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30.01.2015 | 02:15 | Naturerhalt 

Agrarminister Bonde verdoppelt Mittel für biologische Vielfalt

Stuttgart - Die grün-rote Landesregierung hat den Naturschutz ins Zentrum der Politik gerückt. Sie hat die Naturschutzmittel innerhalb einer Legislaturperiode gegenüber der Vorgängerregierung von 30 auf 60 Millionen Euro verdoppelt.

Seltenes Alpenveilchen
Ein bedeutender Schwerpunkt der Naturschutzstrategie seien die Großschutzgebiete im Land. „Der Nationalparkpark Schwarzwald, das Biosphärengebiet und die Schwäbische Alb. (c) proplanta

Mit der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg hat die Landesregierung außerdem einen klaren und bundesweit einzigartigen Fahrplan für einen wirkungsvollen Naturschutz veröffentlicht, der Schritt für Schritt umgesetzt wird.

„Die biologische Vielfalt ist existenzielle Grundlage für die Tier- und Pflanzenwelt und für das menschliche Leben. Sie ist massiv bedroht: Arten wie die Feldlerche, der Feldhamster oder das Rebhuhn, die früher allgegenwärtig waren, sind bei uns heute gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Expertinnen und Experten schätzen, dass weltweit täglich bis zu 130 Arten aussterben. Wegen dieser alarmierenden Situation hat die Landesregierung mit der Naturschutzstrategie einen ambitionierten Maßnahmenkatalog vorgelegt, um die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg auch für künftige Generationen zu sichern. Zahlreiche Vorhaben aus der Naturschutzstrategie haben wir bereits auf den Weg gebracht – dennoch bleibt noch einiges zu tun“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde bei der Auftaktveranstaltung zur Dialogreihe „Naturverträglich leben und wirtschaften – Impulse aus der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg“ am Donnerstag (29. Januar) in Tübingen.

Bundesweit einmalige Naturschutzstrategie als naturschutzpolitischer Rahmen

Ein bedeutender Schwerpunkt der Naturschutzstrategie seien die Großschutzgebiete im Land. „Der Nationalparkpark Schwarzwald, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und unsere sieben Naturparke bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume – ebenso wie die Natura 2000-Flächen, die gesetzlich geschützten Biotope, die vielen Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie die Bann- und Schonwälder im Land“, sagte Bonde. Der Minister wies darauf hin, dass die Vorbereitungen für das Biosphärengebiet Südschwarzwald als weiteres Großschutzgebiet im Land auf einem sehr guten Weg seien.

Ein Musterbeispiel für wirkungsvollen Naturschutz seien die Landschaftserhaltungsverbände, so der Minister. „Unter Grün-Rot ist die Zahl von ursprünglich sechs Landschaftserhaltungsverbänden im Jahr 2011 auf derzeit 28 gewachsen. Zwei weitere Landschaftserhaltungsverbände befinden sich bereits in der Gründungsphase. Natur- und Artenschutz profitieren gleichermaßen davon, dass in den Vorständen der Landschaftserhaltungsverbände unterschiedliche Interessen auf Augenhöhe vertreten sind“, sagte Bonde. Als Beispiel nannte der Minister den LEV Reutlingen, der einen maßgeblichen Beitrag zur Pflege der Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb leiste. „Dank engagierter Bürgerinnen und Bürger gelingt es, diese einzigartige Landschaft auf der Schwäbischen Alb für Besucherinnen und Besucher aus nah und fern sowie für nachfolgende Generationen zu erhalten“, sagte Bonde. Darüber hinaus seien das neue Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) sowie die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) wichtige Bausteine für einen erfolgreichen Naturschutz. „Baden-Württemberg hat jetzt wieder attraktive Fördersätze für die Landschaftspflege“, so der Minister.

Naturschutz als Querschnittsaufgabe

Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg ist in einem umfangreichen Beteiligungsprozess entstanden. „In intensiven Diskussionen mit Umweltverbänden, den Berufsvertretungen der Land- und Forstwirtschaft sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wissenschaft ist eine Strategie entstanden, die ressort- und themenübergreifend gezielt verschiedene Aktionsfelder in den Blick nimmt und den Naturschutz im Land zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema macht. Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg zeigt, dass Naturschutz eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist“, so Bonde abschließend.


Hintergrundinformationen:

Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg der grün-roten Landesregierung hat in erster Linie das Ziel, die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stabilisieren, also die heimischen Tier- und Pflanzenarten und ihre genetische Vielfalt zu erhalten, ihre Lebensräume zu sichern und ihre Überlebenschancen zu verbessern. Damit wird der Beitrag Baden-Württembergs formuliert, um das von der internationalen Staatengemeinschaft und der Europäischen Union definierte Ziel zu erreichen, den dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen und eine positive Entwicklung bis 2050 einzuleiten. Derzeit schätzen Experten, dass die Aussterberate um den Faktor 100 bis 1.000 über dem natürlichen Wert liege. Damit wird das Naturkapital, von dem wir zu einem großen Teil, etwa in der Land- und Forstwirtschaft, leben, immer stärker aufgebraucht. (MLR-BW)
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