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19.07.2021 | 14:25 | Verheerende Unwetter 

117 Tote und noch immer viele Vermisste im Hochwassergebiet

Koblenz/Mainz - Am fünften Tag nach dem verheerenden Unwetter sind in Rheinland-Pfalz noch immer Tote geborgen worden.

Hochwasserkatastrophe
Durch das Hochwasser sind der Katastrophenschutz und die Alarmkette in den Fokus geraten. In Rheinland-Pfalz verweisen Landkreise und Landesregierung auf das unglaubliche Tempo, mit dem die Wassermassen kamen. Die Zahl der Toten steigt weiter. (c) proplanta

Ihre Zahl stieg von Sonntag auf Montag um 17 auf 117. Die Polizei rechnet mit weiteren Toten. «In welchem Ausmaß, können wir nicht sagen», berichtete Polizeisprecher Lars Brummer in Koblenz. Wie viele Menschen vermisst würden, sei unklar, weil die Handy- und Telefonnetze nicht überall funktionierten. Zudem konnten noch nicht alle Meldungen abgeglichen werden.

Kritik am Katastrophenschutz war weder aus den Kreisen und Kommunen noch von der politischen Opposition zu hören. «Im Moment kümmern wir uns um das, was passiert ist», hieß es im Krisenstab im besonders schwer getroffenen Kreis Ahrweiler. Der Kreis Vulkaneifel und der Eifelkreis Bitburg-Prüm sehen zunächst keine Mängel bei der Alarmkette. Im Kreis Trier-Saarburg stand eine Analyse noch aus. Die Landesregierung hatte am Sonntag auf das rasante Tempo verwiesen, mit dem Wassermassen alles mitgerissen hatten.

Der Kreis Vulkaneifel hatte bereits am Mittwochabend nach den starken Überschwemmungen den Katastrophenfall ausgerufen, noch einige Stunden bevor der Strom und das Internet in Teilen des Kreises ausgefallen seien, wie Sprecherin Verena Bernardy sagte. «Über Social Media hat es sich sehr schnell rumgesprochen, dass der Katastrophenfall ausgerufen worden ist.» Auch über Sirenen sei alarmiert worden.

Der Starkregen sei zwar gemeldet worden, sagte Bernardy. «Aber dieses Ausmaß hat sich keiner vorstellen können.» Der Kreis sei vergleichsweise glimpflich davon gekommen, es gebe weder Tote noch Vermisste oder Schwerverletzte. «Es gab aber auch besorgniserregende Situationen.» Die Feuerwehr habe Menschen mit dem Boot aus ihren Häusern rausgeholt. «Die Verhältnisse sind überall anders.»

Die Aufräumarbeiten vor allem in der besonders getroffenen Gemeinde Gerolstein gingen auch am Montag weiter. Noch längst nicht alle Keller und Wohnungen seien entschlammt. Zudem sei die Eifelbahnstrecke zwischen Köln und Trier bis auf weiteres nicht befahrbar, weil das Gleisbett unterspült oder ganz weg sei. Die meisten Bahnhöfe lägen am Flüsschen Kyll und hätten unter Wasser gestanden.

«Der Katastrophenschutz des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat nach eingehenden Meldungen unter anderem über den Deutschen Wetterdienst sowie die Leitstelle in Trier Warnungen über diverse Kommunikationswege im Eifelkreis ausgesprochen», sagte Kreissprecher Thomas Konder. «So wurden beispielsweise die Campingplätze im Kreisgebiet zum Wochenanfang angerufen; ein weiteres Mal am Mittwoch.»

Informiert worden sei auch über Facebook und die beiden Warn-Apps Nina und KatWarn. «Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Warnungen von unserem Katastrophenschutz sehr ernst genommen und entsprechend behandelt wurden», betonte Konder. Die Sirenen, die noch im Betrieb seien, dienten der Alarmierung der Feuerwehrkräfte und ausdrücklich nicht zur Warnung der Bevölkerung. Im ebenfalls betroffenen Kreis Tier-Saarburg steht eine Analyse noch aus.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte in Schuld und Adenau am Sonntag gesagt: «Alle hatten ihren Hochwasserschutz aktiviert.» Zudem betonte sie, dass es ein sehr ausgeklügeltes Hochwassermelde-System gebe. Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte von einer «Momentexplosion des Wassers» gesprochen, die auch Warngerätschaften zerstört und zusammen mit Gebäuden weggerissen habe.

Der Bürgermeister des von den Verwüstungen besonders stark getroffenen Dorfs Schuld, Helmut Lussi (CDU), sagte, man könne den Behörden keinen Vorwurf machen. «In so kurzer Zeit zu reagieren ist schier unmöglich.» Der Wasserpegel habe 8,78 Meter erreicht - nach 3,60 Metern beim letzten Hochwasser.
dpa/lrs
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