Donnerstag, 23.09.2021 | 03:48:26
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
23.09.2015 | 02:58 | Ungesunder Lebensstil 
 1

Rauchen, Trinken und falsche Ernährung geben WHO Anlass zur Sorge

Kopenhagen / London - Viele Europäer leben äußerst ungesund. Das soll sich ändern.

Ungesunder Lebensstil
Die Europäer trinken im Schnitt mehr als andere Menschen, rauchen relativ viel und sind recht dick. Die Länder der europäischen Region kämpfen dagegen an - mit kleinen Erfolgen. (c) proplanta

So haben sich die Länder der Europaregion vorgenommen, bis 2020 die vorzeitigen Todesfälle durch Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen um jährlich 1,5 Prozent zu senken. Dieses Ziel ist fast erreicht, wie ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt zeigt.

Auch die Säuglingssterblichkeit in den 53 Ländern ist auf ihrem niedrigsten Stand. Dennoch schlagen die Experten Alarm, denn zu hoher Alkoholkonsum, Übergewicht und das Rauchen sind in den meisten Fällen Schuld an einem vorzeitigen Tod.

«Der Report zeigt ermutigende Fortschritte», sagte Zsuzsanna Jakab, die Direktorin der WHO-Region Europa. Diese könnten jedoch zunichtegemacht werden, wenn der hohe Alkohol- und Tabakkonsum auf dem derzeitigen Level bleibe. «Dies ist besonders relevant für junge Leute, die möglicherweise nicht so lange leben werden wir ihre Großeltern.» Die europäische WHO-Region umfasst 53 Länder, darunter auch Staaten wie das gesamte Russland und Turkmenistan.

Folgende Faktoren beeinflussen die vorzeitige Sterblichkeit:

Alkoholkonsum



In den vergangenen Jahren ist der Alkoholkonsum in der europäischen Region dank verschiedener Kampagnen zurückgegangen. So wurde nach den jüngsten verfügbaren Daten von 2005 bis 2010 zehn Prozent weniger getrunken. Dennoch konsumieren Europäer weltweit am meisten Alkohol.

Die Durchschnittsmengen pro Jahr sind in den Ländern aber sehr unterschiedlich und reichen von 0,32 bis 14,4 Litern reinem Alkohol pro Einwohner. Besonders viel getrunken wird in Weißrussland und Litauen, am wenigsten in islamisch geprägten Ländern wie der Türkei und Aserbaidschan. In Deutschland wird mit rund 11 Litern immer noch vergleichsweise viel getrunken.

Tabakkonsum



Der Rückgang beim Tabakkonsum ist ganz wesentlich dafür verantwortlich, dass die Rate der vorzeitigen Todesfälle insgesamt gesunken und die Lebenserwartung vor allem von Männern gestiegen ist. Allein von 2010 bis 2012 wurde in 39 von 41 Ländern, bei denen entsprechende Daten vorlagen, weniger geraucht. Trotzdem ist die Quote weiterhin relativ hoch. Durchschnittlich hängen 30 Prozent der Europäer am Glimmstängel, wie die WHO schätzt. Am meisten geraucht wird in Russland, Georgien und Griechenland. Die Dänen und die Isländer sind am zurückhaltendsten. Deutschland liegt im Mittelfeld.

Übergewicht



Fettleibigkeit sei eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, meinen die Experten der WHO. In allen 51 Ländern, für die Daten vorlagen, sei die Anzahl übergewichtiger und fettsüchtiger Menschen von 2010 bis 2014 gestiegen. Die meisten übergewichtigen Menschen leben in Amerika (61 Prozent), doch die europäische Region ist mit 58,6 Prozent nicht weit davon entfernt. Abgesehen von verschiedenen körperlichen Behinderungen und psychischen Problemen sei Übergewicht häufig auch der Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes.

Impfung



In den Ländern der europäischen Region waren 2012 durchschnittlich rund 95 Prozent der Kinder gegen Masern und Kinderlähmung (Polio) geimpft. Trotz der recht hohen Rate sind in der Hälfte der Mitgliedsländer 2013 die Masern ausgebrochen. Betroffen waren unter anderem Erwachsene, die nicht geimpft waren, oder Gruppen, die das Impfen aus religiösen Gründen ablehnen. Auch die Gefahr eines Polioausbruchs sei nicht gebannt, warnen die Experten. 18 Länder seien gefährdet, 4 sogar extrem gefährdet.

