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14.08.2015 | 09:38 | Saatbettbereitung 

Pflanzenschutz durch Stoppelbearbeitung

Hannover - Mähdrescher sind Hochleistungsmaschinen, aber sie sind nicht perfekt. Trotz immer besserer Technik bleiben Körner auf dem Acker zurück, die der Mähdrescher nicht ernten konnte.

Stoppelbearbeitung
(c) proplanta
Direkt nach der Ernte bearbeiten die Landwirte deshalb ihre Äcker flach mit einem Grubber oder einer Scheibenegge, um die ausgefallenen Körner und Unkrautsamen möglichst rasch und vollständig zum Auflaufen zu bringen, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

Die Felder, auf denen wenige Tage zuvor noch das reife Getreide stand, schimmern dadurch schnell wieder grün. Die Bodenbearbeitung ist zudem eine mechanische Unkrautbekämpfung, die den Pflanzenschutzmittelaufwand verringert. Gleichzeitig werde das auf dem Acker verbliebene gehäckselte Stroh, die Stoppeln und die Wurzeln eingearbeitet und mit Erde vermischt, damit alles besser verrottet.

Gerade in der trockenen Sommerhitze gilt ein weiterer wichtiger Effekt: Durch das Auflockern der oberen Bodenschicht wird die Kapillarität und damit die Verdunstung unterbrochen und somit wertvolles Wasser im Boden gehalten. Nach der ersten Stoppelbearbeitung folgt mitunter ein zweiter, etwas tieferer Arbeitsgang, bei dem eventuell ausgebrachter Mist, Gärreste oder Gülle eingearbeitet werden, bevor die Folgefrucht ausgesät wird. Diese gründliche Bodenbearbeitung ist aktiver Pflanzenschutz, denn sie reduziert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der nächsten Kultur.

Neben Unkräutern und Pilzen können Mäuse die Nutzpflanzen auf den Äckern erheblich schädigen. Besonders Getreide, Raps und Gräser bieten ihnen gute Lebensbedingungen. Während die Nagerpopulation im Frühjahr mittels Fraßködern gemindert wird, besteht nun die Möglichkeit der mechanischen Bekämpfung mit dem Pflug oder dem Grubber. Zudem werden durch das Aufstellen von Sitzstangen Greifvögeln Ansitzplätze angeboten, damit diese die Mäuse leichter und besser fangen können. (LPD)
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