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05.05.2013 | 14:54 | Heilpflanzen-Steckbrief 

Rosmarin - Hausmittel gegen Frühjahrsmüdigkeit

Stuttgart/Hohenheim - Rosmarin, eine typische Pflanze der Mittelmeerregion, ist bei uns in erster Linie als schmackhaftes Küchenkraut bekannt. Er kann sich zu einem stattlichen Strauch bis zwei Meter Höhe entwicklen, wird in unseren Breiten jedoch in der Regel im Topf kultiviert, da er nicht winterhart ist.

Wirkung Rosmarin
Rosmarin (Rosmarinus officinalis L.) (c) proplanta

In Oberbayern findet man Rosmarin (Rosmarinus officinalis L.) in fast jedem Bauernhaus, da er dort traditionell im Brautstrauß Verwendung findet. Rosmarin gilt als Symbol für Treue und Liebe, er wurde schon im antiken Griechenland der Liebesgöttin Aphrodite geweiht.

Als Heilpflanze ist Rosmarin erst seit dem Mittelalter bekannt. Er diente als anregendes und stärkendes Mittel. Über die Alpen kam er durch Benediktinermönche im späten Mittelalter. Der Arzt Paracelsus schätzte ihn im 16. Jahrhundert als Mittel gegen rheumatische Beschwerden. Sebastian Kneipp betonte besonders seine verdauungsfördernde Wirkung.

In der Küche kann Rosmarin vielseitig eingesetzt werden. Er passt als Gewürz zu Fleisch, Geflügel und Fisch, aber auch Rosmarin-Kartoffeln sind ein Genuss. Gemüsesuppen und Eintöpfe können ebenfalls mit Rosmarin verfeinert werden.

Auch in der Kosmetik wird Rosmarin gerne verwendet. Lotionen und Bäder mit dem Kraut wirken desodorierend, in Zahnpasta strafft es das Zahnfleisch und als Tinktur erfrischt es die Kopfhaut.

Wichtigste Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl (Rosmarinöl), Harze, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Saponin und organische Säuren.

Ernte
Verwendet werden die nadelförmigen Blätter des Strauches. Sie werden vor der Blütezeit (März bis Mai) oder danach von Juni bis August geerntet und rasch aber schonend getrocknet. Trockentemperaturen über 35°C sollten vermieden werden, da das darin enthaltene ätherische Öl sonst Schaden nimmt.

Heilwirkung
Rosmarin mit seiner aktivierenden und tonisierenden Wirkung hilft bei Erschöpfung, Ermüdung und niedrigem Blutdruck. Als Badezusatz oder Einreibung regt er die Durchblutung der Haut an. Zur Linderung von Rheuma und Gicht hat er sich ebenso bewährt wie in der Sportmedizin. Rosmarin wirkt krampflösend, lindert Blähungen und Völlegefühl. Laut Volksmedizin soll Rosmarin außerdem die Potenz steigern.

Anwendung
Zur inneren Anwendung kann man Rosmarin-Tee oder -Wein einsetzen. Den Tee bereitet man aus einem gehäuften Teelöffel Blätter, die man mit 1/4 l kochendem Wasser übergießt und 15 Minuten ziehen lässt. Man trinkt zur Stärkung morgens und mittags je eine Tasse.

Rosmarin-Wein stellt man aus 10 bis 20 g Blättern her, die man mit 3/4 l leichtem Weißwein übergießt und 5 Tage verschlossen stehen lässt. Nach dem Abseihen trinkt man zweimal täglich ein kleines Gläschen davon.

Um ein Rosmarin-Bad zu bereiten werden 50 g Blätter mit 1 l Wasser angesetzt und zum Sieden erhitzt. Man lässt die Mischung 30 Minuten ziehen, seiht ab und setzt sie einem Vollbad zu. Wegen der anregenden Wirkung sollte man ein Rosmarin-Bad am Abend meiden.

Rosmarin-Spiritus für Einreibungen wird aus 50 g Blättern zubereitet, die man mit einem 1/4 l 70 %-igem Alkohol übergießt und 10 Tage lang ziehen lässt. Anschließend wird der Rosmarin-Spiritus abgepresst und filtriert. Alternativ kann man aber auch 3 g Rosmarin-Öl aus der Apotheke in 1 l des 70-igen Alkohols auflösen.

Gegenanzeigen und Warnhinweise
Ätherisches Öl nicht innerlich anwenden (Reizerscheinungen!). Ein Rosmarin-Bad am Abend kann Schlafstörungen verursachen. Rosmarin-Tee in der Schwangerschaft nicht anwenden.

Allgemeine Warnhinweise
1. Die hier vorgestellten Rezepte und Hinweise entbinden nicht davon, bei entsprechenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.
2. Dies gilt insbesondere für akute Krisenfälle, in denen unverzüglich medizinischer Rat eingeholt werden muss, und für länger andauernde Beschwerden.
3. Vor einer Dauerbehandlung mit Heilpflanzen ist unbedingt fachkundige Beratung nötig.
4. Vorsicht bei Allergien - sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt.
5. Die vorgestellten Kräuterarten nicht im Übermaß verzehren. Halten Sie sich bei der Einnahme an die angegebene Dosierung.
6. Das Sammeln in freier Natur sollten Sie fachkundigen Personen überlassen. Wenn eine Pflanze nicht eindeutig identifizierbar ist, darf sie nicht als Heilpflanze oder Lebensmittel verwendet werden.
7. Kräuter aus der freien Natur können Verunreinigungen aufweisen. Im Zweifelsfall lieber in der Apotheke kaufen. (proplanta)

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