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24.11.2014 | 11:16 | Treibhausgas-Emissionen vermeiden 

DBV: Klimaschutz-Aktionsplan vergisst Bioenergie

Berlin - Der Deutsche Bauernverband fordert eine stärkere Einbeziehung der Bioenergie, um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen.

Bioenergie im Klimaschutz-Aktionsplan vergessen?
(c) proplanta
Es verwundere, dass ein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgesehener Aktionsplan diese Chancen nicht aufgreife, sagte der Generalsekretär des Verbands, Bernhard Krüsken.

Durch Bioenergie für Strom, Wärme und Kraftstoffe seien jährlich 66 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden. «Dies entspricht fast der Menge, die jährlich durch die Landwirtschaft freigesetzt wird.» Bis 2020 gebe es weiteres Potenzial von fünf bis zehn Millionen Tonnen.

Hendricks will den Aktionsplan an diesem Mittwoch ins Kabinett bringen. Damit soll das Ziel von 40 Prozent weniger Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 noch geschafft werden. Bisher läuft es auf 33 bis 35 Prozent hinaus. Geplant sind unter anderem Anreize für Gebäudesanierung und Elektrofahrzeuge. Zu Bioenergie gehört etwa die Energiegewinnung aus Raps, Mais oder Reststoffen wie Gülle. (dpa)
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Kommentare 
Apparatschik schrieb am 24.11.2014 13:00 Uhrzustimmen(115) widersprechen(93)
Der DBV hat es immer noch nicht begriffen und bleibt damit mit hauptverantwortlich für den Irrweg Energiegewinnung aus extra dafür angebauter Biomasse. Die Energiebilanz ist ohne Wärmekonzept negativ, wie viel von den 66Mio t CO2 werden vorher fossil reingesteckt, Flächenkonkurrenz zur normalen lebensmittelproduzierenden LW, zig hundert tausend ha sind weiterhin in Übersee für unsere Futtermittel notwendig anstatt auf den jetzigen E-Flächen eine heimische Produktion aufzubauen, überall zunehmende Grundwasserprobleme, weitere Lebensraumverluste für ein Vielzahl von Tieren und Wildpflanzen, Landschaft usw. Unverantwortlich sind diese nur benutzten Phrasen, dass durch die intensive Energieagrarindustrie ein erwähnenswerter Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Den Verantwortlichen und Nutznießern in D des geht es schlicht ums Geschäft. Die sollten sich lieber zurücknehmen und schämen für das was sie bisher schon in der Natur, Landschaft und LW durch den E-Wendewahn angerichtet haben.
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