden kann. Insofern dürfte gerade der Windkraftausbau, der angeblich den Klimawandel bekämpft, massiv zu den Dürren beitragen. Dazu passt, dass die Dürren seit dem massiven WKA Ausbau eben viel häufiger auftreten.
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