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12.04.2010 | 02:00 | Schweinegrippe-Reaktionen 
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Reaktionen auf Schweinegrippe nicht überzogen

Wien - Gerade noch mal gut gegangen oder reine Panikmache von Politik und Pharmaindustrie?

Impfung
(c) Tobilander - fotolia.com

Ein Jahr nach dem Ausbruch der Schweinegrippe mehren sich Zweifel an den Reaktionen auf das sich weltweit verbreitende H1N1-Virus. Millionen Impfstoffdosen blieben ungenutzt, die Krankheit verlief deutlich milder als erwartet. Doch die Experten waren sich bei einem Kongress am Wochenende in Wien einig: Der Umgang war nicht überzogen und könnte sogar noch verbessert werden. In der kommenden Woche will sich auch ein Komitee der Weltgesundheitsorganisation WHO mit dem Thema befassen.

Man habe zum Zeitpunkt des Ausbruchs im Frühjahr 2009 nicht sagen können, wie sich das Virus H1N1 entwickelt, erklärten Wissenschaftler zum Auftakt des europäischen Kongresses für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) mit rund 8.000 Teilnehmern. Das Wesen und die Entwicklung eines Grippevirus seien weiterhin kaum vorherzusehen. «Man muss bei solchen Pandemien das Unerwartete erwarten», sagte der Präsident der europäischen Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten, Javier Garau.

Es sei gefährlich, die Grippewelle rückblickend als «kümmerlich» abzutun, sagte der Virologe und Mitentdecker der Vogelgrippe bei Menschen, Albert Osterhaus: «Öffentliche Gesundheitseinrichtungen müssen sich auf das Schlimmste vorbereiten und auf das Beste hoffen» Zwar sei die Krankheit insgesamt milde verlaufen, habe aber bei bestimmten Altersgruppen wie jungen Menschen eine überraschend hohe Sterblichkeitsrate gehabt. Weltweit sind nach offiziellen Erhebungen mindestens rund 17.000 Menschen dem neuen Virus zum Opfer gefallen, die wahren Zahlen sind nach Ansicht der Experten aber deutlich höher.

Man habe vom Umgang mit H1N1 viel gelernt und auch einige Schwachpunkte aufdecken können. Hauptkritikpunkt der Forscher: Die weltweit völlig ungleiche Verteilung von Impfstoffen. «Manche Länder hätten jeden ihrer Einwohner doppelt impfen können, während andere gar nichts zur Verfügung hatten», sagte Osterhaus. Allein in der EU habe es 27 verschiedene nationale Wege gegeben, mit der Bedrohung umzugehen - dies müsse künftig vereinheitlicht werden. Generell sei die schnell hochgefahrene Impfstoffproduktion richtig gewesen. Nach Schätzungen sind inzwischen 300 Millionen Menschen gegen H1N1 immunisiert, die befürchteten Nebenwirkungen seien so gut wie nicht eingetroffen. «Wer weiß, wie viele Leben wir damit gerettet haben», sagte Osterhaus.

Zusammen mit anderen Maßnahmen wie Aufklärungskampagnen habe das schnelle Impfen die Grippewelle in Mitteleuropa so leicht verlaufen lassen. Neue Studien beleuchten dabei auch die Rolle von sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook als Frühwarnsysteme und Indikatoren für die regionale Verbreitung. Britische Forscher fanden beispielsweise innerhalb von vier Monaten mehr als eine Millionen «Tweets» (Mitteilungen) beim britischen Twitter, in denen Nutzer von Symptomen berichten. 2.900 Menschen teilten dabei ihrer Umgebung wörtlich mit: «Ich habe Schweinegrippe.»

Für die kommende Grippesaison warnen die Experten vor Nachlässigkeit. Nach dem Ausbruch einer Pandemie sei die saisonale Grippe häufig schlimmer als in den Jahren zuvor, da sie durch neues Genmaterial «gestärkt» werde. «Wir werden uns auf mehr als ein Szenario vorbereiten müssen und Wachsamkeit ist gefragt», sagte Garau. (dpa)
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Kommentare 
Jürgen Schiling schrieb am 23.05.2010 13:38 Uhrzustimmen(51) widersprechen(40)
Bei der "Blauzungenkrankheit" war es ähnlich; kaum war ein neuer Test fertig, gab es auch schon die zu testende Krankheit. Als Nachweis wurden bei Nachfrage jahrzehntealte Studien offeriert und Bilder des Virus gibts angeblich auf Wikipedia. Ein Impfstoffhersteller bekannte auf seiner Internetseite, dass der BT-Virus erst 6-8 Tage nach erfolgter Infektion nachzuweisen ist, und das bei Nachweismethoden, die die Stecknadel im Heuhaufen finden. Wer hier nicht stutzig wird glaubt Alles.
Hygieia schrieb am 12.04.2010 23:47 Uhrzustimmen(62) widersprechen(45)
Mit Albert Osterhaus ausgerechnet einen der Haupt-Propagandisten der Impfstoffindustrie für die "Gefährlichkeit" eines "Virus" sprechen zu lassen, der nur durch ein gerade im April 2009 fertig gewordenes "Testverfahren "nachgewiesen" werden konnte, grenzt an Menschenverdummung. Die Gruppe der Virologen "beweist" einander gegenseitig die "Forschungsergebnisse". Und diejenigen, die hinterfragen, was da eigentlich "bewiesen" wird, tauchen in den mainstream - Medien nicht auf. Viren bei Mensch und Tier wurden nach den allgemein anerkannten Kochschen Postulaten noch nie nachgewiesen. Es gibt lediglich indirekte Verfahren, die zeigen, dass dort Eiweissbruchstücke zu finden sind. Ob diese Bruchstücke sich ausserhalb der Probe, in der sie gefunden wurden und dann im Labor massivst vervielfältigt wurden, damit sie überhaupt sichtbar werrden, vermehren können, ob die Bruchstücke jemals zu einem Lebewesen gehörten und ob sie eine Krankheit verursachen, ist wissenschaftlich _nicht_ belegt.
Ringeltaube schrieb am 12.04.2010 17:38 Uhrzustimmen(39) widersprechen(57)
Welcher Forscher gibt schon gern zu, dass er sich geirrt hat? Es ist bekannt, dass Hypothesen nur ungern aufgegeben werden, dabei sind auch Forscher nicht feherlfrei und es lastet auf ihnen oft ein großer Lobbydruck. Die Tatsache, dass die Schweinegrippe weit verbreitt war, ändert nichts an ihrer geringen Gefährlichkeit. Zudem wurde in den seltensten Fällen getestet, welcher Virentyp vorlag, Grippesyptome wurden in der Regel als "Schweinegrippe" gedeutet. Da mti Twitter-Tweeds" die Richtigkeit beweisen zu wollen, finde ich schon weit hergeholt. Im Übrigen berichtete die FAZ über eine Studie, die bewies, dass eine Erkrankung mti H1N1
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