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19.11.2022 | 14:42 | Bodenmarkt 
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Rheinland-Pfalz: Kein Agrarland-Verkauf in größerem Stil an Investoren

Mainz - In Rheinland-Pfalz werden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums keine landwirtschaftlichen Flächen in größerem Stil an Investoren verkauft werden, die nicht der Agrarwirtschaft entstammen.

Agrarland-Verkauf
(c) proplanta
«Der immer wieder insbesondere in Ostdeutschland erwähnte Flächenerwerb durch Nichtlandwirte spielt in Rheinland-Pfalz von lokalen Ausnahmen abgesehen eine untergeordnete Rolle», teilte das Ministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion mit.

Die Kaufpreise für einen Hektar Acker- und Grünlandfläche haben im Schnitt zwischen 2010 und 2020 um rund 68 Prozent auf knapp 15.800 Euro zugelegt. Damit liege Rheinland-Pfalz deutlich unter dem westdeutschen Schnitt von rund 110 Prozent. In Ostdeutschland lag dieser Wert bei rund 129 Prozent.

Die Pachtpreise in Rheinland-Pfalz sind im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 199 auf 260 Euro je Hektar gestiegen. Deutschlandweit kletterten die Pachtausgaben der Agrarwirtschaft von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf fast 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2020. «Die Zahlen auf dem landwirtschaftlichen Pachtmarkt in Rheinland-Pfalz geben im Vergleich zu anderen Bundesländern gegenwärtig keinen Anlass zur Sorge», erklärte das Wirtschaftsministerium.

Generell habe der Anstieg der Kauf- und Pachtpreise verschiedene Ursachen, die regional unterschiedlich ausgeprägt sein könnten, hieß es weiter. Dazu zählten langfristig veränderte Gewinnerwartungen in der Landwirtschaft, eine zunehmende Nachfrage nach Flächen durch wachsende Betriebe, der Flächenbedarf beispielsweise von Bund, Land und Kommunen zur Umsetzung von Infrastrukturvorhaben, Investitionen von Kapitalanlegern in Grund und Boden und gleichbleibendes, eher abnehmendes Angebot an landwirtschaftlich genutzten Flächen.
dpa/lrs
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Kommentare 
Stefan kunz schrieb am 19.11.2022 17:48 Uhrzustimmen(5) widersprechen(9)
Früher war dieser Agrarlandverkauf sauber geregelt. Das wurde dann vor einigen Jahren stillschweigend ausgehebelt.
Ist ja klar, da gibt es Leute die wollen Geld anlegen, Zinsen gibt es kaum bis garnicht, und hier Subventionen einstreichen. Ein Schelm wer da quer denkt.
In der Ukraine hat das doch auch funktioniert gegen die Bevölkerung, und nun schaut man dumm aus der Wäsche.
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