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10.12.2013 | 12:47 | Interessengemeinschaft gegründet 
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Nutztierhalter fordern besseren Schutz vor Wölfen

Masendorf/Uelzen - Wer hat Angst vor'm bösen Wolf? Viele Tierhalter in Niedersachsen. Sie haben jetzt eine Interessengemeinschaft gegründet, denn die Wölfe sollen vor allem in der Heide schon rund 50 Schafe gerissen haben.

Wolfsmanagement Niedersachsen
(c) proplanta

Der Wolf ist wieder da - und alte Ängste werden wieder wach. Lange Zeit galt das Tier als ausgerottet in der Region zwischen Elbe, Harz und Küste. Nun gibt es schon wieder rund 30 Tiere, vor allem durch die Heide streifen die Wölfe. Natur- und Umweltschützer freuen sich über die Rückkehr, viele Bauern und Tierhalter weniger.

Im Nordosten Niedersachsens hat sich deswegen jetzt die Interessengemeinschaft Tierhalter Uelzen gegründet. Die neue Vereinigung forderte am Montag das Umweltministerium auf, ihre Herden besser vor dem Wolf zu schützen. «Der Wolf verbreitet sich stärker, wenn das Futterangebot groß ist», sagt Berufsjäger Jonas Weil aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg.

«Die Landwirte fürchten, dass sie mit ihren Nutztieren den Wolf ernähren», berichtet der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, Carl Lauenstein. «50 Schafe hat der Wolf schon gerissen», sagt er und beruft sich dabei auf eine Erhebung der Landesjägerschaft aus diesem Jahr. Hinzu kämen zahlreiche Tiere, deren Verletzungen nicht geklärt werden konnten.

Ein Landwirt aus dem Kreis Uelzen etwa wartete sechs Monate auf eine Entschädigung. «Das soll im kommenden Jahr anders werden», erläuterte Frank Krüger vom niedersächsischen Umweltministerium. Dort wird gerade eine neue Förderrichtlinie erarbeitet, die aber noch durch die politischen Gremien und dann abschließend vom Landtag beschlossen werden muss.

Die neue Richtlinie sieht vor, Landwirte in bestimmten Wolfsregionen beim Bau von Zäunen und der Anschaffung von Herdenschutzhunden finanziell zu unterstützen, aber auch Entschädigungen für gerissene oder verletzte Nutztiere sind geplant. Krüger rät Landwirten aber, ihre Tiere fachgerecht zu schützen, bevor der Wolf sich an sie als leichte Beute gewöhnt hat.

«Die Tierhalter fühlen sich im Stich gelassen», sagt Joachim Strampe vom Vorstand des Landesverbandes landwirtschaftlicher Wildhaltung. Er fordert das Land auf, sich für eine ordnungsgemäße Bejagung einzusetzen. Gejagt werden darf bisher nur ein «Problemwolf» - und nur dann, wenn die Behörden festgestellt haben, das von ihm eine Gefahr ausgeht.

Viele Landwirte haben Angst. Es werde nicht lange dauern, bis auch die ersten Milchviehbetriebe schließen müssen, sie käme ohne Weidehaltung nun mal nicht aus, befürchtet Friedrich Averbeck vom Rinderzuchtunternehmen Masterrind. Gefahren für den Tourismus und für Reiterhöfe sieht Hans-Heinrich Oetjen, «wenn der Wolf Pferd und Reiter in den Wäldern auflauert».

