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26.10.2016 | 15:15

Wann müssen Kinder ins Bett?

Die Diskussion, wann das Kind ins Bett gehen soll, kennen wohl viele Eltern. Erwachsene fühlen sich im Durchschnitt nach sieben bis acht Stunden Schlaf erholt. Doch wann muss ein Kind ins Bett gehen, damit es am nächsten Morgen ausgeschlafen ist?

Wie viel Schlaf braucht ein Kind?
Wie viel Stunden Schlaf ein Kind tatsächlich braucht, um ausgeschlafen zu sein, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. (c) proplanta
Schlaf ist ein Grundbedürfnis – ohne ihn gerät unser Stoffwechsel völlig durcheinander. Wie wichtig der Schlaf für uns ist, merken wir bereits nach einer schlaflosen Nacht: Wir fühlen uns müde, erschöpft, gereizt und können uns nicht mehr auf wichtige Dinge konzentrieren.

Schlafmangel: Symptome bei Kinder

Eine Untersuchung aus Israel zeigt, dass bereits eine Stunde Schlafentzug erheblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Kindern hat. Die Forscher stellten fest, dass nicht nur die Kreativität der ermüdeten Kinder abnahm. Die Kinder verhielten sich unruhiger als sonst und zeigten Verhaltensauffälligkeiten wie Nervosität und Ängstlichkeit. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kann sich chronischer Schlafmangel sogar negativ auf das Wachstum und die Entwicklung des Kindes auswirken.

In einer weiteren Untersuchung aus Neuseeland wurde festgestellt, dass Kinder, die wenig schlafen, stärker zu Übergewicht neigen. Zudem können auch Infekte Folge von zu wenig Schlaf sein. Durch den Schlafentzug kann unser Immunsystem nicht mehr richtig arbeiten und ist geschwächt, warnen Mediziner.

Wie viel Schlaf brauchen wir?

Schlafexperten der „National Sleep Foundation" sind der optimalen Schlafdauer auf den Grund gegangen. Das Ergebnis: Neugeborene und Babys bis zu drei Monaten brauchen mit 14 bis 18 Stunden den meisten Schlaf. Drei- bis fünfjährige benötigen durchschnittlich zehn bis 13 Stunden Schlaf. Für Schulkinder zwischen sechs und 13 Jahren gelten neun bis elf Stunden als optimale Schlafdauer. Erwachsene kommen durchschnittlich mit sieben bis neun Stunden Schlaf gut zurecht.

Wann müssen Kinder ins Bett?

Eine Grundschullehrerin an der Wilson Elementary School im US-Bundesstaat Wisconsin ging im September 2015 der Frage nach, wann Kinder ins Bett gehen sollten. Im Namen ihrer Schule postete sie dazu eine Tabelle auf Facebook, die so aussah:

Schlafenszeit-Tabelle für Kinder:

Empfohlene Schlafenszeiten einer US-Grundschule als Leitfaden für Eltern:

 Alter des

 Kindes

  Aufstehzeit:

  6:00 

 Schlafenszeiten

 

 6:15

 

 6:30

 

 6:45

 

7 :00

 

 7:15

 

 7:30 Uhr

 5

 18:45

 19:00

 19:15

 19:30

 19:30

 20:00

 20:15

 6

 19:00

 19:15

 19:30

 19:30

 20:00

 20:15

 20:30

 7

 19:15

 19:15

 19:30

 20:00

 20:15

 20:30

 20:45

 8

 19:30

 19:30

 20:00

 20:15

 20:30

 20:45

 21:00

 9

 19:30

 20:00

 20:15

 20:30

 20:45

 21:00

 21:15

 10

 20:00

 20:15

 20:30

 20:45

 21:00

 21:15

 21:30

 11

 20:15

 20:30

 20:45

 21:00

 21:15

 21:30

 21:45

 12

 20:15

 20:30

 20:45

 21:00

 21:15

 21:30

 21:45


Obwohl sich die Empfehlungen für die Schlafenszeiten mit den Erkenntnissen von Kinderärzten und Schlafforschern decken, löste die Tabelle heftige Diskussionen unter Müttern und Vätern aus und verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Netz. Viele Eltern fanden die Angaben praktisch. Andere hingegen zweifelten an der Umsetzbarkeit solcher Vorschriften.

