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28.04.2018 | 09:20 | Nutztierforschung 
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Neues Zentrum für Tierwissenschaft für Uni Hohenheim

Stuttgart - Die Universität Hohenheim in Stuttgart hat am Freitag vom Wissenschaftsrat grünes Licht für den Aufbau eines millionenschweren Zentrums für Tierwissenschaften bekommen.

Verdauung von Nutztieren
Was genau passiert im Verdauungstrakt von Kühen, Schweinen oder Schafen? Um das zu klären, wird an der Universität Hohenheim in Stuttgart ein Forschungszentrum gebaut - für 54 Millionen Euro. (c) proplanta

Im «Hohenheim Center for Livestock Microbiome Research (HoLMiR)» sollen die Forscher die Rätsel der Vorgänge im Verdauungstrakt von Nutztieren auf den Grund gehen. Die Wissenschaftler sehen dort den Schlüssel für die Lösung einer Vielzahl von Problemen in der Tierhaltung. Das neue Zentrum wird laut Universitätsbauamt 54 Millionen Euro kosten - und 2022 starten.

Die Wechselwirkung zwischen einer Kuh etwa und den Abermilliarden Mikroorganismen in ihrem Verdauungstrakt gilt als wichtige Stellschraube für ihr Befinden - ist aber laut Uni Hohenheim wenig erforscht. Anders als beim Menschen: In der Humanmedizin hat das Wissen über die Bedeutung der Mikroorganismen im Darm kontinuierlich zugenommen. Die Zusammensetzung beeinflusst nachweislich Psyche und Verhalten. Fehlfunktionen scheinen mitverantwortlich für chronische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen wie Adipositas und Diabetes.

«Wir wissen, dass diese Mikroorganismen einen bedeutenden Einfluss darauf haben, wie sich Tiere verhalten, wie krankheitsanfällig sie sind, ob sie knappe Futterressourcen gut verwerten können und wie weit sie umweltkritische Stoffe ausscheiden», erklärte Professor Markus Rodehutscord, Sprecher der zehn federführenden Forscher am künftigen HoLMiR. Dazu gehörten klimarelevante Gase, wie das von Rindern produzierte Methan.

Das HoLMiR soll Grundlagenforschung betreiben: Erkenntnisse über Art, Wirkungsweise, Genetik und mögliche Beeinflussung der Vorgänge soll helfen, vielfältige Probleme zu lösen. Ziel sei es, so Rodehutscord, neue Präventions- und Therapieansätze zu entwickeln, etwa um den Antibiotika-Verbrauch zu senken. Denkbar seien zudem Zuchtprogramme für angepasste Rassen, die mit weniger Futter auskommen. Auch Hinweise dazu, wie hochwertige Lebensmittel mit geringeren Umweltauswirkungen produziert werden können, werden erwartet.

Das grüne Licht ist da. Formell wird über die Aufnahme der Bauten in die Förderung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) aber erst am 29. Juni entschieden.

Am HoLMiR sollen 40 wissenschaftliche und 20 nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt sein. Der Baubeginn ist für 2020 geplant, die Uni rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Die reinen Baukosten betragen 47 Millionen Euro, hinzu kommen drei Millionen für die Erstausstattung und vier Millionen für Großgeräte.

Ein Gebäude umfasst Speziallabore, hinzu kommt eine Experimentaleinheit. Dort werden einmal bis zu 250 Rinder, Schafe, Schweine und Hühner gehalten und für Versuche am Tier genutzt. Spezielle Anlagen dort erlauben laut Uni eine keimfreie Haltung von Geflügel.
dpa/lsw
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Karl Hahne schrieb am 30.04.2018 11:38 Uhrzustimmen(22) widersprechen(27)
Die Abwesentheit von Sonnelicht hat fuer Tiere die gleichen Effekte wie fuer Menschen, ohne Sonnelicht werden sie erst krank und dann sterben Sie. Um das Sterben zu verhindern bei Tieren, gibt es die vielen Antibiotika. Dazu: Sonnenlicht hat desifizierende Funktionen, diese entfallen auch somit mehr Pestizide. Es gibt jetzt dafuer fuer dieses Problem eine massenproduzierte und kostenguenstige Loesung: heliovital.de -- ein Sonnelichtfilter der nur gesundes Sonnenlicht durchlaesst. Erhaeltlich in Kombination mit Accryl, Glass und verschienden anderen Traegermaterialien. Gebt den Tieren Sonnenlicht zurueck, sie werden genau wie Menschen gluecklicher, gesuender. Und tragen dann nicht grosse Mengen von Antibiotika in unseren Ernaehrungskreislauf.
cource schrieb am 28.04.2018 10:16 Uhrzustimmen(19) widersprechen(26)
"...Fehlfunktionen scheinen mitverantwortlich für chronische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen wie Adipositas und Diabetes..." und genau diese werden durch pestizide/glyphosat ausgelöst, weil die pestizide u.a. die darmflora zerstört und damit die produktion von den B-vitaminen verhindert---die massentierhalter können sich diese investition sparen, weil das nutzvieh eh nur bis zur schlachtreife durchhalten muss aber die nutzmenschen müssen ihr ganzes leben unnötig durch die wirkung der pestizide/glyphosat, leiden/elendig an krebs sterben-----schande über die wissenschaften/medizin, die sich nicht getrauen die wahrheit über die pestizide/glyphosat offen zu legen
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