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13.03.2021 | 10:12

Bestäubung von Pflanzen durch Bienenvölker

Immer mehr Landwirte, aber auch Privatpersonen, entscheiden sich dazu, Bienenvölker auf ihrem Grundstück aufzunehmen.

Imkerei
Weltweit ist die Natur auf die Bestäubung durch Bienenvölker angewiesen - so funktioniert die Befruchtung. (c) proplanta
Die Imkerei ist dabei mehr als nur ein Hobby, sondern etwas, was der Natur großen Nutzen bringt. Bienen sorgen für Bestäubung und Befruchtung von allerlei Wildpflanzen – ohne die Bestäubung der Biene würden deshalb zahlreiche heimische Pflanzen aussterben.

Das Herzstück eines jeden Bienenvolkes ist die Bienenkönigin. Sie legt die Eier und steuert durch die von ihr ausgeschütteten Pheromone das Verhalten des gesamten Bienenstaates. Die Entscheidung für ein eigenes Bienenvolk steht und fällt also mit der Wahl der perfekten Bienenkönigin.

Wie funktioniert die Bestäubung?

Eine Vielzahl aller Blühpflanzen besteht aus einer männlichen und einer weiblichen Anlage. Dabei bildet der männliche Teil Pollensäcke, die Pollen freigeben. Der weibliche Teil wiederum dient als Annahmestelle für Pollen anderer Blüten derselben Gattung. Auf der Suche nach nahrhaftem Blütennektar für das Heranziehen der Jungbienen sind es vor allem kräftig gefärbte Blüten, die Bienen anziehen. Während Bienen an einer Blüte Nektar saugen, bleiben an ihren Beinen Pollen hängen – das sogenannte Pollenhöschen entsteht. Bei der Landung auf einer anderen Blüte kommen einzelne Pollen mit dem Blütenstempel in Kontakt. Über diesen gelangt der befruchtende Pollen in die Samenanlage der Blume – neue Samen entstehen.

Unverzichtbar – Nutzen für uns und die Tiere

Der Großteil aller Pflanzen ist auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ohne deren Hilfe würden also sehr viele Pflanzenarten aussterben. Entstehen durch die Bestäubung Pflanzen, wird die Nachkommenschaft gesichert. Diese Pflanzen wiederum sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen vor allem ihre Aufgabe im jeweiligen Ökosystem. Denn sie dienen als Nahrung für Insekten, Bienen und viele andere Tiere – sogar für den Menschen. Eine Welt ohne Bienen würde eine Welt bedeuten, in der ein Großteil aller Tierarten und am Ende sogar der Mensch aussterben würden.

Landwirte können die natürliche Bestäubung der Biene sogar im wirtschaftlichen Sinne nutzen. Einerseits kann man den von den Bienen gesammelten Nektar zu Honig weiterverarbeiten und diesen verkaufen. Andererseits kann ein Bienenvolk in der Nähe der eigenen Felder den Ernteertrag spürbar steigern. Vor allem bei Nutzpflanzen wie Kirsch- oder Apfelbaum verbessert sich durch die emsige Bestäubung meist sogar die Qualität der Ernte. Sicherstellen kann der Landwirt dies am besten mit der Anschaffung eines eigenen Bienenvolkes.

Nicht alle sind gleich

Steht die Entscheidung fest, dass ein Bienenvolk auf dem Hof oder in dessen Nähe einzieht, stellt sich die Frage nach der Bienenart. Je besser man diese wählt, desto größer ist auch der Effekt. Obwohl es viele verschiedene Bienenarten gibt, unterscheidet man grundlegend zwischen Honig- und Wildbienen.

Honigbienen

Es sind die Honigbienen, die den größten Nutzen für die Natur haben. Da sie in einem großen Volk im Bienenstock wohnen, sind sie darauf angewiesen, so viel Nektar wie möglich zu sammeln. Deshalb sind die Arbeiterbienen so fleißig. Besonders beliebt sind dabei Bienenköniginnen der Buckfast und Carnica Bienen. Beide Völker erweisen sich als äußerst friedliebend und krankheitsresistent – beste Voraussetzungen also für die Haltung nahe am Hof oder in dicht besiedelten Gebieten. Zudem schwärmen sie nur wenig und erfreuen Halter durch eine hohe Honigleistung.

Wildbienen

Wildbienen sind kleiner als Honigbienen und leben meist als Einsiedler. Da ihre Nachkommen im Kokon heranreifen und darin auch Winterruhe halten, ist ihr Bedarf an frischem Nektar geringer. Für eine Stockhaltung eignen sich diese Bienen nicht. Dennoch tragen sie zum Befruchtungsgeschehen in der Natur bei.

Können alle Pflanzen bestäubt werden?   Wie weiter oben bereits erwähnt, sorgen Bienen für die Bestäubung zahlreicher Pflanzen – tatsächlich sprechen wir hier von ganzen 80%. Nur wenige Pflanzen können sich selbst bestäuben und daher auf Bienen verzichten. Andere Pflanzen wirken auf Bienen einfach weniger attraktiv, darunter Zuchtrosen oder Geranien. Oft können andere Insekten wie Schmetterlinge, in exotischen Ländern auch Kolibris, die Bestäubung übernehmen. Doch ohne Bienen und damit ohne einen Großteil aller Pflanzen würde auch für die anderen Bestäuber Nahrung wegbrechen – ein Teufelskreis, der auch den Bestand anderer Bestäuber reduzieren würden. Wer Bienenvölker, Buckfast und Carnica Bienen hält, trägt also einen großen Teil zur Gesundheit der heimischen Natur bei. (Pd)
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