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17.01.2021 | 09:40 | Künstliche Intelligenz 

Projekt Agri-Gaia gestartet

Bonn - Im Projekt Agri-Gaia arbeitet ein Konsortium aus Industrie und Forschung an der Realisierung eines offenen Künstlichen-Intelligenz-(KI)-Standards für die Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Basis der europäischen Cloud-Initiative GAIA-X.

Agri-Gaia
(c) envfx - fotolia.com
Das zum 1. Januar gestartete Vorhaben wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 12 Mio. Euro über drei Jahre gefördert. Wie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) dazu vergangene Woche berichtete, sieht sich die Landwirtschaft gewaltigen Herausforderungen gegenüber: Einerseits müsse sie immer mehr Menschen ernähren und demzufolge immer effizienter mit der vorhandenen Ackerfläche umgehen.

Andererseits sei sie in Zeiten des Klimawandels aufgefordert, möglichst ökologisch zu agieren und sich schnell an immer neue Rahmenbedingungen anzupassen. Künstliche Intelligenz werde den Landwirten ebenso wie den mittelständischen Unternehmen - dem innovativen und leistungsfähigen Rückgrat der deutschen Agrarwirtschaft - als Werkzeug dienen, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Ökosysteme nachhaltig zu schützen, so das DFKI.

Allerdings erfordere die Entwicklung KI-gestützter Lösungen für landwirtschaftliche Anwendungen Forschungskompetenzen, die über die Möglichkeiten mittelständischer Unternehmen hinausgingen. Zudem fehle es an effizienten Strategien, aktuelle und branchenspezifische KI-Verfahren für vielfältige Anwendungsentwicklungen zugänglich zu machen. Hier setze das Projekt Agri-Gaia an. Es geht laut DFKI darum, eine offene, dezentrale Infrastruktur für die Entwicklung und den Austausch von KI-Algorithmen in der Landwirtschaft zu entwickeln. Auf diese Weise solle ein KI-Ökosystem für die mittelstandsgeprägte Agrar- und Ernährungswirtschaft geschaffen werden.

Zum Konsortium zählen neben dem DFKI die Ag-Brain GmbH, der Verein Agrotech Valley Forum, die Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, die Robert Bosch GmbH, die Claas E-Systems GmbH, die Hochschule Osnabrück, die Josef Kotte Landtechnik GmbH, die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG, die LMIS AG, die Universität Osnabrück und die Wernsing Feinkost GmbH.
AgE
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