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18.12.2011 | 08:24 | Weihnachtsbraten 

Brandenburg: Gänsebraten aus heimischer Haltung bleibt knapp

Potsdam – Aktuell werden in Brandenburg nach einer Umfrage in den Landkreisen in 33 Betrieben rund 31.255 Gänse gehalten. Kleinere Bestände werden in dieser Statistik nicht erfasst, so dass die „Dunkelziffer“ weit höher liegen dürfte.

Gänsehaltung
Trotzdem hat die Gänsemast in Brandenburg an Bedeutung verloren, denn 1991 betrieben allein fünf Erzeuger Gänsemast in Großenordnungen zwischen 15.000 und 60.000 Stück.

Die Dithmarscher Geflügel Produktions-, Handels- und Beratungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Neuseddin bei Potsdam schlachtet und vermarktet Gänse und Enten aus kontrollierter „Bäuerlicher Freilandhaltung". Jährlich kommen 200.000 Gänse dieser extensiven Haltungsform, davon etwa 23.000 von Brandenburger Mästern, aus Neuseddin auf den weihnachtlichen Festtagstisch.

Schwerpunkte sind die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Potsdam-Mittelmark, Prignitz. Geflügelmast bietet gerade auch landwirtschaftlichen Familienbetrieben eine Chance. Dennoch bleibt Gänsebraten Brandenburger Herkunft bis auf Weiteres eine vielfach nachgefragte, aber seltene Spezialität. Die diesjährige Versorgungssituation mit deutscher Ware ist nach Recherchen der Agrar-Informationsgesellschaft (AMI, früher ZMP) aber in den meisten Regionen knapp.

Der deutsche Gänsemarkt ist stark auf Importe, vor allem aus Polen und Ungarn, angewiesen. Deutschlandweit wurden rund 4.000 Tonnen erzeugt.

Die Importe betragen ein Vielfaches der hiesigen Produktion. Der Selbstversorgungsgrad lag 2010 nur noch bei 13,3 Prozent. Der Verbrauch konzentriert sich auf die Zeit vom Martinstag bis zum Jahresende. Mit nur rund 400 Gramm pro Einwohner und Jahr entspricht er dem Gewicht einer Gänsekeule. Bei der Direktvermarktung von frischen Gänsen an die Endverbraucher wurde eine breite Preisspanne ermittelt, wobei die Spitzenpreise sich in der Regel auf Bio-Gänsefleisch beziehen.

Die Erzeuger erzielten zwischen 8,00 und 14,20 Euro je Kilogramm. Damit blieb die Untergrenze im Vergleich zu 2010 unverändert. In vielen Fällen wurden allerdings höhere Preise genannt, so dass sich für 2011 ein Schwerpunktpreis von 10,63 Euro je Kilogramm ergab, das waren 0,32 Euro je Kilogramm mehr als im Vorjahr. (PD)
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