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01.07.2019 | 16:45

Migräne Linderung - Was ist Migräne und wie kann sie vermieden werden?

Migräne ist das Schreckgespenst unter den Kopfschmerzerkrankungen, denn sie kann den Betroffenen echt Kopfschmerzen bereiten.

Migräne Linderung
(c) Eric Fahrner - fotolia.com
Migräne ist nicht heilbar, aber es gibt gute Möglichkeiten, die Häufigkeit von Migräneattacken zu reduzieren und die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Was ist Migräne überhaupt?

Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit einem sehr vielgestaltigen Krankheitsbild. Typischerweise tritt sie durch einen pulsierenden, halbseitigen Kopfschmerz in Erscheinung, der anfallartig einsetzt und periodisch wiederkehrt. Oft wird er von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit begleitet. Oft lautet dann die Diagnose für diese Symptome Migräne.

Migräne kehrt in unregelmäßigen Abständen wieder. Manche Betroffene erleiden nur ein- bis zwei Anfälle im Jahr, andere mehrmals im Monat oder fast täglich. Die Kopfschmerzen können so intensiv sein, dass Patienten ihrem gewohnten Tagesablauf nicht folgen können und Bettruhe nötig ist.

Eine Migräneattacke tritt in verschiedenen Phasen auf, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können.

- Die Vorbotenphase: Bei etwa jedem dritten Migränepatienten kündigt sich ein Anfall schon Stunden oder Tage vorher an. In der Vorbotenphase  treten vor allem psychische, neurologische und vegetative Symptome auf. Müdigkeit, Geräuschempfindlichkeit, häufiges Gähnen oder Störungen im Magen-Darm-Trakt können einen späteren Migräneanfall ankündigen. Viele Patienten verspüren in dieser Phase einen Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel, der aber nicht, wie oft irrtümlich angenommen, auslösend für den Migräneanfall wirkt.

- Die Auraphase: Bei etwa jedem Vierten Betroffenen geht dem Migräneanfall eine Aura voraus, die vor allem durch optische Wahrnehmungsstörungen gekennzeichnet ist. Die Patienten sehen Lichtblitze oder gezackte Linien, Wahnbilder oder erleiden Gesichtsfeldausfälle. Es können aber auch andere neurologische Ausfälle, wie Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen oder Sensibilitätsstörungen auftreten. In vereinzelten Fällen kann eine Aura auch ohne die nachfolgende Kopfschmerzphase auftreten.

- Die Kopfschmerzphase: Der Kopfschmerz tritt meist halbseitig vor allem im Bereich von Stirn, Schläfen und Augen auf. Die Intensität steigert sich bei körperlicher Aktivität, während sie bei Ruhe und in Dunkelheit abnehmen kann. Die Migränekopfschmerzen werden oft von Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, manchmal auch Geruchsempfindlichkeit begleitet. Die Kopfschmerzphase kann von einer Stunde bis zu drei Tagen andauern. In Sonderformen der Migräne entfällt die Kopfschmerzphase.

- Die Abklingphase: In der anschließenden Rückbildungsphase nehmen die Symptome bis zur vollständigen Erholung ab. Das kann ein paar Stunden, aber auch einige Tage dauern. Patienten berichten oft über ungewöhnliche Erschöpfungszustände und ein „Neben-sich-Stehen“. Auch das Sehvermögen kann vorübergehend eingeschränkt sein.

Die Ursachen von Migräne

Was genau im Körper bei einem Migräneanfall passiert, ist nicht völlig klar. Mehrere Hypothesen versuchen, die Entstehung von Migräne zu erklären. Verschiedene Neurotransmitter scheinen aber bei der Entstehung von Migräne eine wichtige Rolle zu spielen. Neurotransmitter sind Botenstoffe im Gehirn, mit deren Hilfe die Zellen miteinander kommunizieren. Genau betrachtet könnte eine Migräne aber das Ergebnis des Zusammenspiels aller Hypothesen sein.

Die Vaskuläre Hypothese

Bestimmte Blutgefäße im Kopf sind während einer Migräneattacke erweitert. Die Gefäßerweiterung wird durch einen Reflex ausgelöst. Dehnungs- und Schmerzrezeptoren in den Wänden dieser Gefäße aktivieren daraufhin den Trigeminusnerv, eine Gehirnnerv. Das löst letztendlich den Schmerz aus.

Gestützt wird diese Hypothese durch den Befund, das gefäßerweiternde Substanzen migräneartige Kopfschmerzen auslösen können. Gefäßverengende Substanzen, wie Triptane oder auch der Giftstoff des Mutterkornpilzes wirkend sich dagegen lindernd auf die Migränesymptome aus. Durch eine mechanische Kompression der Blutgefäße lassen sich Migränesymptome ebenfalls reduzieren.

