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21.05.2020 | 05:24 | Green Deal 
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Heftiger Widerstand gegen Greening-Strategie der EU

Brüssel / Berlin - Mit Plänen für gesündere Lebensmittel und umfassenden Naturschutz hat die EU-Kommission heftigen Protest von Bauern ausgelöst.

EU
Eine grüne Revolution für gesünderes Essen und sichere Lebensräume für Bienen, Vögel und andere Tiere im dicht besiedelten Europa: Die EU-Kommission hat weitreichende Pläne für die nächsten zehn Jahre. Doch es gibt heftigen Widerstand. (c) proplanta

Von einem «Generalangriff auf die gesamte europäische Landwirtschaft» sprach der Präsident des Deutschen und Europäischen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, am Mittwoch.

Die EU-Kommission präsentierte ihre Strategien für eine nachhaltigere Ernährung und mehr Artenschutz in der Europäischen Union jedoch selbstbewusst. «Das ist die konkrete Übersetzung dessen, was wir mit dem «Green Deal» angekündigt haben», sagte Vizepräsident Frans Timmermans.

Der «Green Deal» ist ein Kernvorhaben der EU-Kommission unter Ursula von der Leyen - stand zuletzt aber im Schatten der Corona-Krise. Die EU soll bis 2050 «klimaneutral» werden, es sollen also keine neuen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen.

Was nicht eingespart werden kann, muss gespeichert werden. Die Landwirtschaft trägt vor allem in der Viehzucht erhebliche Mengen Klimagase bei. Andererseits kann Aufforstung große Mengen Kohlendioxid binden.

In ihrer «Vom-Hof-auf-den-Teller»-Strategie nimmt die EU-Kommission nun die gesamte Produktionskette von Lebensmitteln in den Blick. Die EU solle weltweit zum Vorbild für gesunde, umweltschonende und wirtschaftlich verträglich Ernährung werden. Die Pläne sehen unter anderem vor, dass der Einsatz gefährlicher oder schädlicher Pflanzenschutzmittel innerhalb von zehn Jahren halbiert wird.

Außerdem sollen bis 2030 mindestens 20 Prozent weniger Dünger benutzt und der Verkauf antimikrobieller Mittel wie Antibiotika etwa für Nutztiere um 50 Prozent reduziert werden. Um digitale Innovation in der Landwirtschaft voranzutreiben, soll bis 2025 in allen ländlichen Gebieten schnelles Internet verfügbar sein.

Unmittelbare Auswirkung auf das Verhalten von Verbrauchern soll ein verpflichtendes Nährwertlogo auf der Vorderseite von Lebensmitteln haben. Es gehe nicht darum, den Menschen vorzuschreiben, was sie kaufen, sagte Timmermans. Aber sie sollten ihre Entscheidung besser informiert treffen. Die Behörde werde dazu einen Gesetzesvorschlag machen.

Deutschland will noch in diesem Jahr ein Logo für Fertigprodukte einführen - allerdings auf freiwilliger Basis der Hersteller. Bei dem System handelt es sich um den aus Frankreich stammenden Nutri-Score. Dieser bezieht neben Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe in die Bewertung ein und gibt einen Wert auf einer fünfstufigen Skala an.

Damit in der EU künftig weniger Lebensmittel im Müll landen, will die EU-Kommission bis 2023 Gesetzesvorschläge vorlegen. So sollen die Lebensmittelabfälle im Einzelhandel und von Verbrauchern in Einklang mit bestehenden UN-Zielen bis 2030 halbiert werden.

Die Strategie für mehr Artenvielfalt soll Bienen, Vögel und andere Tiere vor dem Aussterben bewahren. Dafür sollen 30 Prozent der Land- und Meeresfläche in Europa bis 2030 unter Schutz gestellt werden.

Derzeit sind es im Rahmen des europäischen Netzwerks Natura 2000 rund 18 Prozent. Solche Flächen dürfen zwar genutzt werden, aber mit Beschränkungen. Ein Drittel der geschützten Fläche soll besonders geschützt und quasi naturbelassen werden.

Weiteres Ziel der Biodiversitätsstrategie 2030 sind verbindliche Regeln zum Erhalt und zur Wiederherstellung geschädigter natürlicher Flächen. Mindestens 25.000 Kilometer Flüsse sollen renaturiert werden. Zudem sollen bis 2030 drei Milliarden Bäume gepflanzt werden.

