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09.06.2013 | 06:34 | Welternährung 
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Wie trägt Gentechnik zur Ernährungssicherung bei?

Göttingen - Über die Rolle der Agro-Gentechnik im Kampf gegen den Hunger wird öffentlich heftig gestritten. Dabei wird vor allem die Frage erörtert, ob die Gentechnik zu einer nachhaltigen Steigerung der Nahrungsproduktion beitragen kann.

Welternährung
(c) proplanta

Ernährungssicherung ist aber nicht nur eine Frage der Produktion, sondern auch des Zugangs zu Nahrungsmitteln. Bezeichnenderweise sind rund die Hälfte aller weltweit hungernden Menschen Kleinbauern in Entwicklungsund Schwellenländern. Einkommenssteigerungen im Kleinbauernsektor sind deswegen ein wichtiger Ansatzpunkt zur Hungerbekämpfung.

Matin Qaim und Shahzad Kouser vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen haben in einer neuen Studie gezeigt, dass die Einführung gentechnisch veränderter Baumwolle in Indien die Ernährungssituation signifikant verbessert hat. Dazu verwendeten die Wissenschaftler Daten von über 500 zufällig ausgewählten indischen Kleinbauernhaushalten, die sie über einen Zeitraum von 7 Jahren regelmäßig besucht und befragt haben.

Die zunehmende Verbreitung der genveränderten Baumwolle hat die Erträge und Einkommen der Bauern gesteigert und die Haushalte damit in die Lage versetzt, sich besser mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dabei hat sich nicht nur die Kalorienaufnahme, sondern auch die Qualität der Ernährung signifikant verbessert.

