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15.03.2018 | 08:02 | Steigender Privatkonsum 
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Deutsche in bester Kauflaune

Wiesbaden - Den Deutschen sitzt das Geld lockerer denn je: Im vergangenen Jahr haben die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben so stark gesteigert wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.

Konsumausgaben 2017
Die Gehälter steigen, und auf der Bank gibt es keine Zinsen: Die Menschen in Deutschland geben mehr Geld für ihre täglichen Bedürfnisse aus. Doch zuletzt gab es kleine Stimmungsdämpfer. (c) proplanta

Angetrieben von niedrigen Zinsen, einer starken Wirtschaftsentwicklung und günstigen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt gaben die Menschen in Deutschland rund 1,64 Billionen Euro für ihre eigenen Bedürfnisse aus, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Das waren 3,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor und damit der höchste Anstieg seit 1994, erläuterte die Behörde anlässlich des Weltverbrauchertags an diesem Donnerstag (15. März). In der Zahl sind auch die in der Jahresfrist gestiegenen Preise enthalten. Ohne diesen Effekt (preisbereinigt) wuchsen die Ausgaben um 1,9 Prozent.

Unter anderem kauften die Menschen Autos und andere langlebige Güter, steckten Geld in ihre Wohnungen und leisteten sich hochwertigere Nahrungsmittel. Besonders stark war der Zuwachs bei Schuhen und Bekleidung (nominal +5,9 Prozent) - ein Rekordplus seit 1992. Zudem gaben die Deutschen mehr Geld für Autos (+ 8,6 Prozent) und Kraftstoffe aus (+7,8 Prozent) sowie für Nahrungsmittel, Getränke und Tabak (+ 3,8 Prozent).

Während die Kosten für Hotels und Gastronomie um 4,9 Prozent kletterten, stiegen die Aufwendungen für Wohnungen trotz des Mangels in vielen Städten nur unterdurchschnittlich: Inklusive Nebenkosten wuchsen sie um 2,7 Prozent.

Der private Konsum gilt als wichtige Stütze des langjährigen Wirtschaftsaufschwungs in Deutschland. Dabei gaben die Menschen keineswegs ihr ganzes verfügbares Einkommen aus, dessen Gesamtbetrag die Statistiker für 2017 auf 1,88 Billionen Euro bezifferten. Die Sparquote stieg trotz der niedrigen Zinsen damit wieder leicht auf 9,9 Prozent (2016: 9,7 Prozent).

Auf EU-Ebene machen die deutschen Konsumausgaben rund ein Fünftel aus. Pro Kopf liegen die Deutschen allerdings nur im Mittelfeld hinter den skandinavischen Bürgern, den Briten oder den Luxemburgern. Auch die Österreicher haben 2016 pro Kopf mehr Geld ausgegeben. Für 2017 lagen noch keine vergleichbaren Angaben hierzu vor.

Für den März 2018 hatten die Marktforscher der GfK bei den deutschen Verbrauchern eine leicht gedämpfte Konsumneigung festgestellt. Gründe für zunehmende Sorgen waren der GfK zufolge die protektionistische Handelspolitik der USA, der kleine Börsenabsturz Mitte Februar sowie die schleppende Regierungsbildung in Berlin. Zumindest der letzte Punkt ist seit Mittwoch Vergangenheit.
dpa
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Kommentare 
cource schrieb am 15.03.2018 08:46 Uhrzustimmen(16) widersprechen(15)
glatt gelogen, denn in den Berliner einkaufstempeln herrscht gähnende leere in den shopingmalls der berliner randbezirke sind nur noch wenige modeketten mit deutlich reduziertem angebot vertreten und ohne die touristen wäre Berlin konsumtechnisch schon längst pleite
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