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26.07.2016 | 09:48 | Anbauflächen 2016 

Winterweizen-Anbau in Brandenburg auf Rekordniveau

Potsdam - Der Getreideanbau (ohne Körnermais) der Brandenburger Landwirte hat sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 6.400 Hektar auf 506.100 Hektar verringert.

Weizenanbau in Brandenburg 2016
(c) proplanta
Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wird auf fast 50 Prozent der insgesamt 1,014 Millionen Hektar großen Ackerfläche Brandenburgs Getreide angebaut.

Der Anbau von Roggen, Brandenburgs wichtigster Getreideart, ist gegenüber dem Vorjahr auf 177.400 Hektar zurückgegangen (–9.600 Hektar). Der Anbau von Winterweizen als zweitwichtigstem Getreide auf 169.200 Hektar (+2.900 Hektar) stellt in der Geschichte das Landes einen Rekord in Bezug auf die Anbaufläche dar. Der Wintergerstenanbau wurde in den letzten Jahren ausgedehnt. Wintergerste wurde auf 91.300 Hektar (+5.800 Hektar im Vergleich zu 2015) ausgedrillt. Eine größere Wintergerstenfläche gab es letztmalig 1995 mit 93.400 Hektar.

Mais wächst 2016 auf einer Fläche von 197.600 Hektar (2015: 198.900 Hektar). Damit hat Mais, die bis 2013 anbaustärkste Kultur, den Roggen flächenmäßig erneut übertroffen. Die verschiedenen Nutzungsformen von Mais werden auf 19 Prozent des Ackerlandes angebaut (1991: 13 Prozent).

Ölfrüchte sind auf 14 Prozent des Ackerlandes zu ernten. Bei diesen gab es gegenüber 2015 eine leichte Anbauausdehnung um 0,2 Prozent auf 146.300 Hektar (2015: 146.000 Hektar). Diese ist größtenteils auf die um 3.100 Hektar gestiegene Winterrapsfläche auf 133.400 Hektar zurückzuführen. Dagegen verringerte sich der Körnersonnenblumenanbau weiter um fast 11 Prozent auf 9.300 Hektar (2015: 10.400 Hektar). Noch weniger Sonnenblumen wurden nur 1991 angebaut.

Die bestimmenden Hülsenfrüchte Brandenburgs sind wie in den Vorjahren Süßlupinen mit 12.900 Hektar (2015: 14.300 Hektar) und Erbsen mit 8.100 Hektar (2015: 7.200 Hektar). Hülsenfrüchte wachsen auf 2 Prozent des Ackerlandes.

Hackfrüchte werden auf 17.600 Hektar angebaut (+6 Prozent zum Vorjahr). Zuckerrüben sind 2016 auf 7.900 Hektar (+10 Prozent) und Kartoffeln auf 9.500 Hektar (+4 Prozent) zu roden. Damit ist der Kartoffelanbau gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (2015: 9.200 Hektar).
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