Inzwischen sind über 90 % der indischen Baumwollbauern auf die neue Technologie umgestiegen. Das Problem der Unterernährung wurde hierdurch um 15 bis 20 % reduziert. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Qaim, M., Kouser, S. (2013): Genetically Modified Crops and Food Security. PLOS ONE http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0064879 (PD)
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Kommentare 
Heinz-Josef Hirsch schrieb am 15.06.2013 19:51 Uhrzustimmen(91) widersprechen(139)
@Radovin Zips Es ist leider immer so, dass generelle Behauptungen sehr leicht und schnell aufgestellt sind. Wie so oft sind die Dinge aber viel komplexer. Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie z.B. bei www.transgen.de. Kurz zur "Funktion": Für die allermeisten Bereiche wird akzeptiert, dass Fachleute meist mehr Ahnung und Erfahrung haben als Laien. Warum sollte das nicht auch für die Pflanzenzucht und -produktion gelten? Ich selbst habe mehr als 20 Jahre in der Pflanzenmolekularbiologie gearbeitet. Seit ein paar Jahren habe ich nun Zeit, die Gentechnikdebatte intensiver zu verfolgen und bin entsetzt darüber, wie das Internet und andere Medien mit undifferenzierten Behauptungen von „grüner Seite“ überschwemmt werden. Zur eigenen Nahrungsmittelproduktion: Wenn Sie selbst einen großen Teil im Garten heranziehen können, dann sind Sie tatsächlich priviligiert. Überschlagen Sie doch einmal, wieviel Quadratmeter Sie bepflanzen müssten, um auch die übrigen 80 Millionen Einwohner in Deutschland KOMPLETT mit allen landwirtschaftlichen Produkten zu versorgen. Vergessen Sie aber nicht Tierhaltung, Kleidung, Hygieneartikel, Baumaterial, u.a. einzurechnen, das aus Naturprodukten gewonnen wird. Da kommen wir um eine intensive Landwirtschaft gar nicht herum. Extensive "ökologische" Landwirtschaft mit regelmäßigen Hungersnöten die hatten wir schon seit Jahrhunderten bei uns und weltweit. Da nehme ich eine minimale „Belastung“ an Pflanzenschutzmittel bei hoher Lebenserwartung gerne in Kauf. Warum sollen die Methoden der Pflanzenzucht nicht weiterentwickelt werden, sondern auf dem Niveau von etwa 1980 verharren? Übrigens, bald wird es Kulturpflanzen geben, bei denen niemand mehr nachweisen kann, ob herkömmlich oder gentechnisch gezüchtet, weil es einfach keinen nachweisbaren Unterschied mehr gibt. Mit freundlichen Grüßen
Radovin Zips - Landfunk-Redakteur schrieb am 12.06.2013 03:10 Uhrzustimmen(106) widersprechen(127)
Sehr geehrter Herr Hirsch, leider verraten Sie nicht, in welcher Funktion Sie schreiben. Ich tippe fast auf Biotech. Sie verweisen auf Wissenschaftsorganisationen und auf den Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter, und damit auf Einrichtungen mit einer gewissen Lobby. Deren Äußerungen pflege ich mit Vorsicht zu genießen, weil die in 1. Linie ihre Interessen verfolgen, was sogar verständlich ist. Über die heutigen Pflanzenanbaumethoden kann ich nur meine eigenen Feststellungen sagen: Hochgradig chemisch belastet und langweilig im Geschmack. Da werden immer mehr gute Eigenschaften weggezüchtet, zudem geht es nur noch um immer mehr Ertrag, dessen Sinn sich mir im Zuge von der Wegwerfmentalität gerade bei Lebensmitteln nicht erschließt. Auf der anderen Seite hungern und verhungern trotz der Mehrerträge immer noch 1000e Menschen. Was den Geschmack heutiger landwirtschaftlicher Pflanzenerzeugnisse betrifft: In meinem Garten baue ich nur die guten alten Ursorten an, die ich mir mühsam besorgt habe und die ich jedes Jahr neu aussähen kann. Da fasse ich ganz sicher nur sehr selten Supermarktware an. Ich arbeite komplett Bio, kann allerdings auch dabei einige Umwelteinflüsse nicht vermeiden. Wenigstens bin ich so von Monsatos Marken wie Kiepenkerl usw. nicht abhängig, und das kann ich nur jedem anderen Gärtner empfehlen. Gentechnik bietet alles Mögliche, nur nicht weniger Spritzmittel oder Arbeit und schon gar nicht Ernährungssicherheit. Die Beweise ihre Behauptungen hat mir die Gentechindustrie bis heute nicht geliefert.
Heinz-Josef Hirsch schrieb am 10.06.2013 12:12 Uhrzustimmen(129) widersprechen(98)
@Radovin Zips. Wieso ist dieser Beitrag Unfug? Wenn Sie alles verbieten würden, was „Monsanto und KONSORTEN“ verkaufen – also nicht nur gentechnisch gezüchtete Pflanzen, dann hätten wir auch bei uns massiv Probleme die Bevölkerung zu versorgen. Schauen Sie sich doch auch mal an, was unsere Wissenschaftsorganisationen und die im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter zusammengeschlossenen Firmen zur Gentechnik sagen. Und Gentechnik ist nicht gleich Agrogentechnik. Es würde genug Möglichkeiten geben, gentechnisch gezüchtete Pflanzen mit anderen Pflanzenbaumethoden (auch ökologischen) sinnvoll anzubauen. Sind Ihnen überhaupt die hypothetischen und tatsächlichen Risiken bekannt, die sich bei herkömmlich gezüchteten Sorten ergeben „könnten“ und auch ab und zu ergeben haben? Wenn nicht, dann sollten Sie sich mal mit der Materie vertraut machen, statt reflexhaft beim Wort Gentechnik „grüne Phrasen“ zu dreschen. Dass sich nur noch Riesenkonzerne den Vertrieb gentechnisch modifizierter Sorten finanziell leisten können, liegt doch an den völlig überzogenen „Sicherheitsanforderungen“.
Radovin Zips - Landfunk-Redakteur schrieb am 09.06.2013 20:03 Uhrzustimmen(131) widersprechen(120)
Auch als neutrale Einrichtung sollten Sie so einen Unfug nicht verbreiten. Die Gentechnik hat in €uropa derzeit keine Chance, Monsanto und Konsorten ziehen sich (nach eigenen Angaben) zurück. Diesen Ganoven traue ich nicht einen einzigen Millimeter über den Weg. Und dann lanciert irgendeine fadenscheinige Quelle derartige Lügen. Gentechnik verhindert den Hunger nur, indem sich die Bauern selbst umbringen (was in der Göttinger Studie nicht nachzulesen ist!). Da müssen die logischerweise nichts mehr essen...
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