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08.06.2021 | 17:00

Entwicklung der Dating-Kultur in Deutschland

Wirft man einen Blick in die Geschichte, so kann auch in Deutschland erst ab dem frühen 20. Jahrhundert überhaupt von Dating gesprochen werden.

Dating-Börsen
(c) Yuri Arcurs - fotolia.com
Vorab gab es Zusammenschlüssen, bei denen andere Aspekte im Vordergrund standen. Sich zu verlieben war nur gestattet, wenn der ausgewählte Partner eine Bereicherung für den eigenen Familienstand war. Vergleicht man dieses Modell mit der heutigen Zeit, scheint es kaum vorstellbar zu sein, sich nicht selbst für einen Partner entscheiden zu können. So ist heute durch die Digitalisierung die Partnersuche überall und jederzeit möglich. Innerhalb der letzten 100 Jahre hat Dating in Deutschland nicht nur einen Wendepunkt erlebt und damit seine eigene Geschichte geschrieben.

Der Anbruch des 20. Jahrhunderts

War es vor der Industrialisierung, der Einführung eines Bildungssystems und anderen Entwicklung kaum denkbar, selbst jemanden kennenzulernen, sollte dich das Blatt erstmals wenden. Schulen und andere Begegnungsstätten erlaubten es Frauen und Männern sich nicht, nicht unter dem Argusauge der Eltern einander zu sehen. Verabredungen konnten getroffen werden, ohne die Erziehungsberechtigten dabei zu involvieren. Gerade bei der älteren oder jugendlichen Generation entstand dadurch ein besonderes Gefühl der Freiheit und die ersten „nicht arrangierten Dates“ konnten entstehen. Vielleicht wäre es damals anders verlaufen, wenn es schon das Web und gibsmir,  gegeben hätte, wo nach den positiven Berichten anderer User neue Kontakte schnell gefunden werden können.

Dann kam der Zweite Weltkrieg

Während es in den vorhergegangenen Jahren darum ging, die neu gewonnene Freiheit des Datings auszukosten, durchlebte es zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs einen neuen Wandel. Paare, die vorher bloß Paare waren, begriffen den Ernst der Lage, sofern der Mann an die Front gezogen wurde. Eine Hochkonjunktur an Verlobungen erfolgte. Zeitgleich entstanden auch zu dieser Zeit die ersten Partnervermittlungen, die nicht mit denen der heutigen Zeit zu vergleichen sind. Agenturen konzentrierten sich darauf, Frauen mit Männern zu verbinden, die Single und im Krieg waren. Ganz klassisch wurden Briefe verschickt, wodurch sie sich austauschen konnten. Nicht selten kam es schon kurz nach der Rückkehr des Mannes dann zum ehelichen Bund. Man könnte also tatsächlich von den ersten analogen Partnervermittlungen sprechen, die zu dieser Zeit schon zahlreiche Paare zusammengeführt haben.

Die Nachkriegszeit

Die 50er Jahre sind bekannt für den Babyboom, der nach dem Krieg entstand. Nicht nur, sich zu den deutschen Singles noch andere Nationalitäten dazugesellten und die Zahl der Alleinstehenden immer größer wurde. Ging es zur Kriegszeit noch darum, sich so schnell wie möglich zu binden und den Bund fürs Leben einzugehen, sank dieser Trend in der darauffolgenden Zeit wieder. Männer und Frauen lebten ihre Sexualität und die Neugier auf andere Herkünfte aus.

Freie Liebe in den 60ern

Sieht man sich die Entwicklung der Dating-Kultur in Deutschland an, darf auch die Zeit der Hippie-Bewegung nicht fehlen. Die Emanzipation sorgte dafür, dass das stereotype Denken immer mehr in den Hintergrund rutschte. Nicht zuletzt die Einführung der Pille trug ihren Teil dazu bei, dass es zu dieser Zeit primär um den sexuellen Genuss ging. Menschen, die nicht so viele Geschlechtspartner wie nur irgend möglich hatten, wurden sogar als Spießer und Spaßbremse angesehen. Vergleicht man diese Zeit mit der Gegenwart, war dies der Zeitpunkt, an dem Casual-Dating erstmals auf dem Gipfel angekommen war. Diese Einstellung zog sich auch die nächste Dekade überwiegend durch das Dating-Verhalten der Singles, was nicht zuletzt auch zu dem Begriff der wilden 70er führte, die es auch in Deutschland in dieser Form gab.

Die Entwicklung der Subkulturen

Zum Ende des 20. Jahrhunderts geschah ein Wandel innerhalb der Gesellschaft, der auch auf das Dating auswirken sollte. Die Rede ist dabei von der Entstehung der einzelnen Subkulturen und ihrer festen Anhänger. Musikrichtungen definierten plötzlich den Lifestyle von Männern und Frauen, wodurch sich einzelne Gruppen zusammenfanden. Die feste Partnersuche war auch zu diesem Zeitpunkt eher zweitranging. Im Vordergrund stand es, sich seinen Platz in einer Clique zu sichern. Singles hatten somit nur eine begrenzte Auswahl an potenziellen Partnern und neigten eher dazu, sich gelegentlich für Spaß zu treffen. Affären und lockere Beziehungen waren daraus resultierend keine Seltenheit. Statt einer Beziehung wurde vielmehr nach einer Freundschaft Plus gesucht.

Die Technik des 21. Jahrhunderts

Mit dem Jahrtausendwechsel erlebten viele Lebensbereiche ein Upgrade. Digitalisierung ist eins der Schlüsselworte, wenn es um das Leben zur heutigen Zeit geht. Kein Wunder, dass auch das Dating nicht unberührt geblieben ist. Schon kurz vor dem Millennium verbreitete sich das Internet vereinzelnd in den Haushalten und die ersten virtuellen Singlebörsen feierten ihr Debüt.

Innerhalb zwei Dekaden hat sich die komplette Dating-Branche verändert. Klassische Arten wie die Suche im Freundeskreis sind zur Seltenheit geworden. Wer im 21. Jahrhundert Single ist, der meldet sich bei einer Singlebörse oder einer Partnervermittlung an. Durch die innovativen Entwicklungen stehen den Männern und Frauen zahlreiche Funktionen zur Verfügung. Das Kennenlernen findet zuerst am Bildschirm statt und erst dann im wahren Leben.

Dating hat innerhalb der letzten 100 Jahre unterschiedliche Stationen durchlaufen. Auffällig dabei ist jedoch, dass die einzelnen Abschnitte bekannt für verschiedene Formen des Datings sind. Gab es schon zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs Partnervermittlungen, war der Trend nach dem Krieg eher die Suche nach Casual-Dates. Mit dem Anbruch des digitalen Zeitalters und den damit entstandenen Möglichkeiten haben die Singles heute die Gelegenheit, jederzeit nach den verschiedenen Arten des Datings zu suchen. Sei es die feste Partnerschaft oder das unverbindliche Vergnügen. Das Internet hat Dates noch einmal komplett revolutioniert. (Pd)
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