Forscher und Mediziner raten dazu, solche Tabellen nicht zu ernst zu nehmen. Diese Werte könnten schließlich immer nur einen groben Anhaltspunkt geben. Denn die Frage nach der optimalen Schlafenszeit und Schlafdauer ist nämlich von Mensch zu Mensch sehr verschieden.

Wie viel Schlaf braucht ein Kind?

Wie viel Stunden Schlaf ein Kind tatsächlich braucht, um ausgeschlafen zu sein, hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie Veranlagung und Gewohnheiten ab. Ein bis zwei Stunden Abweichung von den Durchschnittswerten sind laut BZgA aber nichts Ungewöhnliches und völlig normal. Bei Babys kann die Spanne oft noch größer sein. Eltern sollten auf jeden Fall versuchen, die Schlafenszeiten des Kindes an seinem tatsächlichen Schlafbedarf auszurichten. Wer nicht sicher ist, wie viel Schlaf sein Kind braucht, kann ein Schlafprotokoll zu Hilfe nehmen.

Schlafprotokoll kann helfen

In einem Schlafprotokoll notieren Eltern zwei bis drei Wochen lang wann und wie lange Ihr Kind schläft. Braucht das Kind weniger Schlaf als bisher angenommen, sollte die Schlafenszeit nach hinten verschoben werden. Braucht es hingegen mehr Schlaf, sollte die Zubettgehzeit entsprechend früher angesetzt werden. Bei Kleinkindern kann es beispielsweise auch helfen, den Mittagsschlaf zu kürzen oder ganz wegzulassen. Wichtig: Das Kind am Wochenende ausschlafen lassen und am Vorabend nicht ins Bett schicken. Nur so lässt sich feststellen, welcher Schlaftyp Ihr Kind ist.

Schlaftyp ermitteln und Schlafbedarf berechnen

Um Schlafprobleme erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist es wichtig, dass Eltern wissen, welcher Schlaftyp ihr Kind ist. Schlafforscher unterscheiden im Wesentlichen zwischen zwei Schlaftypen: den sogenannten "Lerchen" und den „Eulen“. Die "Lerchen" stehen morgens gerne früh auf und fühlen sich sofort topfit. Dafür werden sie abends relativ schnell müde. "Eulen" schlafen morgens gerne lang, sind aber abends kaum ins Bett zu bekommen.

Weiß man um den Schlafbedarf des Kindes Bescheid lässt sich daraus die Schlafenszeit ermitteln. Die optimale Schlafenszeit errechnet sich aus der Aufstehzeit minus dem persönlichen Schlafbedarf des Kindes. Das heißt, wenn ein Kind regelmäßig morgens um 6.30 Uhr aufwacht und ungefähr zehn Stunden Schlaf braucht, sollte es spätestens um 20.30 Uhr im Bett sein.

Schlaf-Tipps für Kinder

Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind vor dem zu Bettgehen zur Ruhe kommt. Einschlafrituale sind beispielsweise ein gutes Mittel, um die Nachtruhe einzuläuten, denn Sie helfen den Kindern, sich zu entspannen. Handy, Computer oder Fernseher sollten laut Experten auf jeden Fall tabu sein. Denn die vielen hellen Bilder und das Licht suggerieren dem Gehirn, dass es Tag ist. Ein guter Tipp: Um schneller einzuschlafen, kann es helfen, ein Buch zu lesen. Viele Kinder werden beim Lesen müde und schlafen dadurch schneller ein, raten Experten. (proplanta)
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