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09.05.2021 | 00:47 | Rapsmarkt 

Matif-Raps markiert neues Allzeithoch

Paris - An der Pariser Terminbörse hat der Kurs des Kontraktes auf Raps zur Lieferung im August 2021 zum Ende der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch erreicht.

Aktuelle Rapspreise
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Kontrakt auf neuerntige Ware kostete am Freitagmorgen fast 550 Euro - Analystenhaus Stratégie grains rechnet mit Abbau der Bestände im Wirtschaftsjahr 2021/22 - EU dürfte in der kommenden Saison weniger Raps importieren - Getreiderat setzt Ernteprojektion für Frankreich nach unten - Globale Erzeugung aber auf Vierjahreshoch gesehen - UFOP: Pflanzenölpreise haussieren. (c) proplanta

Am Freitagmorgen wurde der betreffende Future in der Spitze für 546,25 Euro/t gehandelt, bevor er sich gegen 11.00 Uhr auf 543,25 Euro/t verbilligte. Damit wurde der bisherige Kursrekord vom Juli 2012 für Raps-Augustfutures von 526,25 Euro/t deutlich übertroffen.

Im Einklang mit den Terminkursen geht das französische Analystenhaus Stratégie grains davon aus, dass die Erzeugerpreise für Rapssaat aus der kommenden Ernte das Vorjahresniveau deutlich übertreffen werden. Die Fachleute erwarten zudem einen Abbau der globalen Lagerbestände. In der Europäischen Union wird zwar mit einem Produktionszuwachs auf 16,78 Mio t gerechnet; jedoch soll die Vermahlung leicht zurückgehen.

Die EU-Rapsimporte dürften 2021/22 im Vorjahresvergleich kleiner ausfallen. Auslöser sei unter anderem die geringere Verfügbarkeit von Schwarzmeerware. Zudem dürfte Canola aus Kanada im Zeitraum Juli bis September nicht wettbewerbsfähig sein.

Weiterhin getrieben werden dürfte der Rapsmarkt nach Einschätzung von Stratégie grains durch die wachsende Nachfrage nach Pflanzenöl für die menschliche Ernährung und für die Erzeugung von Biodiesel. Die feste Entwicklung der Rapspreise in den vergangenen Monaten begründen die Fachleute mit dem knappen globalen Angebot an der schwarzen Ölfrucht und mit den hohen Schlaglöhnen.

Frostschäden in Frankreich



Derweil setzte der Internationale Getreiderat (IGC) seine Projektion für die kommende Rapsernte in der EU-27 um 300.000 t auf 16,3 Mio t herab; jedoch würde damit das Vorjahresergebnis noch um 200.000 t oder 1,1 % übertroffen. Als Begründung für die pessimistischere Einschätzung nannten die Londoner Fachleute Frostschäden in Frankreich. Die dortige Rapsproduktion wird nun bei 2,9 Mio t gesehen, nach 3,2 Mio t im Vorjahr.

Die Voraussage für die Rapserzeugung in Deutschland beließ der IGC bei 3,6 Mio t. Dagegen hoben die Londoner Fachleute ihre Prognosen für die Rapsernten in Indien und den USA um 1 Mio t auf 8,9 Mio t beziehungsweise 100.000 t auf 1,7 Mio t an. Die globale Rapserzeugung 2021/22 sehen die Experten jetzt bei 73,5 Mio t; das wäre das größte Aufkommen der vergangenen vier Jahre.

Mehr Raps aus Kanada



Die Rapseinfuhren der EU-27 veranschlagt der Getreiderat für die kommende Saison weiterhin auf 6,2 Mio t. Das wären zwar 200.000 t weniger als im laufenden Wirtschaftsjahr; der langjährige Durchschnitt würde damit aber nicht erreicht. Auch die IGC-Voraussage für die Rapseinfuhren Chinas blieb unverändert, und zwar bei überdurchschnittlichen 3,2 Mio t. Demnach würde auch hier die Vorjahresmenge verfehlt, und zwar um fast 100.000 t.

Ebenfalls rückläufig werden sich nach den Prognosen des Getreiderates die Rapsausfuhren Australiens und der Ukraine 2021/22 entwickeln; diese sollen um jeweils 100.000 t auf 2,6 Mio t beziehungsweise 2,0 Mio t abnehmen. Dagegen wird für Kanada eine Steigerung der Rapsexporte um 200.000 t auf 11,7 Mio t Raps vorausgesagt.

Nachfrage rückläufig



Angesichts höherer Preise wird die globale Nachfrage nach der schwarzen Ölfrucht voraussichtlich sinken. Der IGC geht mit Blick auf die kommende Vermarktungsperiode derzeit von 70,6 Mio t Raps aus, die verbraucht werden dürften, verglichen mit 71,3 Mio t in der noch laufenden Kampagne. Davon soll ein Bedarf von 22,6 Mio t Raps auf die EU-27 entfallen, was im Vergleich zur Schätzung für 2020/21 einem Rückgang um 100.000 t entsprechen würde.

Dagegen wird der Rapsverbrauch Chinas wahrscheinlich weiter steigen; prognostiziert wird im Vorjahresvergleich eine Zunahme um 300.000 t auf 17,6 Mio t. Die globalen Rapsbestände werden nach Einschätzung der Londoner Fachleute Ende 2021/22 mit 3,4 Mio t um 100.000 t kleiner ausfallen als für den Anfang geschätzt. Davon sollen 1,0 Mio t auf Australien, Kanada und die Ukraine entfallen - dies sind die wichtigsten Exportländer. Damit würde die betreffende Durchschnittsmenge der vergangenen fünf Jahre um zwei Drittel verfehlt.

Pflanzenölpreise auf Höchstniveau



Unterdessen berichtete die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) in Berlin mit Verweis auf Daten der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), dass die Pflanzenölpreise im April das höchste Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995 erreicht hätten.

Die Marktakteure rechneten für die laufende Saison mit einer Verknappung des Rapsölangebots, und zwar als Folge der begrenzten Rohstoffverfügbarkeit und Chinas regem Kaufinteresse. Der Rapsölpreis habe Ende April mit 1.213 Euro/t fob Deutschland um rund 75 % über dem Vorjahresniveau gelegen.

Sonnenblumenöl sei zur selben Zeit mit 1.341 Euro/t fob Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ARA) bewertet worden, womit das Vergleichsniveau von 2020 um mehr als 100 % übertroffen worden sei. Maßgeblich sei das knappe Rohstoffangebot in der EU, der Ukraine und Russland, so die UFOP.

Indes habe es laut AMI für Palmöl den höchsten Preisaufschlag gegeben; hier sei es bis Ende April im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 121 % auf 1.055 Euro/t cif Rotterdam aufwärts gegangen. Grund sei der kräftige Abbau der Vorräte Malaysias. Dort mangle es coronabedingt an Arbeitskräften, so dass die Produktion in dem zweitgrößten Palmölexportland gedrosselt worden sei, erklärte die UFOP.

Die deutschen Ölmühlen seien bei einer jährlichen Verarbeitungskapazität von gut 9 Mio t Rapssaat vor allem auf deutschen und europäischen Rohstoff angewiesen, um die Nachfrage nach Rapsöl und gentechnikfreiem Rapsschrot für die Tierernährung zu bedienen.


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