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28.01.2012 | 14:29 | Landleben 

Gemeinsam für den agrarischen Nachwuchs

Berlin - „Klar ist: Wir müssen etwas tun um die Fachkräfte zu finden und auszubilden, die die Landwirtschaft der Zukunft braucht. Aber die Chancen stehen gut.“

auf dem Land
(c) proplanta

Mit diesen ermutigenden Worten beendet Magdalena Kliver, stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) den Junglandwirtekongress auf der Grünen Woche. BDL und DBV hatten dazu gemeinsam eingeladen. Mehr als 200 junge Landwirte und Landwirtinnen waren gekommen, um über „Zukunft braucht Nachwuchs – heute, nicht erst morgen“ zu diskutieren.

Dabei wurde deutlich, dass der vom BDL vorgeschlagene bundesweite agrarische Qualifizierungsfonds tatsächlich helfen könnte, Anreize für den Berufseinstieg zu schaffen und zugleich bedarfsorientierter aus- bzw. neben der Arbeit fortzubilden. Darin waren sich auch die Expert/innen auf dem Podium einig. Nur müsse die Umsetzung und Finanzierung noch tiefer diskutiert werden. Wertvolle Hinweise dafür gab Ulrich Goullon bereits beim Junglandwirtekongress. Als Geschäftsführer des Qualifizierungsfonds Land- und Forstwirtschaft Schleswig-Holstein hatte er über die Praxis berichtet.

Als spannenden Vorschlag bezeichnete der Bundestagsabgeordnete Willi Brase den BDL-Vorstoß. „Wir müssen organisiert rangehen, weil sich nur so das qualifizierte Personal bekommen lässt“, stellt er fest. Auch Martin Empl kann sich für einen solchen Fonds erwärmen. – Allerdings, so der Vorsitzende des Gesamtverbandes der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände, mit schlanken transparenten Strukturen, anderer Bezeichnung und ohne Zwangsabgabe.

Denn am verschärften Wettbewerb um den Nachwuchs und die steigenden Anforderungen an die Landwirtschaft kommt keiner vorbei. Darin stimmten alle mit DBV-Präsident Gerd Sonnleitner und dem BDL-Bundesvorsitzenden Matthias Daun überein. Entsprechend spannend war der Eingangsvortrag von Professor Dr. Oliver Mußhoff von der Universität Göttingen. Er präsentierte die Ergebnisse der Befragung „Landwirtschaft im Wettbewerb um «Grüne Köpfe»“ und lieferte damit mutmachende Argumente für die Nachwuchswerbung.

Arbeitnehmer/innen in der Landwirtschaft seien nämlich wesentlich zufriedener mit ihrer Tätigkeit als in anderen Branchen. Zugleich sehen sie auch hohe nicht-ökonomische Vorteile wie die Naturnähe oder die selbständig gestaltbare Tätigkeit. Mußhof stellte zudem fest, dass die Bedingungen in den Grünen Berufe längst nicht so unattraktiv seien, wie sie von außen wahrgenommen werden. Zu seinen Empfehlungen gehört neben der Zahlung höherer Gehälter auch eine Kommunikation, die die Attraktivität der grünen Berufe zeigt.

„Jede Branche muss an ihre Botschaft glauben und mit Stolz und Selbstbewusstsein über ihren Beruf reden“, regte Dominik Thesing von Scholz & Friends Agenda an. Er hatte beim Junglandwirtekongress die Imagekampagne des Deutschen Handwerks vorgestellt. Und Jean-Michel Schäfer, der Präsident des europäischen Junglandwirterates CEJA, empfahl den Weg in die Herzen der Menschen wie in Frankreich zu finden: über das Essen. „Landwirtschaft geht durch den Magen“, so der junge Franzose in der vom stellvertretenden BDL-Bundesvorsitzenden Thomas Huschle moderierten Debatte.

„Wir junge Menschen sind gute Botschafter für die grünen Berufe und den ländlichen Raum“, holte Magdalena Kliver in ihrem Schlusswort noch einmal alle in ein Boot: „Wir müssen als Branche zusammenarbeiten, um der Landwirtschaft den Nachwuchs zu sichern.“ Sie wies im Berliner ICC darauf hin, dass gemeinsam mit Politik und Verbänden an einem Strang gezogen werden muss. Nur so könne man nach außen zeigen, wie toll die grünen Berufe tatsächlich seien. „Dies sind keine reinen Männerjobs mehr. Mit diesem Vorurteil sollten wir gründlich aufräumen“, stellte die junge Landwirtin fest.

Landjugend auf der Grünen Woche gibt es noch bis zum 29. Januar in Halle 3.2 auf dem ErlebnisBauernhof in Berlin. (BDL)
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