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09.07.2019 | 15:51 | Ermittlungen 
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Größter Milchviehbetrieb in Bayern wegen Tierquälerei unter Verdacht

Bad Grönenbach/Memmingen - Wegen des Verdachts auf Tierquälerei auf einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Größter Milchviehbetrieb in Bayern
Einer der größten Milchbauern in Bayern soll seine Kühe schwer misshandeln. Das Fleisch der kranken Tiere soll zudem in die Lebensmittelkette gelangt sein. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. (c) proplanta

Es werde geprüft, ob die Aufnahmen eines Tierrechtsvereins authentisch seien, bestätigte die Staatsanwaltschaft Memmingen am Dienstag. Zuvor hatten die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) und die ARD-Politikmagazine «Report Mainz» und «Fakt» berichtet. Das Material wurde dem Bericht zufolge vom Tierrechtsverein «Soko Tierschutz» zugespielt.

Die Videoaufnahmen aus den Ställen des Milchviehbetriebs im schwäbischen Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) sollen zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden. Zudem würden Kühe stundenlang an Kopfverletzungen von Bolzenschüssen verenden, anstatt durch Ausbluten nach Betäubung. Der Familienbetrieb mit insgesamt 1.800 Milchkühen soll dem Tierrechtsverein zufolge bereits seit Jahren gegen Tierschutzvorschriften verstoßen. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen lehnte der Betrieb zunächst ab.

Die Milch des Hofes wird von einer Käserei in Lauben (Landkreis Oberallgäu) verarbeitet, die ihre Produkte weltweit verkauft. Der Camembert-Spezialist produziert unter anderem den Weichkäse «Cambozola» und den Ofenkäse «Rougette» sowie Produkte für die Molkerei «Weihenstephan». Von Seiten des Unternehmens heißt es, man distanziere sich von den Vorfällen und werde die Vorwürfe prüfen. Eine Kündigung der Zusammenarbeit mit dem Milchbetrieb sei nicht ausgeschlossen.

Kranke Kühe des Familienbetriebs seien beim Großschlachthof «Vion» in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) abgeliefert worden, hieß es in dem «SZ»-Bericht. Teile mindestens eines kranken Tieres seien zum menschlichen Verzehr freigegeben worden. Das Schlachtunternehmen teilte auf Anfrage mit, es prüfe die Vorwürfe. «Bis zur vollständigen Klärung der vorliegenden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden wir ab sofort von diesem Betrieb keine Tiere mehr annehmen», sagte Standortleiter Jürgen Lieb.

Vergangene Woche hatte die Tierrechtsorganisation «Soko Tierschutz» Anzeige gegen den Betriebsleiter und zahlreiche Mitarbeiter wegen besonders schweren Fällen von Tierquälerei gestellt. Auch gegen den Schlachtbetrieb «Vion» laufe eine Anzeige wegen des Verdachts auf illegale Krankschlachtungen. Zudem wurde der Betreuungstierarzt angezeigt, da er unter Verdacht steht, die Taten gedeckt und durch Unterlassen ermöglicht zu haben.

Das bayerische Verbraucherschutzministerium schaltete die Staatsanwaltschaft ein und forderte bei der Regierung von Schwaben einen Sonderbericht über den Betrieb an. «Hier steht kriminelles Verhalten im Raum. Tierquälerei ist nicht hinnehmbar», teilte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) mit.
dpa/lby
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KÄLBCHEN schrieb am 09.08.2019 18:02 Uhrzustimmen(1) widersprechen(0)
DANKE AN SOKO TIERSCHUTZ. ICH KANN MICH DER UNTEN GESCHRIEBENEN MEINUNG NUR ANSCHLIESSEN. ES S I N D
VERBRECHER. SOLCHE GANSTER HABEN WEDER VOR TIEREN NOCH VOR MENSCHEN RESPEKT. SIE SIND BESTIEN. ICH HOFFE, SIE WERDEN IRGENDWANN IHRE STRAFE BEKOMMEN.
MAN MÜSSTEN ALLES WAS SIE BESITZEN, ABER ALLES, VERGOLDEN KÖNNEN, DAMIT SIE DARAN ERSTICKEN !!!!
franzvonassisi schrieb am 13.07.2019 17:01 Uhrzustimmen(0) widersprechen(8)
Danke, SokoTierschutz. Danke, dass Ihr den Mut habt, diesen gottverfluchten Verbrechern ihre grauenhaften Taten an hilflosen, wehrlosen Tieren nachzuweisen und diese Brut anzuzeigen. Solange es verachtenswerte Kreaturen wie diese gibt, solange muss die Anzahl an Veganern sekündlich steigen. Diese Leben verachtende Subkultur hört erst dann auf, wenn sie am ausgestreckten Arm verhungert. Die Stellschraube ist nun einmal der Verbraucher- WIR haben die Macht über Abstinenz diesen Teufeln das Handwerk zu legen. Gut, dass die Produkte benannt wurden. Ich nehme sie in unseren Tierschutzverteiler auf.
Wie ich jedoch unsere Politiker - Klöckner et al- einschätze, wird die Strafe für die Tierquäler von genau diesen auf einer ihrer verkommenen Arschbacken abgesessen. Wären diese Politiker anständig, würde man dem Betreiber seine Horror-Internierungsanstalt sofort dicht machen, das Monster und seine grenzdebilen Helfer enteignen und einkerkern und die verbleibenden armen Tiere einem Gnadenhof übergeben. Aber die Milch-und Fleischlobby watet mit den Herrschaften in Berlin im selben Morast!
Sar schrieb am 12.07.2019 08:40 Uhrzustimmen(1) widersprechen(0)
Solche menschen gehören eingesperrt jahrelang...er gehört ins gefängnis.
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