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04.09.2021 | 18:35

Fortbildung zum Landwirtschaftsmeister/in - Kosten, Ablauf und Dauer

Wer sich für eine Fortbildung in der Landwirtschaft interessiert, steht recht schnell der Möglichkeit gegenüber, die Meisterprüfung zum Landwirtschaftsmeister abzulegen.

Fortbildung zum Landwirtschaftsmeister/in
(c) proplanta
 Dies würde eine höhere Qualifikation nach sich ziehen und damit zu einer besseren und vor allem finanziell vorteilhafteren Anstellung führen. Aber was macht ein Landwirtschaftsmeister? Wie läuft die Fortbildung ab und wie lange dauert sie? Welche Kosten kommen dabei auf den Bildungsnehmer zu? Ein Überblick:

Aufgaben und Verantwortungsbereiche eines Landwirtschaftsmeisters

Ein Landwirtschaftsmeister ist für die Führung eines landwirtschaftlichen Betriebs ausgebildet und somit sowohl für fachliche als auch wirtschaftliche Aufgaben innerhalb dieses Betriebs verantwortlich – egal, ob es sich dabei um einen Betrieb zur Erzeugung von tierischen oder pflanzlichen Produkten oder um einen Mischbetrieb handelt. Landwirtschaftsmeister sind dafür zuständig, die Produktion in einer Weise zu leiten, als dass die Erzeugnisse eine der Nachfrage entsprechenden Qualität aufweisen. Außerdem fallen dem Landwirtschaftsmeister die Aufgaben der Vermarktung der Erzeugnisse ebenso wie die Ausbildung und Führung der Mitarbeiter zu. Zusammenfassend ist der Beruf als Landwirtschaftsmeister mit in der Branche kaum zu übertreffender Führungsverantwortung und mit diversem Know-How aus allen Bereichen von Produktion bis Marketing verbunden.

Warum Landwirtschaftsmeister werden?

Wer bereits einen Abschluss in der Landwirtschaft vorweisen kann, beispielsweise eine Ausbildung zum Landwirt, Pferdewirt, Tierwirt, Forstwirt oder ähnlichem, sucht nach einer Weile eventuell nach neuen Herausforderungen. Oder derjenige kennt diese bereits und würde sich ihnen gerne annehmen, ist aber zu gering qualifiziert, um die Übernahme einer Führungsposition zu übernehmen. Als Landwirtschaftsmeister können solche Hürden überwunden werden – die Qualifikation beweist, dass sämtliche Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten zur Führung eines Landwirtschaftsbetriebs vorhanden sind.

Am Ende bedeutet eine höhere Qualifikation und die damit verbundene höhere Verantwortung im Beruf fast immer eine bessere finanzielle Entlohnung. Auch das für viele ein Antrieb, ebenso wie die Tatsache, wichtige Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln, in der man sich mit dem eigenen Betrieb eventuell einmal selbstständig machen möchte. Wieder andere sehen in der Meisterprüfung das Tor zum Studium an einer Fachhochschule für einen noch höheren Bildungsabschluss und die damit einhergehende Möglichkeit der Arbeit in großen industriellen Primärerzeugern oder bei den Sekundären bzw. bei verarbeitenden Betrieben.

Kosten: Die Frage der Finanzierung

Gleich vorweg: Die Fortbildung zum Landwirtschaftsmeister muss finanziell nicht komplett alleine getragen werden. Im Regelfall ist es möglich über bundeseinheitliche Programme, wie z.B. den Vermittlungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit (AVGS), die Fort- und Weiterbildungsmaßnahme zu großen Teilen finanziert zu bekommen. Dies betrifft vor allem die Kosten der eigentlichen Bildungsmaßnahme wie beim AVGS. Die meisten würden sich sehr schwer tun, die Kosten von oft mehreren Tausend Euro selbst zu tragen. Hinzu kommen Gebühren für die Prüfung in Höhe von knapp über 1000 € je nach Bundesland sowie Kosten für den Lebensunterhalt, der auf Grund des zeitlichen Aufwands normalerweise nur noch schwer über den normalen Job zu finanzieren ist – erst recht, wenn auch noch eine Familie unterhalten werden möchte.

Wie läuft die Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister ab – und wie lange dauert sie?