Dabei passen weder der Mensch noch Rind und Pferd in das Beuteschema des Wolfes. Gegen eine wehrhafte Kuh oder ein wehrhaftes Pferd habe der Wolf keine Chance, sagt die Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Britta Habbe. «Ein Wolf fliegt meterweit hoch durch die Luft, wenn er einen Tritt von einer Kuh abbekommt.» (dpa/lni)
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Kommentare 
Keller schrieb am 04.04.2015 17:49 Uhrzustimmen(61) widersprechen(79)
Ich stimme dem Kommentar Könemann absolut zu. es kommt aber noch etwas hinzu: Wir züchten Islandpferde,die am artgerechtesten weitegehend draußen mit Unterstell-Möglichkeit gehalten werden. Unser Grundstück ist ca 1 km lang und endet an einem Naturschutzgebiet nördlich von Gifhorn. Seit einigen Wochen reagieren dort alle unsere Pferde panisch und sind unkontrollierbar in ihrer Angst. Reiten mit Reitschülern, u.U., gar Kindern geht überhaupt nicht mehr udn ob unsere Einsteller bei uns bleiben, ahnen wir nicht. In der Nähe wurden an zwei verschiedenen Tagen beim Schäfer 6 Schafe gerissen und in der anderen Richtung filmte ein Bauer vom laufenden Trecker aus funf ausgewachsene Wölfe, die locker übers Feld trabten und sich interessiert den Trecker betrachteten. Hier gibt es kaum Wild, die Wölfe müssen sich also an Weidetieren bedienen und da gibt es m.E. auch keinen Schutz vor uNfällen,wenn Pferde allein auf den Geruch von Wölfen panisch reagieren. Die E-Zäune müssen 20 cm über dem erdreich beginnen, wie soll man da das nachwachsende Gras mähen?Nicht ! artgerecht werden dieses Jahr unsere Fohlen im Stall geboren und dann am Haus in Ausläufen aufwachsen anstatt auf großen Weiden wie bisher. Auf Island gibt es nur den Fuchs als Raubtier, genetisch steckt es also möglicherweise nicht in unseren Pferden, sich zum Schutz der Fohlen dem Kampf zu stellen! Weglaufen innerhalb der umzäunten Wiese geht noch nicht einmal bei einem einzelnen Wolf. Nebenbei wundert mich, daß Niedersachsen keine wichtigeren geld-kostenden Probleme hat als den Wolf. Ich bin dafür, wie auf anderen Kontinenten auch, Schutzgebiete für Wölfe einzurichten, wo sie entsprechende Lebensbedingungen (wildreiche große Wälder) vorfinden, ansonsten aber sie zum Abschuß freizugeben.
Könemann schrieb am 11.12.2013 11:29 Uhrzustimmen(214) widersprechen(132)
Soweit die Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Frau Britta Habbe, ernsthaft die Behauptung aufstellt, dass der Wolf für Kuh oder Pferd keine Gefahr darstelle und keine Chance habe, da ein „Wolf meterweit hoch durch die Luft fliege, wenn er einen Tritt von einer Kuh abbekomme“, beruht diese Behauptung möglicherweise entweder auf einem schon Besorgnis erregenden Maß an Ignoranz oder soll schlicht und ergreifend der Volksverdummung dienen. In Schweden haben Wölfe nicht nur zahllose Hunde angegriffen und getötet, sondern sind auch aktiv und erfolgreich in unmittelbarer Ortsnähe gegen Pferde vorgegangen und haben ein Blutbad angerichtet, wie dem folgenden sehr informativen Link zu entnehmen ist: http://blog.natuerlich-jagd.de/der-wolf-braucht-echte-freunde/ Unabhängig davon, dass der Wolf natürlich entgegen der Auffassung von Frau Habbe, die es besser wissen sollte, auch insbesondere für Fohlen/Kälber eine ernste Gefahr darstellt, besteht die von ihm ausgehende Gefahr nicht nur darin, dass er selbst dazu kommt, zu verletzen oder gar zu töten, sondern vielmehr halte ich es für weitaus gefährlicher, wenn gar mehrere Wölfe anfangen eine Pferdeherde zu jagen, was ja selbst unsere zahmen Hunde bisweilen gerne machen. Bei unseren domestizierten Hunden handelt es sich aber regelmäßig um „unprofessionelle“ Einzeltäter. Wenn ein aus mehreren Wölfen bestehendes Wolfsrudel gezielt anfängt, Pferde oder Kühe auf der Weide zu jagen, wird kein Zaun der Welt diese Herde aufhalten! Die ersten Tiere werden sich beim Überwinden des Zaunes verletzen und dann in Panik und in Höchstgeschwindigkeit das Weite suchen. Leicht absehbar ist, dass es dann eine Frage der Zeit ist, bis es zu ersten schweren Verkehrsunfällen kommen wird. Hierbei werden weitere Pferde/Kühe naturgemäß umkommen. Das wird aber nicht alles sein! Führen Sie sich bitte vor Augen, dass ein ausgewachsenes Pferd leicht um 600 kg wiegt. Der Schaden am Auto wird dann das geringste Problem des Fahrers sein, der selbst bei einem frontalen Zusammenstoß auf der Landstraße mindestens schwere Verletzungen davon tragen wird! Das Beste aber zum Schluss: Wie sieht es denn mit der Regulierung der entstandenen Schäden aus? Der Pferde-/Kuhhalter wird kaum beweisen können, dass Wölfe seine Herde dazu veranlasst haben, die Weidezäune niederzureißen. Er wird auf seinem Schaden (verletzten und/oder toten Tieren) sitzen bleiben und kann nur hoffen, dass er beweisen kann, dass sein Zaun „ordnungsgemäß“ war…. Der betroffene Autofahrer aber wird für den Fall, dass der Zaun „ordnungsgemäß“ war, überhaupt nicht entschädigt werden! Bei ihm hat sich dann schlicht das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht! Es existieren wenige Länder auf dieser Erde mit einer derart hohen Bevölkerungsdichte, wie in der Bundesrepublik Deutschland. Der Wolf ist auch keineswegs vom Aussterben bedroht. Es ist für mich nicht in Ansätzen nachvollziehbar, warum wir alle anderen Interessen denen des Wolfes unterordnen müssen! Muss es wirklich erst zu Toten und Schwerverletzten kommen, bis wir aufwachen? Ist Frau Habbe dann dazu bereit, die Verantwortung für die Toten und Schwerverletzten zu übernehmen?
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