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31.01.2011 | 14:44

Dioxin - Was ist das ?

Dioxine sind chemisch ähnlich aufgebaute Verbindungen, die aber unterschiedlich giftig sind.

Eier
(c) proplanta
Bereits geringe Konzentrationen können gefährlich sein. Als Langzeitwirkungen wurden etwa Störungen des Immunsystems, schwere Erkrankungen der Haut, der Atemwege, der Schilddrüse und des Verdauungstraktes festgestellt. In Tierversuchen wurden krebserregende Wirkungen nachgewiesen.

Der bekannteste Vertreter der Gruppe ist das als Seveso-Gift bekanntgewordene TCDD (2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin). Im Tierversuch kann es schon in einer Konzentration von einem Millionstel Gramm pro Kilogramm Körpergewicht tödlich sein.

Dioxine können grundsätzlich auch beim Frittieren entstehen. Die Gifte werden bei unvollständigen Verbrennungsprozessen mit Chlor und bei bestimmten Temperaturen gebildet. Nach Angaben des Umweltbundesamtes entstehen Dioxine bei 300 Grad Celsius und mehr - ab 900 Grad werden sie wieder zerstört. Bei falscher Handhabung können auch in der Fritteuse um die 300 Grad entstehen. Allerdings können die Öle bei noch höheren Temperaturen anfangen zu brennen. Das für die Dioxin-Entstehung notwendige Chlor könnte durch normales Kochsalz ins Frittierfett gelangen. Die Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft empfiehlt, bei 160 bis 175 Grad zu frittieren.

Auch bei chemischen Produktionsverfahren mit Chlor können die Stoffe entstehen, außerdem bei Waldbränden oder Vulkanausbrüchen.

Die einmal in die Umwelt gelangten Gifte bauen sich nur sehr langsam ab und reichern sich deshalb auch im Gewebe von Tieren und Menschen an. 90 bis 95 Prozent der Belastung kommt über die Nahrung in den Körper - vor allem durch den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten.    


Nachweis von Dioxinen

Da Dioxine auch in belasteten Lebensmitteln nur in winzigen Mengen vorhanden sind, ist der Nachweis der Gifte sehr aufwendig. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften lagern sich Dioxine vor allem in Fett ein. Im Labor wird daher zunächst das Fett aus den verdächtigten Eiern, Fleisch oder Futtermittel gelöst.

Danach wird die flüssige Probe durch verschiedene Filter geschickt. Zum Beispiel durch sogenannte Säulen-Chromatographen - hohle Röhren, die mit einem Gel gefüllt sind. Das Fett und andere Stoffe aus dem Lebensmittel, die bei der Untersuchung stören würden, bleiben aufgrund ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften in dem Gel hängen. Zurück bleibt eine winzige Probe, in der sich verschiedene Dioxin-Typen befinden.

Diese Probe wird anschließend in zwei Geräte gegeben: Mit dem einen werden die unterschiedlichen Dioxin-Typen getrennt, mit dem anderen wird geprüft, welche Dioxin-Mengen von welchem Typ in der Probe sind. Das ist besonders wichtig, weil die verschiedenen Dioxine unterschiedlich giftig sind.

Für die Untersuchung benötigt man größere Mengen des verdächtigen Lebensmittels. Für einen repräsentativen Dioxin-Nachweis in Eiern müssen beispielsweise mindestens 12 Eier aus einem Betrieb in die Probe fließen. Würde nur ein Ei pro Hof untersucht, könnte gerade dies zufällig sehr stark oder auch überhaupt nicht mit Dioxin belastet sein. Die Analyse dauert insgesamt meist fünf Tage.
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