Vorsprung durch Wissen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
10.07.2018 | 15:59 | Biosphärenreservat 

Flusslandschaften der Elbe durch Wassermangel bedroht

Coswig - Der niedrige Wasserstand der Elbe führt aus Sicht des Umweltverbandes BUND zu Problemen im Biosphärenreservat Mittelelbe und dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich.

Flusslandschaft
BUND: Wassermangel bedroht Flusslandschaften an der Elbe. (c) proplanta
«Die Auen und das Gartenreich sind staubtrocken, die Wiesen zunehmend braun», sagte Iris Brunar vom BUND-Elbeprojekt am Montag. Wasser aus dem Fluss erreiche immer seltener die Auenlandschaft - auch bei höheren Wasserständen.

Grund dafür sei auch das Bemühen, die Elbe als ganzjährig befahrbare Wasserstraße zu erhalten. Brunar zufolge wird der Fluss dazu unnatürlich eingeengt, durch Erosion kommt es zu einer Vertiefung der Fahrrinne. Die Aue erreiche das Wasser aber kaum noch.

Langfristig sind laut BUND deshalb das Biosphärenreservat und das Gartenreich gefährdet. Um auf die Situation aufmerksam zu machen, fuhren die Umweltschützer am Montag mit mehreren Schlauchbooten bei extremem Niedrigwasser von Coswig in Richtung Roßlau.

An Bord waren unter anderem Politiker und Wissenschaftler. Naturnahe Flusslandschaften seien auch für den Menschen wichtig, da sie den Wasserhaushalt regulierten, sagte Alexandra Dehnhardt von der Technischen Universität Berlin. «Diese Aufgabe wird im Zuge der Klimakrise erheblich an Bedeutung zunehmen.» Die aktuelle Trockenheit ist nach Angaben von Dehnhardt ein Vorbote des Wandels.
dpa/sa
Kommentieren Kommentare lesen ( 1 )
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


Kommentare 
cource schrieb am 11.07.2018 11:57 Uhrzustimmen(13) widersprechen(45)
die trockenlegung der deutschen urstromtäler/niederungen/auen/moore/erlenbrüche/feuchtgrünland usw.usf. und die umwandlung in ackerland/pappelforsten wird jetzt durch das osteuropäische steppenklima zurecht von der mutter natur bestraft---die totsünde der bauern, die zur verfügung stehende niederschlagsmenge sofort in die vorflut abzuführen um somit die flächen für exorbitante schwersttechnik befahrbar zu machen ist der hauptgrund für die ernteausfälle/biotop- und artenschwund in deutschland---nur ein sofortiger rückstau in der vorflut/anhebung des grundwasserstandes kann die von der landwirtschaft/wasserwirtschaft verursachte versteppung der deutschen landschaft verhindern---schande über die habgier/unersättliche bauernschaft
  Kommentierte Artikel

 Zahl der Bäckereien weiter rückläufig

 Wundermittel und Jahrhundertgift PFAS: Derselbe Circus - andere Clowns

 Deutsche Verbraucher offen für abgelaufene Lebensmittel

 Brandenburger Dackel wohl von Wolf angegriffen

 Tag des Wolfes - Bauern machen Druck für vereinfachten Abschuss

 Erleichterungen bei GAP-Anträgen und Hanfanbau

 In der Corona-Pandemie wurden zu oft Antibiotika verschrieben

 Jäger sehen dringenden Handlungsbedarf bei Umgang mit Wölfen

 Söder setzt sich gegen Verbrenner-Aus ab 2035 ein

 2023 war Jahr der Wetterextreme in Europa