Externe Faktoren wie Unfälle, Mord, Suizid



Die Sterblichkeitsrate bedingt durch äußere Ursachen und Verletzungen ist seit 2002 rückläufig. Gründe hierfür seien Strategien für mehr Verkehrssicherheit und höhere Sicherheitsstandards. Männer sterben rundweg häufiger bei Unfällen als Frauen, vor allem im Straßenverkehr. Besonders gefährdet sind Männer von 15 bis 44 Jahren. Am gefährlichsten ist der Verkehr dem Bericht zufolge in Kirgistan, Moldawien und Griechenland. Deutschland liegt in dem Bereich weit besser als der Durchschnitt.

Die mit Abstand meisten Tötungen pro 100.000 Einwohner gibt es in Russland, die meisten Selbstmorde in Litauen und Weißrussland. Die durchschnittliche Suizidrate ist in der Europaregion höher als in den anderen WHO-Regionen. (dpa)
Kommentieren Kommentare lesen ( 1 )
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


Kommentare 
cource schrieb am 14.11.2015 08:07 Uhrzustimmen(72) widersprechen(79)
diese elende heuchelei stinkt ja zum himmel--die gesellschaft kann es sich nicht leisten, wenn alle die maximale lebenserwartung von 120 Jahren erreichen also müssen wege gefunden werden um ein vorzeitiges ableben als natürlich erscheinen zu lassen--und der ungebildete ottonormalverbraucher glaubt ja auch, dass altersbedingte leiden und vorzeitiges ableben unausweichlich sind
  Weitere Artikel zum Thema

Mehr Jugendliche während Pandemie mit Essstörungen im Krankenhaus

Große Unterschiede bei Alkoholpreisen in der EU

Hat die Corona-Krise den Tod Hunderttausender Babys zur Folge?

Grundschüler: Mehr Kilos, weniger Fitness im ersten Pandemiejahr?

Verschiedene Krebsarten durch Bluttest erkennen

  Kommentierte Artikel

Schweinehalter in Existenzkrise

Mühlen suchen verzweifelt nach Hartweizen

Agrarminister fordert Aberkennung der Gemeinnützigkeit für Peta

Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft beklagt Kostendruck

2.000 Quadratmeter zum (Über-)Leben?

Zuckerrüben: Zuckerwirtschaft geht von guter Entwicklung aus

Getreideaufkommen auf 42,1 Millionen Tonnen veranschlagt

Mehr Starkregen: Vor allem Städte müssen umdenken

Nur unterdurchschnittliche Getreidernte in Baden-Württemberg 2021

Schwankungen und Starkregen: Schwächere Ernte 2021

Nachrichten
Agrarpolitik
Agrarwirtschaft
Unternehmen
Landtechnik
Pflanze
Tier
Bio
Wissenschaft
Wald & Forst
Umwelt
Energie
Verbraucher
Karriere
Landleben
Medizin
IT & Medien
Veranstaltungen
Neuerscheinungen
Service

Agrarnachrichten-Ticker
Schlagzeilen
Tags
Archiv
Premium-News
Agrar-Suchbegriffe
RSS-Channel
Markt & Preis
Warenbörsen
Mannheimer Produktenbörse
Südwestdeutsche Warenbörse
Frankfurter Produktenbörse
Stuttgarter Produktenbörse
Bayerische Warenbörse
Würzburger Produktenbörse
Vereinigte Getreide- u. Produktenbörse Braunschweig - Hannover - Magdeburg
Hamburger Getreidebörse
Bremer Getreide- und Futtermittelbörse
Getreide- und Produktenbörse Paderborn
Rheinische Warenbörse
Mitteldeutsche Produktenbörse - Berlin - Brandenburg
Mitteldeutsche Produktenbörse - Dresden
Mitteldeutsche Produktenbörse - Erfurt
Mitteldeutsche Produktenbörse - Halle
Börse Wien
Marktberichte

Warenterminmärkte
CBoT-Weizenpreis
CBoT-Maispreis
MATIF-Weizenpreis
MATIF-Rapspreis
MATIF-Maispreis
EUREX-Schweinepreis
EUREX-Ferkelpreis
Agrarmarkt-Widget
Glossar

