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Maiszünsler | Maisschädlinge

Maiszünsler | Maisschädlinge | proplanta.de

Maiszünsler


Ostrina nubilalis

Schadbild

Das Schadbild des Maiszünslers äußert meist durch das Umknicken der Fahnen der Maispflanzen. Außerdem befinden sich auffällige Bohrlöcher am Stängel, aus denen Bohrmehl und Kot zwischen Juli und August ausgeworfen werden. In den Stängel befinden sich typische Fraßgänge der Larven. Ferner können Kolben, Spindel und Körner Fraßschäden aufweisen.

Biologie des Schädlings


Der Maiszünsler überwintert als Raupe in der Basis der Maisstängel. Etwa drei Wochen nach der Verpuppung (etwa Mitte Mai), schlüpfen die Falter. Die Masse der Falter erscheint ab Mitte Juli. Die Weibchen legen bis zu 50 Eier auf der Blattunterseite, in der Nähe der Mittelrippe, ab. Nach ein bis zwei Wochen schlüpfen die Raupen, die zunächst zur Rispe wandern und sich hauptsächlich dort von Pollen ernähren. Ab dem dritten Raupenstadium bohren sie sich in den Schaft der Rispe ein und dringen dann weiter in den Stängel nach unten vor. Teilweise verlassen sie dabei oberhalb eines Stängelknotens den Fraßgang, um ihren Weg dann unterhalb des Knotens wieder erneut fort zusetzten. Ab Herbst spinnen sich die ausgewachsenen Raupen an der Basis der Maispflanze zur Überwinterung ein.

Merkmale des Schädlings


Die Raupen sind etwa 25 - 30 mm lang, gelblich- oder rötlich-braun gefärbt und haben eine dunkle Rückenlinie sowie eine dunkle Kopfkapsel. Der Körper weist zahlreiche schwarze Warzen auf. Die Falter sind etwa 12 - 15 mm lang und gelblich-braun gefärbt. Die Vorderflügel haben eine Spannweite bis zu etwa 30 mm und sind mit gezackten Querbinden sowie Flecken gezeichnet.


Verbreitung

Vor allem in wärmeren Anbaugebieten Deutschlands (Baden) treten zum Teil starke Schäden durch den Maiszünsler im Körnermais- und Zuckermaisanbau auf.


Bedeutung

Das Auftreten des Maiszünslers beschränkte sich ursprünglich auf wärmere Regionen (Mittelmeerländer, Rheingraben). In den vergangenen Jahrzehnten hat der unscheinbare Falter immer mehr auch die klimatisch weniger begünstigten Gebiete erobert.

In Deutschland kommt der Maiszünsler in allen südlichen Bundesländern vor. Ein Vordringen nach Norddeutschland ist sehr wahrscheinlich. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) werden durch die Zünslerraupen weltweit jährlich 4 % der Maisernte vernichtet. Das entspricht dem Nahrungsbedarf von 60 Millionen Menschen. Bei starkem Befall muss hierzulande bei Körnermais mit einem Ertragsausfall von 30 dt/ha und mehr gerechnet werden.

Bekämpfung


Fruchtfolge und Pflugfurche können die Raupenzahl deutlich reduzieren, da schlüpfenden Falter am Verlassen des Bodens gehindert werden. Das Unterpflügen der Maisernterückstände vermindert zugleich nachhaltig das Fusarium-Toxinrisiko für die nachfolgende Frucht Weizen. Bei Überschreiten der Schadschwelle (4 - 8 Eier/100 Pflanzen), können die Raupen durch Einsatz
von Insektiziden (synthetische Pyrethroide wie Baythroid 50 (750 ml/ha)) oder auf Basis biologischer Verfahren (Einsatz von Schlupfwespen) bekämpft werden. Außerdem können resistente Bt-Maissorten in Gebieten mit hohem Befallsrisiko angebaut werden.

Maiszünsler - Fraßloch mit BohrmehlBild vergrößern
Fraßloch mit Bohrmehl unterhalb der Blattachsel
Maiszünsler - Raupe im StängelmarkBild vergrößern
Raupe im Stängelmark
Merkmale MaiszünslerBild vergrößern
Raupe mit dunkelbrauner Kopfkapsel
Maiszünsler - Raupe - NahaufnahmeBild vergrößern
Nahaufnahme der Raupe
Maiszünsler im reifen MaiskolbenBild vergrößern
Maiszünsler im reifen Maiskolben
Schadbild Maiszünsler - abgeknickte MaisfahneBild vergrößern
Typisches Schadbild: abgeknickte Fahne
Sekundärinfektion aufgrund MaiszünslerbefallBild vergrößern
Sekundärinfektion des Stängelmarks durch Pilze.


Weitere Infos


Bt-Mais in Deutschland – Erfahrungen mit dem Praxisanbau 1998 bis 2002 (PDF 132kb)
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