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14.11.2022 | 06:10 | Agrarhandel 
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Özdemir lobt Ausbau von Transportwegen in die Ukraine

Berlin - Bundesagrarminister Cem Özdemir hat EU-Pläne gelobt, gemeinsam mit Partnern eine weitere Milliarde Euro in Verkehrswege in die Ukraine zu investieren.

Agrartransporte
(c) proplanta
«Diese Alternativrouten sind echte Lebensadern: Die Agrarexporte sichern der Ukraine wichtige Einnahmen, beruhigen die Weltmärkte für Getreide und machen so weltweit Millionen Hungernde satt», sagte der Grünen-Politiker am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er und sein ukrainischer Kollege Mykola Solskyj suchten nach einer Lösung, wie Getreide gezielt Staaten zugutekommen könne, in denen der Hunger besonders groß sei.

Vor dem Angriff Russlands hatte die Ukraine vor allem über seine Schwarzmeerhäfen Handel betrieben. Diese können nur noch für ausgewählte Agrarprodukte genutzt werden, weil es für andere Transporte keine Sicherheitsgarantien gibt. Die am Freitag bekanntgegebenen Investitionen sollen helfen, den Land- und Binnenschiffsverkehr zwischen der Ukraine und den Nachbarländern Polen, Rumänien, Moldau, Slowakei und Ungarn auszubauen.

Özdemir sagte, man müsse auch in Zukunft damit rechnen, dass Russland das Getreideabkommen als Druckmittel einsetze. «Niemand, der bei Trost ist, wird sich auf Putins guten Willen verlassen.» Der russische Präsident habe eine Annäherung der Ukraine an Europa verhindern wollen und das Gegenteil erreicht. «Mit den Solidaritätskorridoren wachsen Europa und die Ukraine immer weiter zusammen.»

Russland hatte die Fortsetzung des Getreideabkommens infrage gestellt, mit dem ukrainische Exporte durch das Schwarze Meer möglich wurden. Russland hatte die Exporte seit Beginn seines Angriffskriegs gegen das Nachbarland im Februar blockiert. Das im Juli geschlossene Abkommen läuft am 19. November aus. Vor dem Krieg lieferten Russland und die Ukraine fast ein Viertel der weltweiten Getreideexporte.
dpa
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agricola pro agricolas schrieb am 14.11.2022 09:08 Uhrzustimmen(20) widersprechen(10)
Eine klassisch GRÜNE SICHT(!) der Dinge - alles wird, wie vorstehend initiiert, sehr bald wieder gut!!!

Der besorgniserregenden Realität kommt allerdings gleich -zeitlich allenfalls unterbrochen durch den barbarischen Angriffskrieg in der Ukraine am 24.02.2022- dass unsere heimische Landwirtschaft gegenwärtig auf einen so nie dagewesenen Prüfstand kommt.

Entlang der vorstehend gelisteten Strecke sind die Getreidepreise brutal eingebrochen: Weizen für allenfalls 5-10 €/dt entsprechen der Regel, vermahlen als Brotgetreide innerhalb der EU. - NIX „Befriedung des Hungers in der Welt“!!!

Damit enttarnt sich unser Bundesagrarminister Özdemir erneut als das, was ihn seit Amtsantritt nachweislich auszeichnet:

Von Tuten und Blasen keine Ahnung - dafür allerdings eine starrköpfig unumkehrbare, für uns Bauern erheblich perspektivlose Meinung, die in Folge mittel- bis langfristig welche Konsequenzen für die EU-Bürger in Summe haben wird!? Auch forthin geeint unter einem schützenden / politisch schutzbedürftigen EU-DACH!? Heute wichtiger mehr denn je! Dürfen wir einen solchen im eigentlichen grandiosen Vorzeige-Entwurf gemeinsamer Interessenslagen gegenwärtig an einer katastrophalen Umsetzung im Einzelnen in der Realität derart fahrlässig in Frage stellen lassen!?

RAUS aus der einen grandiosen Abhängigkeit - REIN in die nächste nicht weniger brandgefährlichen Abhängigkeit!? - Eine solche desaströse Agrarpolitik nach wie vor, ungeachtet der monumentalen Erfahrungen in den vergangenen Monaten!? - Fazit: WENIG bis NICHTS DAZUGELERNT.

Mit den Worten Trapattonis: AMPEL hat fertig!?
(Özdemir als schließlich ausgewiesener Fußballfan, wie allgemein bekannt -diese Expertise verfügt er im Agrarumfeld leider nachweislich nicht- versteht diese wenigen simplen Worte vielleicht schneller und besser)

An unsere Türen klopft jetzt die heurige Vorweihnachtszeit bereits an; Özdemir präsentiert sich in dieser gefühlsbetonten Zeit allerdings als ein sehr lausig launiger Wintermärchenerzähler - tut mir leid. Anders als viele Protagonisten / Philanthropen seines Couleurs, sitzt er aktuell allerdings gefühlt (noch) fest im Sattel.

Dem verantwortungsbewussten Bauern, der imstande ist, durchaus vernetzend denken und agieren zu können/wollen, dringt mittlerweile immer mehr ins eigene Bewusstsein vor, dass eine umweltverträglich nachhaltige Nahrungsmittel- PLUS(!) Energieproduktion unter solchen Vordenkern kaum möglich sein wird. Die eigentliche Katastrophe für die heutige, noch überlebenswillige Landwirtschaft. Diese Antagonismen drücken eine weitreichende Ahnungslosigkeit unmissverständlich immer wieder aus, unsere heimische Landwirtschaft wird darunter enorm leiden, derart „zurechtgeschliffen“ hat diese ganze agrarpolitische Umtriebigkeit nicht weniger als das Sterben noch sehr vieler Familienbauernhöfe hierzulande zur Folge.

Man blickt ausschließlich in die ideologische Ferne,... während das Gute doch so nah sein könnte.

...Aber unser Vogelfreund Özdemir geht jetzt ja in der Ukraine auf Einkaufstour für alle!!!

Mit einem solchen Wahn hat man unser Gesundheitssystem bereits vor die Wand gefahren, jetzt ist die LW dran, eine Nahrungsmittel- und Energiekrise wird damit einhergehend massiv verschärft; persönlich zur Verantwortung herangezogen werden hierfür die heute maßgeblichen Entscheider im Nachgang allerdings nicht. - Wir brauchen endlich wieder Politiker mit Rückgrat, Schwätzologen und Dampfpflauderer haben schon viel zu lange dieses Terrain besetzt. Für die notwendigen, kolossal Bürgergeld abpressenden Reparaturmaßnahmen zahlen schließlich nämlich am Ende WIR ALLE!!!
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