Die Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister teilt sich mit der Ausbildung (z.B. zum Landwirt) das Prinzip der Dualität: Die Ausbildung erfolgt in einem Betrieb und in einer Schule, alle paar Wochen oder Tage abwechselnd und normalerweise in Vollzeit. Seit einigen Jahren ist in vielen Ländern aber auch der Abschluss über eine Teilzeitfachschule möglich. In der Regel dauert die Weiterbildung 2 Jahre, kann je nach Bedarf aber auch verkürzt oder verlängert werden. Auch bei einer Teilzeitschule verlängert sich die Dauer entsprechend. Wichtig ist vor allem, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, bevor man sich überhaupt zur Meisterprüfung anmelden kann:

- Es muss ein Abschluss in einem relevanten landwirtschaftlichen Beruf bestehen (Gärtner, Tierwirt, Landwirt, Forstwirt, …)

- Zwischen Ausbildungsende und Meisterprüfung müssen zwei Jahre Praxistätigkeit liegen (je nach Bundesland und voriger Ausbildung können auch längere Zeitspannen verlangt sein)

- Insgesamt muss die Berufserfahrung in der Landwirtschaft 5 Jahre oder mehr betragen

Diese Voraussetzungen sind bis spätestens zur letzten Teilprüfung der Fortbildung zum Landwirtschaftsmeister zu erfüllen. Diese Teilprüfungen ergeben sich aus den drei Bereichen der Meisterprüfung:

  1. Verfahrenstechnik
    1. Praktische Arbeit im Rahmen einer Tier- oder Pflanzenproduktion über eine Zeitspanne von bis zu einem Jahr, 60 Minuten Prüfungsgespräch
    2. Schriftliche Prüfung in einem Bereich abseits der praktischen Arbeit
    3. Unternehmensführung
      1. Schriftliche Arbeit, zu verfassen über eine Zeitspanne von 6 Monaten, 30 Minuten Prüfungsgespräch
      2. Beurteilung eines Fremdbetriebs mit 2 Stunden Vorbereitungszeit, 60 Minuten Prüfungsgespräch
      3. Mitarbeiterführung
        1. 60 Minuten Ausbildungssituation mit anschließendem Fachgespräch 30 Minuten
        2. Schriftliche Prüfung 150 Minuten
        3. Fallstudie zur Mitarbeiterführung mit 2 Stunden Vorbereitungszeit, 20 Minuten Prüfungsgespräch


Wie geht es nach der Fortbildung weiter? Perspektiven und Möglichkeiten

Wer die Fortbildung zum Landwirtschaftsmeister erfolgreich absolviert hat und sich fortan mit einem Meistertitel schmücken darf, dem eröffnen sich weiterhin ganz neue Perspektiven bzw. berufliche Angebote: Von der Versuchsleitung bis zur Betriebsführung ist hier alles möglich, wobei ein direkter Einstieg in die Betriebs- und Unternehmensführung in der Regel noch einige Jahre Praxiserfahrung erfordert. Konkrete Beispiele wären die Arbeit als Versuchstechniker zur Erprobung neuer wetterunabhängiger Kreuzungen, die Geländebetreuung eines militärischen Versuchsgeländes, die Tätigkeit als Ausbilder auf einem Biohof oder auch die Arbeit als Herdenmanager, Leiter in der Produktion, in der Qualitätssicherung oder auch der Schädlingsbekämpfung. Kurz: Plötzlich stehen einem alle möglichen Positionen mit Führungsverantwortung offen.

Neben der beruflichen Perspektive eröffnet ein Meistertitel auch eine akademische: Er berechtigt zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule, normalerweise in der entsprechenden Fachrichtung. Im konkreten Beispiel wäre also ein Studium der Agrarwissenschaft möglich oder in der Verfahrenstechnik, idealerweise mit Schwerpunkt Lebensmittelproduktion. Es gibt jedoch auch viele andere Möglichkeiten. Manche Hochschulen ermöglichen sogar das Studium einer fremden Fachrichtung. Ein solches Studium schließt mit einem Bachelor oder darauf aufbauend mit einem Master ab – zum Beispiel mit dem Master of Science als Agraringenieur. So wie auch die Fortbildung zum Landwirtschaftsmeister ermöglicht es den Einstieg in Berufe mit noch höherer Führungs- oder Fachverantwortung und zudem mit besserer Bezahlung. (Pd) 

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