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20.08.2012 | 12:38 | Obstvermarktung 

Obstgroßmarkt Mittelbaden ist wichtig für Vermarktung regionaler Früchte

Stuttgart - "Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher bevorzugen beim Einkaufen regionale Produkte."

Obstanbau
(c) proplanta
"Darin liegt für die heimischen Obsterzeuger enormes Vermarktungspotenzial und eine große Chance für baden-württembergische Produkte", sagte der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde am Montag (20. August) im Rahmen eines Besuches beim OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG in Oberkirch (Ortenaukreis).

Die Obsterzeuger in Baden-Württemberg hätten in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um den wachsenden Markt für regional erzeugtes Obst für sich zu erschließen - und das mit großem Erfolg, wie man am Beispiel des Obstgroßmarktes Mittelbaden sehr gut ablesen könne, so der Minister weiter.

„Als Zeichennutzer des Qualitätszeichens Baden-Württemberg steht der Obstgroßmarkt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der regionalen Vermarktung seiner Produkte."

Die hohe Leistungsfähigkeit des Obstgroßmarktes und das hohe Qualitätsniveau der Erzeugnisse aus der Region seien das Ergebnis der Arbeit, die Mitglieder und Verantwortliche der Genossenschaft in den vergangenen Jahren geleistet haben.

„Trotz der weiter sinkenden Mitgliederzahl hilft die Genossenschaft nach wie vor vielen Familien in der Region ihr Einkommen zu sichern", so Minister Bonde. Ohne die Bündelungsfunktion des Obstgroßmarktes Mittelbaden könnten die vielen kleinen Erzeugerbetriebe ihre Erzeugnisse in der Region kaum absetzen.

Auch die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen der Gemeinsamen Marktorganisation für Obst und Gemüse habe zum Erfolg des Großmarktes beigetragen. Seit 1997 seien rund 13 Millionen Euro an den Obstgroßmarkt Mittelbaden geflossen und dort in die nachhaltige Entwicklung der Genossenschaft investiert worden.

„Die über die Gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse geförderten Maßnahmen sind echte Investitionen in die Zukunft, die den heimischen Obst- und Gartenbausektor weiter voran bringen.

Baden-Württemberg setzt sich daher in Brüssel dafür ein, dass die Gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse auch in der neuen europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 mit verlässlichen und möglichst unbürokratischen Rahmenbedingungen als Förderinstrument weiterhin umgesetzt wird", erklärte Bonde.


Hintergrund:

Die Obstregion Mittelbaden produziert unter sehr günstigen klimatischen Bedingungen Erzeugnisse auf allerhöchstem Niveau. Mittelbaden gilt daher als Zwetschgen-Anbaugebiet Nummer 1 in Europa. Auch bei der Beerenvermarktung nimmt der Obstgroßmarkt Mittelbaden einen Spitzenplatz in Deutschland ein.

Die Erzeugerorganisationen sind seit vielen Jahren von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs als Obst- und Gemüsebauland. Sie vermarkten rund 70 Prozent des im Land erzeugten Marktobstes und rund 30 Prozent des Gemüses. (PD)
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