Landwirte sollen künftig auf mindestens 25 Prozent der Ackerfläche in Europa Ökolandbau betreiben. Die nötigen Investitionen zur Umsetzung der Strategie beziffert die Kommission auf jährlich 20 Milliarden Euro.

Rukwied vom Bauernverband machte klar, dass er von den Plänen nichts hält: «Wir wollen den Weg hin zu einer umweltfreundlichen Landwirtschaft weitergehen und weiterentwickeln. Aber dieser Vorschlag ist der falsche Weg.» Anstelle neuer Auflagen müsse auf mehr Kooperation gesetzt werden.

Der europäische Verbraucherschutzverband Beuc begrüßte die Vorhaben hingegen. Generaldirektorin Monique Goyens sprach von einem Meilenstein auf dem Weg zu nachhaltiger Lebensmittelproduktion. Insbesondere ein verpflichtendes Nährwertlogo auf Lebensmitteln befürworten die Verbraucherschützer.

Greenpeace kritisierte die «Vom-Hof-auf-den-Teller»-Strategie als nicht weitreichend genug. «Die EU-Kommission hat heute die Chance vertan, das Ende der Massentierhaltung einzuleiten», sagte Christiane Huxdorff. Ohne verbindliche Maßnahmen für weniger Fleischkonsum könnte die Klimaziele nicht erreicht werden. Das Climate Action Network sprach dennoch von einem «wichtigen Schritt nach vorne».

Der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling sagte: «Der Schritt der EU-Kommission hin zu weniger Pestiziden auf den Feldern ist richtig, aber Hochrisikopestizide müssen komplett aus dem Verkehr gezogen werden.» Norbert Lins von der CDU beklagte hingegen, dass die Kommission die Verantwortung hauptsächlich den Landwirten übertrage.
dpa
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agricola pro agricolas schrieb am 26.05.2020 12:49 Uhrzustimmen(25) widersprechen(4)
Lieber Kommentator Teoo, hier noch einige Gedankengänge, die vielleicht auch Sie nochmals zum Nachdenken anregen.

Microplastiken: Was aktuell mit dem Kompost auf unsere Bioflächen ausgebracht wird, ist der EU-Kommission augenscheinlich vollkommen fremd oder wird schlichtweg einfach nur unter den Teppich des ewigen Schweigens gekehrt!? Es kann hier wohl nicht sein, was nicht sein darf!?

Die Wartelisten unserer umstellungswilligen Milchviehhalter bei den Molkereien sind ein absolutes Fremdwort?

Was den Bauern an Erzeugerpreisen für Umstellerware u. hernach Bio-Lebensmittel zugebilligt wird -Tendenz absoluter Preisverfall- da differieren medial publizierte (Wunsch)Preise und die Realität erheblich; um Welten liegt man hier auseinander. Die Ökopreise nähern sich doch heute bereits dramatisch rasant unseren desaströsen konventionellen Preisen an. Weder der Öko-Landbau noch die konventionelle LW können hiervon künftig existieren.

Legt man an die Produkte des Öko-Landbaus ähnlich hohe Wertmaßstäbe an wie derzeit an die konventionellen Erzeugnisse, so landen bei ersterem gigantische Mengen auf den Biomüllbergen, teilweise haben solche sogar Sondermüllstatus; richten Sie hier ein ehrliches Augenmerk z.B. auf Fusarium, Steinbrand etc.pp., wahrlich keine Fremdbegriffe im Öko-Landbau, oder!?

Wie viele Hektare gibt es, um Öko-Raps zu erzeugen?
Die Öko-Winzer können auf ein Schwermetall -KUPFER- keinesfalls verzichten, wie das!?

Unsere Insektenvielfalt ist unabhängig von der jeweiligen Wirtschaftsweise, diese hängt ausschließlich von einer Fruchtfolgegestaltung ab. Wer beeinflusst selbige!? Die mechanischen Unkrautkontrollen der Biobetriebe -4-5 Überfahrten während der Hauptbrutzeit unserer Bodenbrüter!!!- lässt diesen Tieren neben einer beachtlichen Vielzahl von Insekten kaum mehr Überlebenschancen. Welcher Öko-Landwirt kommt ohne Mulcher zurecht, dieses Ackergerät macht allerdings wirklich ALLES(!) vollständig platt!!! Eine wasserschonende Bewirtschaftung der Flächen - ist diese im Öko-Landbau überhaupt realisierbar!?

