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19.09.2021 | 04:21 | Schweinemarkt 

Schlachtschweinemarkt unverändert unter Druck

Bonn - Der Schlachtschweinemarkt in der Europäischen Union steht unverändert unter Druck; eine spürbare Entlastung ist nach wie vor nicht in Sicht.

Schlachtschweine
VEZG-Preis zum zweiten Mal in Folge stabil - Innerhalb Deutschlands nehmen die regionalen Unterschiede zu - Österreichische Notierung ebenfalls seitwärts - In der Alpenrepublik entspricht das unterdurchschnittliche Angebot dem Bedarf - Auszahlungsleistungen in Dänemark und Belgien unverändert - Erneute Abschläge in südlicheren EU-Staaten. (c) contrastwerkstatt - fotolia.com

In Deutschland konnte die Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am Mittwoch (15.9.) zum zweiten Mal in Folge auf dem langjährigen Tiefststand von 1,25 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) gehalten werden. Nach Angaben der VEZG entwickelt sich die Lage im Süden der Bundesrepublik deutlich ausgeglichener als im Nordwesten.

Analysten berichteten ebenfalls von zunehmenden regionalen Unterschieden und spürbar mehr Impulsen im Süden Deutschlands. Abzuwarten bleibt, ob und in welchem Umfang das Branchengespräch zur Krise am Schweinemarkt zu einer Entlastung beitragen kann.

Die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zusammengebrachten Vertretern aller Stufen der Wertschöpfungskette waren sich einig darin, dass der inländische Absatz von Schweinefleisch offensiv angekurbelt werden soll - von Seiten der Politik wurde allerdings vor zu starken Preissenkungen gewarnt.

Aldi Nord und Aldi Süd kündigten unmittelbar nach dem Branchengespräch zusätzliche Absatzförderungsaktionen für deutsche Ware an. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hatte bereits im Vorfeld massive Werbemaßnahmen gefordert.

Für den Verband ging von dem Gespräch ein positives Signal aus. In Österreich bewegte sich die Notierung des Verbandes landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) ebenfalls seitwärts und verharrte bei 1,54 Euro/kg SG. Das leicht steigende, aber immer noch unterdurchschnittliche Angebot entspreche dem aktuellen Bedarf, hieß es dort.

Unverändert blieb die Situation auch in Belgien und Dänemark. Die Danis-Gruppe und das dänische Schlachtunternehmen Danish Crown änderten ihre Auszahlungsleistungen nicht. Wie Marktteilnehmer aus Belgien berichteten, werden zunehmend jüngere Ferkel geschlachtet. Immer größer werde auch die Angst vor einem Strukturbruch.

Mögliche Entspannung in Italien



Wie schon in der vergangenen Woche mussten die Mäster in den südlicheren Mitgliedstaaten zuletzt Abschläge hinnehmen. Am französischen Marché du Porc Breton gab die Notierung um 2,9 Cent auf 1,306 Euro/kg SG nach. Situation und Schlachtzahlen werden von Marktteilnehmern als stabil beschrieben. Noch nicht bekannt sind die Berichte der zurzeit im Land befindlichen chinesischen Schlachthofinspekteure.

Neben der Preiskrise bestimmt vor allem das zum 1. Januar anstehende Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration die Diskussionen in der Branche. Am spanischen Mercolleida musste die Notierung dem Druck ebenfalls erneut nachgeben und wurde um 2,4 Cent auf 1,173 Euro/kg Lebendgewicht (LG) zurückgenommen. Nach wie vor stehen alle Stufen der Wertschöpfungskette unter Druck.

In Italien deutete sich derweil eine mögliche Entspannung an. Die Preisfeststellung zeigte zwar auch dort ein weiteres Mal nach unten, allerdings fiel das Minus mit 1,3 Cent erheblich geringer als in den Vorwochen aus. Marktteilnehmer berichteten von Anzeichen einer Erholung und einem sich abzeichnenden Gleichgewicht. Die Situation entwickle sich dynamisch, und die Schlachtunternehmen steigerten ihre Aktivität.

EU-Mittel unter 140 Euro



In der Woche zum 12. September hatten die Schweinepreise in der Europäischen Union ihren Sinkflug fortgesetzt. In den Mitgliedstaaten gaben die Notierungen überwiegend nach. Nach Angaben der EU-Kommission erlösten Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 138,21 Euro/100 kg SG; das entsprach gegenüber der Vorwoche einem Minus von 1,5 %. Dem Trend entgegenstemmen konnten sich die Preisfeststellungen unter anderem in Finnland, Schweden und Estland, wo es zu Aufschlägen zwischen 0,8 % und 0,3 % kam.

Während es in Bulgarien, Griechenland, Frankreich und Malta keine Veränderungen der Notierungen für Schweine der Handelsklasse E gab, mussten die Mäster in den übrigen EU-Staaten teils spürbare Abschläge hinnehmen. In Spanien belief sich das Minus auf 1,3 %, in Deutschland auf 1,6 %. In den Niederlanden gab die Notierung um 3,0 % nach, und nochmals etwas höher fiel der Rückgang mit 3,1 % in Belgien aus.
AgE
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