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29.04.2010 | 04:53 | Wildpflanzen 

Typisch sächsisch: Vielfalt heimischer Pflanzen im Ackerland sichern

Ansbach / Pirna - Für Blühflächen, Raine, Brachen und Ackerrandstreifen stellt der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) jetzt qualitativ hochwertige, standortangepasste Saatgutmischungen bereit.

Typisch sächsisch: Vielfalt heimischer Pflanzen im Ackerland sichern
Neben Sommergetreide, Energiepflanzen, Feldfutter und Hackfrüchten können Sachsens Landwirte damit ihre landwirtschaftlichen Flächen mit bunten Wildkräutern, wie Weiße Lichtnelke und Margerite bereichern. Sie dienen dem Erosions- und Wasserschutz, der Biotopvernetzung, Landschaftsgliederung, sowie Feldhase, Biene, Rebhuhn & Co. als attraktiver Lebensraum. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie empfiehlt Landwirten die Einsaat der Blühmischungen im Rahmen der sächsischen Förderrichtlinie „Agrarumweltmaßnahmen und Waldmehrung - RL AuW/2007“ für Bracheflächen in der Feldflur.

Rechtzeitig zur Frühjahrsbestellung 2010 können die Gras-Kräutermischungen aus zertifizierten, gebietsheimischen Wildpflanzensamen beim DVL bestellt werden. Informationen zu den „Blühmischungen Sächsische Ackerbrache“, deren Zusammensetzung und Bezugsquellen erfahren Sie über die Internetseite des DVL in Sachsen unter http://sachsen.lpv.de/index.php?id=668

Gemeinsam mit dem Sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium entwickelte der DVL die spezielle Saatgutmischungen und kooperiert seit 2008 mit den sächsischen Umweltbehörden, Gartenbau- und Landwirtschaftsbetrieben des Freistaates und dem bundesweiten Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenerzeuger e.V. Die aus durchschnittlich 20 Pflanzenarten zusammengesetzten Mischungen für verschiedene Standorte bestehen zu 100% aus züchterisch unbeeinflussten Wildformen der heimischen Flora. Deren Einsatz ist für genau jene Regionen vorgesehen, aus denen jeweils das Ausgangsmaterial der Saatgutvermehrung stammt. Sachsen hat Anteil an drei solcher Herkunftsregionen: Mittelgebirge, Lössgefilde und Heideland. Dort befinden sich auch die Vermehrungsbetriebe für das hochwertige Saatgut.

„Zukünftig wollen wir das Spektrum und die Mengen herkunftsgesicherter, gebietsheimischer Wildpflanzen noch stark erweitern“, sagt Projektleiter René Schubert im DVL-Landesbüro Sachsen. Schubert erhofft sich nun eine rege Nachfrage seitens sächsischer Landwirte. „Die Verwendung gebietsheimischer Saatgutmischungen in der freien Landschaft entspricht nicht nur den Anforderungen von Bundes- und Landesnaturschutzgesetz. Saatgut aus der Region für die Region ist auch ein Beitrag zur Vitalität nachhaltiger regionaler Wirtschaftskreisläufe“, so Schubert. (dvl)
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