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19.09.2021 | 02:41 | Maismarkt 

USDA erwartet größere weltweite Maiserzeugung

Washington - Das globale Maisaufkommen 2021/22 dürfte noch größer ausfallen als bislang erwartet.

Maisproduktion 2021
Washingtoner Fachleute jetzt optimistischer für die Maisernten im eigenen Land sowie in Argentinien und China - Globales Produktionsdefizit dürfte sich in einen Überschuss umkehren - Internationaler Handel mit Mais wird wahrscheinlich deutlich ausgeweitet - Vor allem ukrainische Exporte sollen zulegen - Versorgung weiter unterdurchschnittlich - Internationaler Gerstenhandel 2021/22 vermutlich nur knapp unter Rekordniveau. (c) proplanta

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) veranschlagt die betreffende Menge in seinem Septemberbericht zu den internationalen Getreidemärkten auf 1,198 Mrd t; damit würde die Vorjahresmenge um 80,7 Mio t oder 7,2 % übertroffen. Im August hatten die Washingtoner Fachleute noch mit 11,7 Mio t weniger Mais gerechnet.

Das USDA begründet die optimistischere Prognose unter anderem mit verbesserten Aussichten für die Maisernte im eigenen Land, die jetzt wegen einer größeren Erntefläche und ertragsbedingt bei 380,9 Mio t gesehen wird. Im August waren noch 6,3 Mio t US-Mais weniger erwartet worden.

Die Vorjahresmenge würde demnach um 20,7 Mio t oder 5,7 % übertroffen. Außerdem setzte das Landwirtschaftsministerium seine Prognose für Argentiniens Maisernte herauf. Dort dürften die Landwirte im laufenden Wirtschaftsjahr voraussichtlich 53 Mio t Mais von den Feldern holen, was im Vorjahresvergleich einen Zuwachs um 3 Mio t oder 6 % bedeuten würde.

Zuvor hatten die US-Experten die argentinische Erzeugung bei 51 Mio t gesehen. Als Argument für die jetzt höhere Erwartung wird ein umfangreicher Anbau angeführt. Die Getreidebörse in Buenos Aires geht aktuell indes nur von 50,5 Mio t Mais aus. Ebenfalls angehoben hat das US-Ministerium seine Voraussage für die Maiserzeugung Chinas, und zwar um 5 Mio t auf 273,0 Mio t. Verwiesen wird auf witterungsbedingt bessere Erträge. Im vergangenen Wirtschaftsjahr hatten die chinesischen Landwirte lediglich 260,7 Mio t Mais gedroschen.

EU-Bedarf von gut 76 Millionen Tonnen



Den weltweiten Maisverbrauch 2021/22 taxiert das USDA auf voraussichtlich 1,187 Mrd t; das wären 49,9 Mio t oder 4,4 % mehr als im Vorjahr. Als Folge des voraussichtlich noch größeren Ernteplus dürfte sich das für 2020/21 auf 19,6 Mio t veranschlagte Produktionsdefizit in der laufenden Vermarktungssaison in einen Überschuss von 11,1 Mio t umkehren. Unterdessen soll vor allem Chinas Maisbedarf kräftig steigen, nämlich um 109 Mio t oder 38,2 % auf 394 Mio t.

Der starke Zuwachs dürfte mit der Erholung der Schweinehaltung in der Volksrepublik zusammenhängen. Nach oben angepasst wurde zuletzt auch die Voraussage für den Maisverbrauch in den USA, und zwar um 1,9 Mio t auf 313,1 Mio t; das wären 3,3 Mio t oder 1,1 % mehr als im Vorjahr. Als Begründung führen die Fachleute das voraussichtlich höhere landeseigene Aufkommen dieser Getreideart und in der Folge niedrigere Preise für den Futtermais an. Der Bedarf der EU-27 wird weiterhin bei 76,3 Mio t Mais gesehen, womit die Vorjahresmenge um 500.000 t oder 0,7 % übertroffen würde.

Mehr Mais aus Brasilien und Argentinien erwartet



Im Hinblick auf den internationalen Maishandel geht das US-Agrarressort für 2021/22 von eine Menge von 192,4 Mio t aus; das wäre gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8,6 Mio t oder 4,7 %. Vor allem die Ukraine dürfte ihre Exportlieferungen ausweiten, und zwar nach der Prognose aus Washington um 8,4 Mio t oder 35,6 % auf 32 Mio t. Außerdem wird damit gerechnet, dass die Maisausfuhren Brasiliens und Argentiniens um 5 Mio t auf 33 Mio t beziehungsweise um 4 Mio t auf 39,5 Mio t zulegen.

Im Einklang mit den erwarteten Produktionsüberschuss setzte das USDA seine Prognose für die globalen Maisbestände zum Ende der Saison 2021/22 um 13,0 Mio t herauf; das wären 11,1 Mio t oder 3,9 % mehr als die für den Saisonstart veranschlagte Lagermenge. Dieser Bestand würde reichen, um den globalen Verbrauch für 92 Tage zu decken, was der Kennzahl für das aktuelle Vermarktungsjahr entsprechen würde.

Der Durchschnitt der vergangenen vier Kampagnen würde allerdings um zehn Tage verfehlt. Die Washingtoner Fachleute begründen die Anhebung der Prognose für die weltweiten Maisendbestände vor allem mit den erntebedingten Zuschlägen für China von 9,0 Mio t auf 207,2 Mio t und für das eigene Land von 4,2 Mio t auf 35,8 Mio t.

Weniger Gerste aus der EU



Wie das US-Agrarressort mit Blick auf den internationalen Gerstenmarkt ausführt, dürfte 2021/22 das zweithöchste Handelsvolumen aller Zeiten erreicht werden. Die Washingtoner Experten beziffern die betreffende Menge auf 33,5 Mio t; damit würde der im Vorjahr erreichte Rekord nur um 1,5 Mio t verfehlt. Im Einzelnen wird für Kanada mit einer Einschränkung der Ausfuhren gerechnet, und zwar um 1,3 Mio t auf nur noch 2,0 Mio t. Außerdem werden „nur“ 5,0 Mio t Gerste aus Russland erwartet, nach noch 5,6 Mio t im Vorjahr. Ferner dürften die Lieferungen der EU-27 in Drittländer um 500.000 t auf 7,3 Mio t zurückgehen

Profitieren werden nach Einschätzung der Washingtoner Marktexperten die Gerstenexporteure in der Ukraine und in Argentinien, für die sie für 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme der betreffenden Ausfuhren um 1,3 Mio t auf 6,0 Mio t beziehungsweise 600.000 t auf 3,5 Mio t prognostizieren.
AgE
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