Die vaskuläre Hypothese kann allerdings nicht die weiteren Begleitsymptome erklären und wird heute deshalb als alleinige Ursache von Migräne verworfen.

Die Übererregbarkeitshypothese

Bei manchen Migränepatienten findet im Bereich der Sehrinde eine übermäßige Aktivierung der Nervenzellen statt, der sich eine Phase der Nicht-Erregbarkeit anschließt. Die Übererregbarkeit weitet sich auch auf einen Ast des Trigeminus-Nerven aus, was für den Kopfschmerz verantwortlich sein soll. Es gibt auffällige Parallelen zwischen Migräne und Epilepsie. Beide Erkrankungen lassen sich gut durch diese Übererregbarkeitshypothese erklären.

Neurogene Entzündung

Während eines Migräneanfalls schüttet der Trigeminus-Nerv entzündungsfördernde Botenstoffe aus. Als Folge könne sich die Blutgefäße erweitern und durchlässig werden, wodurch sich Ödeme bilden können. Das kann den Migränekopfschmerz erklären.

Genetische Ursachen

Einige Formen der Migräne treten familiär gehäuft auf. Deshalb könnte auch eine genetische Veranlagung bei der Entstehung von Migräne eine Rolle spielen. Es konnten für bestimmte Migräneformen schon mehrere Gendefekte identifiziert werden, die für Migräne verantwortlich sein könnten.

Auslöser von Migräne

Es gibt verschiedene so genannte Triggerfaktoren, die eine Migräneattacke auslösen können. Die Triggerfaktoren können individuell sehr verschieden sein und man darf nicht davon ausgehen, dass immer derselbe Auslöser einen Migräneanfall nach sich zieht. Es kann auch sein, dass erst das Zusammentreffen von mehreren Faktoren einen Anfall auslöst.

Trotzdem oder gerade deswegen kann es hilfreich sein, ein Migräne Tagebuch zu führen, in dem der Tagesablauf genau dokumentiert wird. So lassen sich die Zusammenhänge zwischen den auslösenden Ereignissen und dem Auftreten von Migräne besser aufdecken. Ein Facharzt kann darin mit ziemlicher Sicherheit mögliche Triggerfaktoren identifizieren, falls Ihnen selbst die Zusammenhänge verborgen bleiben.

Häufige Triggerfaktoren sind

  • körperlicher oder emotionaler Stress
  • Hormonschwankungen
  • helles, flackerndes Licht
  • bestimmte Gerüche
  • Wetter und Klima
  • körperliche Anstrengung
  • bestimmte Nahrungsmittel und Alkohol
  • ungewohnter Schlafrhythmus

So kann man Migräne vorbeugen

Manche dieser Auslöser kann man gut kontrollieren oder meiden und hält so ein wirksames Mittel zur Vorbeugung von Migräneanfällen in der Hand.

Ein geregelter Tagesablauf mit regelmäßigen Essens- und Ruhezeiten an wirklich sieben Tagen pro Woche hilft, Migräne vorzubeugen.

Auch Ausdauersport wie Rad fahren, Laufen oder Schwimmen ist ein probates Mittel zur Vorbeugung. Schon 20 bis 30 Minuten zwei bis drei Mal pro Woche genügen. Dabei muss man allerdings darauf achten, den Körper nicht zu überlasten, da körperliche Anstrengung ein Triggerfaktor ist.

Manche Inhaltsstoffe von bestimmten Lebensmitteln und alkoholischen Getränken können eine Migräneattacke auslösen. Besonders Rotwein, Käse, Schokolade, Zitrusfrüchte oder Glutamat stehen im Verdacht, Migräneattacken zu begünstigen. Deswegen sollten Migränepatienten diese Lebensmittel meiden. Manchmal, etwa bei Käse oder Schokolade, ist es nicht einfach zwischen Triggerfaktoren und Vorboten eines Migräneanfalls zu unterschieden.

Auch verschiedene Wirkstoffe, die bei anderen Krankheitsbildern helfen, können zur Vorbeugung von Migräne eingenommen werden.

  • Antidepressiva gegen Depressionen
  • Betablocker und Kalziumantagonisten, die eigentlich Blutdruck senkende Medikamente sind.
  • Antiepileptika, die sonst gegen Epilepsie verabreicht werden.

Nicht zuletzt können Entspannungsübungen und die physikalische Behandlung von Verspannungen im Nacken sich ebenfalls positiv auswirken, vor allem wenn Stress der hauptsächliche Auslöser der Migräne ist. (Pd)

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