Stellenmarkt
Stellenangebote
Stellengesuche
Jobwall
Agrarstudium
Grüne Berufe
Bewerbungstipps
Online-Journal

Marktplatz
Landtechnik
Traktoren
Traktorzubehör
Baumaschinen
Ersatzteile
Erntetechnik
Saattechnik
Fütterungstechnik
Räder
Bodenbearbeitung
Kommunalgeräte
Forsttechnik

Kleinanzeigen
Angebote
Gesuche

Büchermarkt
Angebote

Futtermittel
Suche
Rinderfutter
Kälberfutter
Milchviehfutter
Schweinefutter
Ferkelfutter
Eberfutter

Wetter
Agrarwetter Deutschland
Agrarwetter Baden-Württemberg
Agrarwetter Bayern
Agrarwetter Brandenburg
Agrarwetter Hessen
Agrarwetter Mecklenburg-Vorpommern
Agrarwetter Niedersachsen
Agrarwetter Nordrhein-Westfalen
Agrarwetter Rheinland-Pfalz
Agrarwetter Saarland
Agrarwetter Sachsen-Anhalt
Agrarwetter Schleswig-Holstein
Agrarwetter Thüringen

Wetterrückblick
Niederschlagsradar
Unwetterwarnung Deutschland
15-Tage-Temperaturtrend

Agrarwetter Österreich
Agrarwetter Schweiz
Agrarwetter Frankreich
Météo Agricole France
Agrarwetter Italien
Meteo Agricolo Italia

Profiwetter Deutschland
Profiwetter Österreich
Profiwetter Schweiz
Profiwetter Frankreich
Météo Professionnel France
Profiwetter Italien
Meteo Professionale Italia

Agrarwetter.net

Agrar-Branchenbuch
Alle Rubriken
Produktverzeichnis
Firmenverzeichnis

Behörden
Bildungseinrichtungen
Organisationen
Bio-Handel
Fruchthandel
Direktvermarkter
Innenwirtschaft
Landhandel
Landtechnik
Lohnunternehmen
Pflanzenproduktion
Tierproduktion
Verarbeitung
Beratung
Energie
Hofurlaub
Veranstaltungen
Garten- und Landschaftsbau
Maps
Bodenpreise
GVO

Agrarforum

Veranstaltungen
Messen Ausstellungen
Tagungen Kongresse
Workshops Seminare Vorträge
Info-Veranstaltungen
Feldtage
Auktionen
Feste
Wettbewerbe
Traktor-Pulling

Infothek

Lexikon: 
Landwirtschaft Unkräuter

Wörterbuch: 
Landwirtschaft Landtechnik Pflanzenkrankheiten Pflanzenschädlinge Unkräuter Nutztiere Tiergesundheit

Pflanze: 
Mais Weizen Gerste Roggen Reis Raps Sonnenblume Sojabohne Baumwolle Zuckerrübe Kartoffel Wein Tabak

Tiere: 
Rind Schwein Schaf Ziege Geflügel


Ratgeber

Umfrage

Mediathek
Fotos
Videos
Pflanzenbauberater
PSM-Suche
Pflanzenschutzmittel
Neuzulassungen
Ablauffristen
Aufbrauchfristen
Abgelaufene Mittel
Zulassungsverlängerungen
Auflagen

PSM-Empfehlungen
Herbizide
Fungizide
Insektizide Getreide
Wachstumsregler Getreide

Sorten-Suche
Neue Sorten
Pflanzenzüchter

Regionale Empfehlungen

Garten-Ratgeber
Für angemeldete User
Stellenanzeige schalten
Kleinanzeige schalten
Eintrag ins Branchenbuch
Online-Landvermessung
Wetter-Profile anlegen
Projekte in Maps anlegen
Newsletter-Profil anlegen
Zugang Unkraut-Lexikon
Zugang Premium-News
E-Markttelegramm abonnieren

zur Anmeldung
Service
Bannerschaltungen
Newsticker
Agrarfotos
PR-Meldungen
Agrarmarkt-Informationen
Agrarmarkt-Widget
Wetterfenster für Homepage

Info + Preise

Kontakt