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16.07.2016 | 08:03 | Eingewanderte Arten 
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Waschbären geht es an den Pelz - EU will eingewanderte Arten abwehren

Brüssel - Waschbär, Grauhörnchen und Kleinem Mungo geht es in Europa an den Pelz. Die EU-Kommission hat diese Vierbeiner am Mittwoch in Brüssel auf eine Liste unerwünschter Tier- und Pflanzenarten gesetzt.

Waschbären
In Europa unerwünscht: Der Waschbär, bestimmte Enten und Knöteriche haben auf dem Kontinent nichts zu suchen, meint die EU-Kommission. Eine Liste soll die Invasoren bremsen helfen. (c) proplanta

Insgesamt umfasst diese erste Liste sogenannter invasiver fremder Arten 37 verschiedene Pflanzen und Tiere, deren weitere Ausbreitung in Europa bekämpft werden soll.

Die Liste komplettiert eine EU-Verordnung von 2014. Diese beschränkt Haltung, Import, Verkauf und Zucht von Arten, die eigentlich von anderen Kontinenten stammen und sich in Europa schon mehr oder weniger ausgebreitet haben. Die Regelung gilt der Kommission zufolge auch für Zoos: Die Tierparks dürfen ihre Tiere behalten, müssen aber dafür sorgen, dass sie sich nicht fortpflanzen oder ausbrechen.

Die EU-Staaten sollen frühzeitig gegen fremde Arten vorgehen und diese rasch ausrotten oder, wenn sich die Tiere oder Pflanzen schon weiter ausgebreitet haben, zumindest ihr Vorkommen eindämmen. Die EU begründet das mit einem Verlust an Artenvielfalt und wirtschaftlichen Verlusten infolge der Verbreitung fremder Arten.

«Manche Tier- und Pflanzenarten können Grund und Boden, Ernten und Viehherden schädigen, weshalb wir sie möglichst fern- oder zumindest unter Kontrolle halten müssen», sagte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella. Das Problem koste die EU jährlich zwölf Milliarden Euro. Die erste Liste werde kontinuierlich überarbeitet und aktualisiert.

Deutschland muss den weit verbreiteten Nordamerikanischen Waschbär deshalb auf seinem Gebiet aber nicht komplett ausrotten, erläuterte die Brüsseler Behörde. Auch die Grauhörnchen, die in Großbritannien die dort eigentlich heimischen roten Eichhörnchen weitgehend verdrängt haben, werden wohl trotz der EU-Verordnung überleben.

Insgesamt dürfte das Leben für die 37 gelisteten Arten in Europa aber schwieriger werden. Dabei geht es um so unterschiedliche Tiere und Pflanzen wie den Kleinen Mungo (Herpestes javanicus), den Zwergmuntiak (Muntiacus reevesi), das Fuchshörnchen (Sciurus niger), den Roten Amerikanischen Sumpfkrebs (Procambarus clarkii), die Schwarzkopfruderente (Oxyura jamaicensis), das Großblütige Heusenkraut (Ludwigia grandiflora) oder einen asiatischen Knöterich (Persicaria perfoliata).
dpa
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cource schrieb am 16.07.2016 10:34 Uhrzustimmen(59) widersprechen(41)
"Das Problem koste die EU jährlich zwölf Milliarden Euro" mein kompliment an die zoologen/botaniker, da habt ihr euch ja ein krisensicheres, einträgliches geschäftsmodell ausgedacht! Und wie viel steuergelder werden für den erhalt der lebensgrundlagen der einheimischen stenöken arten verwendet ? jedenfalls lässt man zu, dass die deutsche natur und landschaft derartig überdüngt/eutrophiert ist, dass alle ursprünglich nährstoffarmen lebensräume aussterben und in deren folge die anpassungsfähigen unerwünschten/neobiota fuss fassen können.
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