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06.11.2015 | 08:46 | Phosphor und Stickstoff 
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Nährstoff-Einträge in Ostsee kommen vor allem aus Landwirtschaft

Stralsund - Die Landwirtschaft ist nach Einschätzung von Experten Hauptverursacher für Nähstoffeinträge in die Ostsee

Nähstoffeinträge
Über Flüsse und die Atmosphäre gelangen Nährstoffe aus der Landwirtschaft in die Ostsee. Durch Ökolandbau, sparsamen Düngereinsatz und Verringerung der Viehbestände kann diese Belastung gesenkt werden, sagen Fachleute auf einer Tagung in Stralsund. (c) proplanta

Wer die Überdüngungen der Ostsee stoppen und Todeszonen verhindern wolle, der müsse gemeinsam mit den Landwirten Lösungen finden, sagte WWF-Agrarreferentin Birgit Wilhelm am Donnerstag auf einer internationalen Tagung der Umweltorganisation in Stralsund.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes gelangten allein im Jahr 2012 knapp 31.000 Tonnen Phosphor und 872.000 Tonnen Stickstoff in die Ostsee. Diese Einträge müssten gemäß der Berechnungen für den Ostseeaktionsplan auf knapp 22.000 Tonnen Phosphor und 792.000 Tonnen Stickstoff reduziert werden, sagte Wera Leujak vom Umweltbundesamt. Dann könne die Ostsee einen «guten Zustand» in Bezug auf ihre Nährstoffkonzentration erreichen.

Aus der Landwirtschaft stammten demnach 70 bis 90 Prozent der diffusen Stickstoffeinträge und 60 bis 90 Prozent der diffusen Phosphoreinträge, die über die Flüsse in die Ostsee gelangen. Die Landwirtschaft, insbesondere die Viehhaltung, habe auch den größten Anteil an den Einträgen des stickstoffhaltigen Ammoniaks in die Ostsee.

«Der Anteil der Landwirtschaft ist im letzten Jahrzehnt stark gestiegen, weil andere Quellen wie beispielsweise Einträge aus Kläranlagen, rückläufig sind», so Leujak weiter. Eine weitere wichtige Eintragsquelle von atmosphärischem Stickstoff in die Ostsee sei die Schifffahrt, deren Anteil aufgrund des zunehmenden Schiffsverkehrs auf Nord- und Ostsee ebenfalls gestiegen sei.

Um die Situation zu verbessern, müssten Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft nach Angaben des Umweltbundesamtes durch ein angepasstes Düngemanagement reduziert werden. Zudem sollten ausreichend breite Gewässerrandstreifen angelegt und der ökologischen Landbau ausgeweitet werden. Auch die Verringerung der Viehbestände insbesondere in Regionen mit hohen Besatzdichten trage zu einer Reduzierung der Nährstoffeinträge bei.

Ein finnisches Landwirte-Paar wurde auf der Tagung zum «Ostsee-Landwirt 2015» gekürt. Das Ehepaar Markus Eerola und Minna Sakki-Eerola habe vieles für eine nachhaltige Landwirtschaft getan. Im Zentrum stünden abwechslungsreiche Fruchtfolgen und die Pflege von Pufferzonen zum Schutz vor Erosion und Nährstoffausträgen.

Unter dem Motto «Eine grünere Landwirtschaft für eine blauere Ostsee» beraten Landwirte, Forscher, Politiker und Naturschutzorganisationen aus allen Ostseeanrainerstaaten bis Freitag in Stralsund.
dpa
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kurri Altbauer 85 schrieb am 18.11.2015 16:21 Uhrzustimmen(74) widersprechen(54)
Auf der WWF Tagung in Stralsund wird mal wieder kräftig gegen die Landwirtschaft gewettert! Man wirft ihr vor, an der Überdüngung der Ostsee der Hauptsünder zu sein! Wie kommt das UBA eigentlich zu der Aussage von 872 000 Tonnen Stickstoffeintrag in die Ostsee? Wer bläst den NOX in die Luft? Da wird zwar auf auf den Schiffsverkehr hingewiesen, auf die überproportionale Zunahme des LKW Verkehrs und des Flugverkehrs, werden überhaupt nicht erwähnt! Bei der Verbrennung von Erdölprodukten entsteht NO, dies oxidiert sehr schnell weiter zu No2 und No3. Auf diese Weise gelangen pro Jahr mit den Niederschlägen 80 kg Stickstoff pro ha/Jahr auf die Erde und auch in die Meere! Darüber wird ungern gesprochen, man hat ja den Prügelknaben Landwirtschaft schnell zur Hand! Das die grünen Berufe 30 % des benötigten Sauerstoffs erzeugen, 70% liefern die Ozeane, das wird gerne von den“Experten“ unter den Tisch gekehrt. Ohne Sauerstoff gäbe es kein Leben auf dieser Erde!
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