Unkontrollierter wie im übrigen im Öko-Landbau Nitrat freigesetzt wird, ist kaum mehr zu übertreffen; jede wissenschaftliche Studie dahingehend ist vergleichbar mit der Drosten-Studie und dessen wissenschaftlich publizierte Covid-19-Virenlast, die angeblich von unseren Kindern ausging. Liegen die aktuellen „Geschichten“ über die Giftigkeit/Gefährlichkeit von Nitrat nicht auch einem erheblichen, fortwährend medial gepflegten Irrglauben!?

Thema „Energiepflanzen“: Hier werden die Photonen der Sonne in langkettigen Kohlenwasserstoffen alljährlich neu gebildet und stehen für sämtliche Nutzungsformen zur Verfügung. Womit haben Sie hier also ein Problem!? - Ist es dahingegend wirklich sinnvoller, nur pflanzliche Nahrungsmittel zu produzieren, die ohne jemals einen Teller gesehen zu haben, mit mehr als einem Drittel derzeit direkt in der Tonne landen?

Als konventioneller Ackerbauer ist man mit den Getreide-, Öl- und Zuckerrübenpreisen bestens vertraut. Die Probleme, die man hier den C4-Pflanzen attestiert, kann ich nicht nachvollziehen, wenn man Berechnungsmodelle in der von Ihnen dargelegten Form anstellt.

Wir hier in Zentraleuropa können uns solche Luxusdiskussiönchen nur erlauben, weil wir innerhalb einer fruchtbaren Gunstregion leben. Als Bauer lebe ich in dem bedrückenden Bewusstsein, dass mehr als 800 Mio. Erdenbürger heute noch extrem geißelnden Hunger Tag und Nacht durchleiden müssen. Mit den von Ihnen geäußerten Wertvorstellungen, die auch den gegenwärtigen Aktionismus der EU-Kommission abbilden, wird sich am Hunger der Welt nichts umkehren lassen.

Die eingeforderte Ökologisierung der LW in der Form, funktioniert nur mit einem gigantischen Aufwand an Staatsgeldern, die fließen MÜSSEN!!! Im eigentlichen hat das mit Landwirtschaft, die von ihrer eigenen Hände Arbeit leben und betriebswirtschaftlich existieren kann bei weitem nichts mehr zu tun.

Vielleicht können Sie für diese, meine Argumente, die eines geknechteten Ackerbauern, jetzt etwas mehr Verständnis aufbringen!?
deereblau schrieb am 25.05.2020 22:10 Uhrzustimmen(20) widersprechen(4)
an herrn teoo, wenn sie glauben große betriebe gibt es nur in der schlechten landwirtschaft so irren sie sich ,denn auch in der guten öko-landwirtschft gibt es betriebe mit 1500 kühen und entsprechenden flächen dazu und auch ackerbaubetriebe mit meheren tausend ha. also erst erkundigen und dann andere verteufeln !!!
agricola pro agricolas schrieb am 25.05.2020 18:12 Uhrzustimmen(29) widersprechen(7)
Werter Kommentator Teoo,

Sie zensieren meine Ausführungen als unglaubwürdig und unsachlich, eine gewisse Emotionalität bestätige ich Ihnen aber sehr wohl; wäre mir diese verlustig gegangen, könnten Sie mich heute nicht mehr als aktiven Ackerbauern listen.

Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich Ihnen in erster Linie einen in Stein gemeißelten festen Willen zu einer durchaus beängstigenden Stimmungsmache gegen unsere konventionelle LW bescheinigen muss, wo leider ein grundehrlich sachbezogenes Grundwissen in weiten Strecken sich allenfalls in Halbwahrheiten wiederfindet. Sie können und dürfen nicht sämtliche konventionelle Bauern in Generalhaftung über einen Kamm scheren wollen. Mit eben ehrverletzenden Halbwahrheiten retten wir beide nicht die Welt und schon gar nicht gelingt es uns damit, unsere Jugend auf den deutschen/europäischen Höfen bei Laune zu halten.

