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13.08.2021 | 09:17

Verschiedene Heizungsarten im Überblick

Möchten Sie ein Haus neu bauen oder einen Altbau renovieren, kommt irgendwann die Frage auf, für welches Heizungssystem Sie sich entscheiden.

Ölheizung
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(c) proplanta
Dabei handelt es sich letztendlich um eine Wahl, die Sie keinesfalls zu leichtfertig treffen sollten. Heizungen sind alles andere als günstig – einmal ausgewählt, werden Sie vermutlich viele Jahre mit Ihrer Entscheidung leben. Um also herauszufinden, welche Alternative die beste Lösung für Ihr Bauprojekt ist, sollten Sie sich Zeit nehmen, um sich umfassend zu informieren. Die verschiedenen Heizungsarten unterscheiden sich in ihrer Energiequelle und ihren jeweiligen Kosten. Im Folgenden möchten wir Ihnen daher einen ersten Überblick über verschiedene Alternativen geben.

Ölheizung

 Bei der Ölheizung wird – wie der Name es schon sagt – Wärme dadurch erzeugt, dass Heizöl verbrannt wird. Dieser flüssige Brennstoff kann in Tankanlagen gelagert werden. Neben Gasheizungen gehören Ölheizungen zu den Technologien, die am häufigsten im Einsatz sind – mehr als ein Viertel aller deutschen Wohnhäuser verwenden Ölheizungen. Dabei ist es allerdings so, dass viele Heizungen bereits 20 Jahre und älter sind. Diese alten Ölheizungen verbrauchen deutlich mehr Energie, als es wirtschaftlich wäre. Mit einem Austausch durch ein moderneres und effizienteres Heizungssystem kann daher langfristig viel Geld gespart werden. Neuwertige Öl-Brennwertkessel sind in der Lage, zusätzlich zur Verbrennungsenergie auch Energien aus dem Abgas zu nutzen. Dadurch werden bis zu 98 Prozent aller Energien genutzt, die im Brennstoff gespeichert sind. Sollen die Heizkosten zusätzlich gesenkt und das Klima geschont werden, bietet sich die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage an.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist eine besonders umweltfreundliche Alternative zu Brennstoffheizungen. Die veschiedenen Arten von Wärmepumpen haben eines gemeinsam: Sie nutzen thermische Energie, die in der Umgebung gespeichert ist, um Gebäude zu erwärmen. Die genutzte Wärme kann je nach Umgebung aus der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser gewonnen werden. Spezielle Abwasser-Wärmepumpen sind sogar in der Lage, Wärme aus dem Abwasser zu nutzen. Je nach Energiequelle variieren Wärmepumpen stark ihren Kosten. Insgesamt können Sie für die Anschaffung mit einer Summe zwischen 8.000 und 12.000 Euro rechnen. Diese müssen Sie jedoch in den meisten Fällen nicht allein aufbringen. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude fördern Luft-Wasser-Wärmepumpen mit bis zu 45 Prozent Investitionszuschuss.

Gasheizung

Gasheizungen sind besonders günstig und aufgrund ihrer kompakten Form unkompliziert auch dort einsetzbar, wo wenig Platz ist. Bei dieser Heizungsart wird die Wärme durch die Verbrennung von Gas erzeugt. Dieses Prinzip ist so effizient, dass moderne Gasheizungen Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent erreichen. Das Gas, was dafür verwendet wird, kommt entweder über einen Anschluss aus der Straße oder über einen Gastank aus dem eigenen Garten. Auch Gasheizungen lassen sich mit Solarthermie-Anlagen kombinieren. Auf diese Weise wird ein großer Teil des Energiebedarfs durch die Sonnenwärme gedeckt. Reicht die Solarenergie nicht mehr aus, wird erst das Gas angezapft. Gasheizungen können außerdem entweder mit Erdgas, Flüssiggas oder Biogas betrieben werden. Im Gegensatz zum Erdgas handelt es sich beim Biogas um einen erneuerbaren Rohstoff. In speziellen Biogasanlagen werden dafür Pflanzen oder Lebensmittelreste vergoren. Im Gegensatz zu anderen Heizungssystemen ist die Gasheizung relativ günstig in der Anschaffung. Wird sie jedoch nicht mit Bio-Gas betrieben, ist die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen als eher kritisch anzusehen.

Solarthermie

Die Sonne ist immer noch die größte verfügbare Energiequelle, auf die wir auf der Erde Zugriff haben. Eine Solarthermieanlage wandelt die Sonnenenergie in Wärme um. Da das Sonnenlicht nicht immer gleich stark verfügbar ist – im Winter weniger als im Sommer – wird sie in der Regel mit anderen Heizungsarten kombiniert. Photovoltaik-Anlagen können außerdem Strom aus dem kostenlosen Sonnenlicht gewinnen. Solaranlagen sind allerdings nicht billig. Eine Anlage, die zur Unterstützung einer Heizanlage eingebaut wird, kann mit Kosten von bis zu 14.000 Euro zu Buche schlagen. Glücklicherweise wird allerdings auch diese Art der Heizung staatlich gefördert.

Fazit: Welche Anlage ist die beste?

Neben den vier beschriebenen Heizungssystemen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, das Haus im Winter warm zu halten. Das geschieht zum Beispiel durch Brennstoffzellen, Holz oder Elektroheizungen. Welche Heizanlage am besten zu Ihnen passt, ist letztendlich jedoch eine recht individuelle Entscheidung. Es kommt dabei auf die Energieeffizienz des Gebäudes, die Lage, Wohnfläche und den individuellen Bedarf an. Auch die Frage, wie wichtig Ihnen die Nachhaltigkeit ist, spielt eine Rolle. Grundsätzlich ist es immer eine gute Idee, sich umfassend von einem Fachpartner Ihres Vertrauens beraten zu lassen. Gemeinsam finden Sie die Anlage, die Ihren speziellen Bedürfnissen gerecht wird. (PD)
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