Deutsche Fipronil-Eierprodukte in der Slowakei beschlagnahmt
Bratislava - In der Slowakei sind erneut Lebensmittel aus fipronilbelasteten Eiern aufgetaucht.
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Das Agrarministerium in Bratislava bestätigte am Mittwoch, es handele sich dabei um zwei verschiedene Flüssigei-Mischprodukte, die aus Niedersachsen an einen slowakischen Großhändler geliefert worden seien.
Agrarministerin Gabriela Matecna hatte verstärkte Kontrollen angeordnet, nachdem in Deutschland verarbeitete pasteurisierte Mischprodukte aus niederländischen Eiern in einer Hotelkette aufgetaucht waren. Der Leiter der staatlichen Lebensmittelbehörde, Jozef Bires, hatte damals eine kriminelle Absicht ausgemacht: «Es ging um einen Weg, Restbestände von schadhaften Eiern los zu werden.»
Bulgarien hat seit Mitte August rund eine Tonne belastetes Eipulver beschlagnahmt, das aus Deutschland importiert worden war. Es handelt sich um zwei Eipulver-Importe von jeweils 500 Kilo. Von dem zuletzt eingetroffenen, mit Fipronil belasteten Eipulver konnten 407 Kilo noch vor jeglicher Verarbeitung zu Lebensmittel beschlagnahmt werden. Das berichtete das bulgarische Staatsradio am Mittwoch in Sofia.
Mit der ersten Eipulvermenge mit Fipronil-Gehalt seien dagegen insgesamt 34 Tonnen Eis und Mayonnaise hergestellt worden. Diese Produkte werden derzeit vom bulgarischen Markt genommen. Das belastete Eipulver sei schon im März eingetroffen. Bulgarien kontrolliert derzeit Hühnerställe sowie verarbeitende Betriebe.