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05.12.2018 | 08:44 | Öffentlichkeitsarbeit 
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Stuttgart-Möhringen: Bauernverband lädt zum 1. Bürgerdialog

Berlin - In einem über zwei Stunden dauernden Bürgerdialog diskutierten Landwirte mit etwa 150 Bürgerinnen und Bürgern über Themen rund um die Landwirtschaft. Unter dem Motto „Bürger fragen, Bauern antworten. Welche Landwirtschaft wollen wir?“ konnte das Stuttgarter Publikum alle Fragen stellen.

Landwirte im Dialog
Bauernverband: Erfolgreicher Bürgerdialog in Stuttgart. (c) proplanta
Es gab keine Tabus: Von Insektensterben über Pflanzenschutz, Tierwohl bis hin zu den EU-Hilfen für Landwirte wurde alles von den Bürgerinnen und Bürgern angesprochen. Miriam Hecht, die von einem Hof mit Sauenhaltung kommt, erklärte ausführlich die Möglichkeiten bei der umstrittenen Ferkelkastration.

Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied betonte wiederholt, dass der geregelte Ausstieg aus der betäubungslosen Kastration ausdrücklich gewünscht sei, notwendig seien aber auch praxistaugliche Lösungen für alle Betriebe. Außerdem beschrieb Rukwied die Mechanismen des Marktes für den Handel von landwirtschaftlichen Produkten, die auch für die Landwirtschaft gelten und die Notwendigkeit von Beihilfen für die europäischen Bauern.

In diesem Zusammenhang machte Rukwied deutlich, dass Bauern über 2.000 Auflagen einhalten müssten, auch Agrarumweltmaßnahmen, um die EU-Direktzahlungen zu erhalten. Wie der Milchpreis zustande kommt und wie sich die Tierhaltung entwickelt hat, berichtete Denis Schwaderer, der einen Betrieb mit 70 Milchkühen leitet, aus eigener Erfahrung.

Gemeinsam mit dem Landesbauernverband in Baden-Württemberg hatte der Deutsche Bauernverband (DBV) am Montagabend zu diesem ersten Bürgerdialog ins Bürgerhaus Stuttgart-Möhringen eingeladen.
dbv
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Kommentare 
maximilian schrieb am 21.02.2019 17:49 Uhrzustimmen(7) widersprechen(9)
Die Landwirtschaft ist auch so ziemlich der einzige Wirtschaftszeig, der mit unseren Mitgeschöpfen umgeht. Die Produktion von Tieren.
In der konventionellen Landwirtschaft werden die Tiere für den Profit misshandelt. Betäubungsloses, rechtsmissbräuchliches Schwanzkupieren bei Lämmern und Ferkeln, Ausbrennen der Hornknospen bei Kälbern, Aufstallung von Mastschweinen in monotonen Einbuchtenställen ohne Beschäftigungsmaterial mit hartem Betonspaltenboden über der eigenen Gülle.
johann96 schrieb am 05.12.2018 15:31 Uhrzustimmen(17) widersprechen(12)
Hat schon einmal ein anderer Wirtschaftszweig gefragt, welche Art der Produktion wir uns wünschen ? Mir völlig unbekannt. Nur wir Bauern machen das und bieten noch Podium für dumme Nachreden. Wir brauchen uns nicht rechtfertigen. Wir müssen werben für uns . Und nicht dummen Redereien hinterherlaufen
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