Vielleicht akzeptieren Sie ganz einfach, dass ich innerhalb zweier Studiengänge Agrarwissenschaften –mit sehr erfolgreichen Abschlüssen übrigens, was ich hier nicht aus elitären Gründen betonen möchte- sowie hernach unter jahrzehntelanger Berufspraxis mir einen solch umfangreich fundierten fachlichen Wissenshorizont angeeignet habe, welchen ich mir von Ihnen nicht in Abrede stellen lassen muss. Phytopathologie und Bodenkunde waren u.a. übrigens nachweislich meine Steckenpferde.

Um Ihnen die letzten Zweifel zu nehmen, in meiner Schaffenszeit als selbstständiger Landwirt habe ich in keinem Jahr noch Verluste geschrieben, ich leiste also überaus bereitwillig meinen Sozialbeitrag für unseren deutschen Staat. Mein unabhängig stets kritischer Freigeist hat mich in die Lage versetzt, aufgrund meiner von Ihnen in Abrede gestellten Fachkompetenz Jahr um Jahr universitäres Wissen ohne Zwischenwirt vom Acker fahren zu können, wobei ein großes Augenmerk meinerseits schon immer auf eine weitreichende Ökologie in Kombination mit einer dennoch unverzichtbaren Ökonomie gerichtet war.

Nachdem ich mich nun vor Ihnen quasi zunächst erst einmal profilieren musste, erlauben Sie es mir also als durchaus versiertem Praktiker hoffentlich auch, unserer gegenwärtigen Agrarpolitik leider eine äußerst oberflächliche Ausrichtung mit mangelhaftem Weitblick für das Wesentliche attestieren zu müssen. In einer zwischenzeitlich nur noch blinden Regelungswut in Form von unzähligen Restriktionen, Verordnungen und Erlassen baut man äußerst wackelige weltweite Leuchttürme ohne zunächst einmal ein solides Fundament geschaffen zu haben. Eine solche narzisstische Persönlichkeitsinszenierung unserer gewählten Entscheidungsträger kann auf Dauer so nicht gut gehen. – Und was dann, wenn es vielleicht zu spät ist, um hier noch rechtzeitig korrigierend eingreifen zu können!? Warum sprechen Sie Ihren bestens ausgebildeten Bauern jedwede Fachkompetenz ab. Reden Sie mit den Praktikern, profitieren Sie von deren reichem Erfahrungsschatz, den Sie sich ganz unbedarft auf dem Rücken von uns sich nicht erst selbst schwerfällig aneignen müssen! - Sie werden ganz sicher nicht auf taube Ohren stoßen, wenn Sie erst einmal einen beabsichtigten Konsens signalisieren!!!
Teoo schrieb am 25.05.2020 11:47 Uhrzustimmen(8) widersprechen(23)
Lieber Agricola,

Ihre Argumentation ist unglaubwürdig, unsachlich und leider viel zu emotional an falscher Stelle. Sie stellen verkehrterweise die Fehler der industriellen Landwirtschaft und Langgrabbing der letzen Jahrzehnte so dar, als wenn diese mit einem Dogmawechsel verstärkt werden würden. Dies groben und mutigen Maßnahmen der EU, auch wenn noch nicht perfekt, sollen die Ursachen und Trends der letzten Jahrzehnte zurückdrehen. Darauf wird überhaupt nicht in Ihrer Argumentation eingegeben. Sie argumentieren hauptsächlich, damit, dass man den Bauern vorschreiben würde, WAS sie anbauen dürfen. Das ist aber Quatsch! Es geht um WIE! Also nachhaltiger für Böden im Sinne der Biodiversität, Humusaufbau und Wasserspeicherfähigkeit. Das ist nämlich der wahre Grund für die Ertragseinbußen der letzten Jahre durch die Klimaerhitzungsfolgen. Tote Böden erodieren stärker, speichern kaum Wasser für Trockenheit und ohne Nützlinge in einem halbwegs intakten System steigen Preise und Bedarf für externe Dünger und Gifte.

Da der Bedarf und Preise für Biolebensmittel steigen, steigen immer mehr Bauer zum Ökolandbau um. Aber auch immer mehr Jungbauern, die der Stadt überdrüssig wurden, beginnen mit dem Ökolandbau, benötigen dafür jedoch auch Land. Die derzeite Praxis in Groß-Größer wir mit dem Green Deal sicher geschmälert, wenn industrielle Produktion behindert wird. Das ist eine Chance. Wenn Sie sich also für Kleinbäuerliche Strukturen einsetzen, dann verstehe ich leider nicht, warum Sie die Methoden von rücksichtsvoller LaWi torpedieren.

Mit der Digitalisierung der LaWi sehe ich aus Ressourcenschutzgründen (noch mehr Elektronikschrott und Mikroplastik in den Böden) und Datenkraken total überflüssig, unwirtschaftlich und gefährlich. Zudem habe ich ein Problem mit 5 G Bändern und Auswirkungen auf Insekten, die in selbst Wellenlänge existieren. Solange es hier nicht handfeste unabhängige Studien zu gibt, sollte das Vorsorgeprinzip gelten, was dies verbietet.

Die Ernährungssicherheit kommt nicht durch großflächige Monokulturen. Der Anbau von Lebensmitteln beträgt in DE aktuell nur 22% der LaWi Fläche. Der Anbau von Futtermitteln (Mais und Rübe) und Energiepflanzen (Raps etc.) für die kranke Fleisch(über)produktion auf dem Großteil der Fläche ist nicht erhaltenswürdig und unwirtschaftlich. Wirtschaftlich im volkswirtschaftlichen Sinne wäre es ohne Subventionen, wie auch Sie richtig anschneiden. Deswegen dürfen Subvention nicht mehr für Fläche allein, sondern z.B. für den Humusaufbau und Biodiversität gezahlt und für den Abbau bestraft werden. Hier wäre ein Bodenverschlechterungsverbot eine wirkungsvolle Maßnahme.

Energiepflanzen sind ohnehin der größte Unsinn! Der energetische Ertrag eine Biogasanlage aus Energiepflanzen beträgt, begrenzt durch Photosysthese und Böden ca. 20 MWh/(ha*a). Eine PV-Anlage mit ökologischen Kriterien auf der Freifläche für hohe Biodiversität und Humusaufbau schafft in DE mindestens 1.000 MWh/(ha*a). Wer jetzt meint PV-Anlagen wären unwirtschaftlich, der möchte erklären, wie es dann die Energiepflanze sein kann, die nur 1/50 der Effizienz besitzt und jedes Jahr Aussaat, Bewässerung, Pestizide und Ernte benötigt. Agro-PV für Lebensmittel wären eine Lösung, die die notwendige Fläche für die Renaturierung bereitstellen würde.

Vielleicht können Sie diesen Argumenten folgen.
deereblau schrieb am 21.05.2020 20:22 Uhrzustimmen(28) widersprechen(7)
die sogenannte überproduktion in der eu basiert nur auf den immport von riesigen mengen von futtermitteln und düngern und auch von lebensmitteln die aber in der dritten welt auch gebraucht werden.Durch die massiven einschränckungen kann die versorgung gefährdet werden .
agricola pro agricolas schrieb am 21.05.2020 12:12 Uhrzustimmen(40) widersprechen(4)
O-Ton Timmermans: „...Es gehe nicht darum, dem Verbraucher vorzuschreiben, was er kauft...“ - Wohingegen Sie aber, werte Frau von der Leyen, werter Herr Timmermans, Ihren Bauern en détail vorschreiben, was diese auf den Äckern, in ihren Ställen, zu produzieren haben - alternativlos(!!!) nur Nahrungsmittel; wider Mensch, Tier und Natur in administrativer „Basta-Mentalität“ dazu verdonnert.

Eine Landwirtschaft, wo jeder einzelne Bauer als freier Unternehmer von seiner Hände Arbeit künftig leben, die eigenen Microökonomien zukunftsfähig aufstellen könnte, schließt die EU-Kommission somit kategorisch aus. Der gläserne Landwirt, die gläsernen Bauernhöfe, müssen nicht erst noch geboren werden, schon heute stellen diese eine äußerst beschämende Faktizität dar! - Sämtliche Bauern auf dem EU-Binnenmarkt werden zu Befehlsempfängern versklavt, wobei diese in einer solchen blinden Regulierungswut stets sprichwörtlich mit einem Fuß bereits im Gefängnis stehen. Tausende Seiten Cross Compliance, eine Heerschar von Kontrolleuren -das Generieren solcher Arbeitsplätze aus dem Nichts- schwebt stets als Damoklesschwert überaus bedrohlich über sämtlichen Bauernköpfen.

Im Mittelalter leisteten die Bauern unter ihren Feudalherren Frondienste. - Was unterscheidet die heutigen Bauern von ihren damaligen Kollegen!? Ist der EU-Kommission das Bauernschicksalsjahr 1525 kein Begriff!?

Extrem interessant wird fernerhin übrigens noch, wie die EU-Kommission diesen äußerst ambitionierten GREEN-DEAL den Flächeneigentümern in Summe nahezubringen weiß, da heute schon unbestritten feststeht, dass man damit massive Einschnitte ins persönliche Eigentum vornimmt. Immerhin mehr als 60 Prozent bundesdeutscher LN, Tendenz steigend, werden nicht mehr vom Eigentümer selbst bewirtschaftet; mutiert auf diesen Flächen Landwirtschaft zum reinen Zuschussgeschäft, könnte so manchem aktiven Landwirt rasch die Bereitschaft abhanden kommen, für die „Krumen-Renditen“ anderer das ererbte Bauenfamilienvermögen, immerhin geschaffen über mehrere Bauerngenerationen hinweg, vollkommen schmerzbefreit aufzuopfern.

Die Entstehungszeit vorstehender Rahmenbedingungen ist wann zu verorten!? - Sicherlich haben die Verfasser den gegenwärtig rasant voranschreitenden Klimawandel nicht hinreichend bedacht und entsprechend weitblickend mit einfließen lassen! Nach wie vor leben diese „Experten“ augenscheinlich in einem stoischen Irrglauben der verewigten alljährlichen Ertragszuwächse. Wenn man dahingehend wachsamen Auges die Verläufe auf unseren Plattformen der Nullen und Einsen verfolgt, so sieht man sich auf diesen Bildschirmen sogar bestätigt; eine entsprechende Oberflächlichkeit in den jeweiligen Sichtweisen leistet das ihrige.

Die Bauernsargnägel sind mithin auch in Zeiten der Covid-19-Pandemiekrise nicht vom Mangel geprägt - „Systemrelevanz“ muss schließlich belohnt werden!!!

„Schlimm ist der Zwang, doch es gibt keinen Zwang, unter Zwang zu leben.“ (Epikur)

Warum entzaubert man derart peinlich auf unseren Höfen systematisch der Bauernfamilien Lust und Liebe zur Natur, unsere Jugend sucht zunehmend das Glück in der Ferne und wird dort auch durchaus erfolgreich fündig. Die letzten Willigen verlieren gänzlich nach und nach jede Lust am Ackern!!! Will man das nicht wahrhaben, weil sich unsere Esstische immer mehr unter der Last der verfügbaren Lebensmittel durchbiegen,...NOCH!?

Scheinheilig kritisiert man die jetzt für alle medial offenbar gewordenen menschenverachtenden Missstände in der Fleischwirtschaft, übertrifft sich im verbalen Kundtun eines übereifrigen Aktionismus, um zeitnah Abhilfe zu schaffen. - Genau in solche Strukturen wird aber obiger Green-Deal münden: Die Familienbauernhöfe werden noch schneller weichen, um einer agrarindustriellen Landwirtschaft das rasante Wachsen ermöglichen zu können mit allen negativen Konsequenzen, die man hierfür billigend gerne in Kauf nimmt. - Herzlichen Glückwunsch dem Blondinen-Trio Klöckner, Schulze u. von der Leyen, an ihrer Seiten den getreuen Herrn Timmermans & Co..

Nun ja, der ewige Fortschrittsglaube an die LW 4.0 erweckte bereits in Vielzahl die filigran maschinengesteuert entflammten Herzen in den Technikwunder-Giganten auf unseren Feldern, staatliche Einrichtungen ersetzen damit beeindruckend glamourös „das Auge des Herrn.“ - WIRKLICH?... Fortsetzung folgt!
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